Die Verwirrungen des Zöglings Solier

Der russische Schriftsteller Sergei Lukianenko hat mit seinem Buch Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel ein Mittelalter-Fantasy-Universum der etwas anderen Art kreiert.

Trix Solier (im Hörbuch wird sein Nachname französisch ausgesprochen), Thronfolger eines Herzogtums, ist ein empfindsamer Jüngling, der gerne dicke Bücher liest. Doch eines Tages wird er abrupt aus seinem geruhsamen Leben gerissen, als er nach einem Putsch gegen seine Eltern das Land verlassen und sich ins Exil begeben muss. Was nun? Der Prinz ohne Land zieht in eine Welt voller schräger Charaktere und landet schliesslich als Zauberlehrling bei dem verschrobenen Magier Radion Sauerampfer. Unterwegs begegnet Trix Tiana, der jungen Fürstin des Nachbarstaates, und ihrem illegitimen Halbbruder, dem quirligen kleinen Hallenberry. Ausserdem kommt er zu einem verwaisten Knappen namens Ian und zu einem sogenannten Familiar, der Blumenfee Annette, die zuweilen eine rechte Nervensäge sein kann (besonders dann, wenn sie nicht mehr ganz nüchtern ist). Als Tiana zwangsverheiratet werden soll, rückt Trix, wie es sich für einen Prinzen gehört, standesgemäss zur Rettung der Prinzessin aus. Und ausserdem möchte er gerne seine Eltern rächen… aber wie?

Ein interessantes Magie-Konzept: Es geht darum, mit Worten die Realität zu beeinflussen. Dazu braucht man möglichst viele Zuhörer, die einem möglichst beeindruckt lauschen; dann wird irgendwann auch die Realität glauben, was man sagt, und sich den Worten anpassen. Ein weiterer Pluspunkt dieses Romans sind die zahllosen Zitate und populärkulturellen Querverweise. Auch im folgenden Band Trix Solier – Odyssee im Orient zieht der Autor sowohl Harry Potter als auch Lord of the Rings durch den Kakao.

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