Der Maestro lässt bitten!

Einen „Roman der Oper“ nennt der Schriftsteller Franz Werfel (verheiratet mit Alma Mahler-Werfel, Blog vom 15. Februar 2018) seinen Verdi.

Venedig 1882: Im Teatro La Fenice findet eine kleine Feier zu Ehren Richard Wagners statt. Als Wagner danach ins Foyer tritt, umgeben von seinen „Wagnerianern“, sieht er dort einen alten Mann mit weissem Bart stehen: Giuseppe Verdi… Nur für kurze Zeit in der Lagunenstadt, hat dieser spontan das ihm so vertraute Theater aufgesucht und konnte es sich nicht verkneifen, einen Blick auf jenen Mann zu werfen, der ihm als einziger die Position als „König der Opernwelt“ streitig macht. Verdi weiss nicht recht weiter; er komponiert nicht mehr, viel lieber würde er sich auf seinem Besitztum Sant Agata als Landwirt betätigen, doch sein unheimlicher Ruhm lässt ihn nicht los. Wo er hinkommt, gibt es Aufsehen, selbst Leute, die keinen Dunst von Musik haben, verehren ihn als den Nationalhelden des jungen italienischen Staates. Doch jetzt hat Verdi einen Einfall: In Venedig wird er wieder arbeiten können! König Lear soll seine neue Oper heissen.

Ja, es ist wirklich ein „Roman der Oper“ – wobei ich nicht genau weiss, wie historisch die Handlung ist. Und eines Tages macht Verdi sich auf den Weg, um seinen Rivalen Wagner aufzusuchen…

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