Das gusseiserne Ohrwaschl

Wenn man die „Ahnenreihe“ der deutschen Humoristen von Loriot (Blog vom 19. Mai 2020) über Heinz Erhardt (Blog vom 20. Mai 2014) zurückverfolgt, landet man fast zwangsläufig bei ihm: Karl Valentin (1882-1948).

Der Pappa küsst die Köchin
Der Sohn die Gouvernant
Die Mama küsst den Hausfreund
Auch das ist sehr charmant
Der Hausknecht macht sich heimlich
Ans Zimmermädchen ran
So amüsiert sich jeder
So gut er eben kann.

Jüngst sah ich eine Rauferei am Lande,
Einem hab’ns Arm und Beine abg’schlag’n,
Dann haben sie sich mit Stühlen rumgeprügelt,
Ohnmächtig wurden zwei vom Platz getragen.
Mit Krügen ham’s geschmissen,
Die Nase einem abgebissen,
Und während der vor Schmerz um Hilfe schreit,
Schrei’n die Andern: „Prosit der Gemütlichkeit!“

Erst kürzlich fuhr ein Auto
Ganz leer an mir vorbei
Und dass das übel riechen tut,
Das war mir nicht mehr neu.
Denn dieser Autofahrer,
Das ist doch kein Gebahrn,
Trotzdem dass niemand drinnen sass,
Liess er doch einen fahr’n.

Ein zum Tode Verurteilter will sich partout nicht die Augen verbinden lassen; so eine günstige Gelegenheit, eine Hinrichtung zu sehen, gibt es wohl kaum wieder… Und dann ist da natürlich die berühmte Frage, ob es nun „Semmelknödeln“ oder „Semmelnknödeln“ heisst! Bei buchplanet.ch ist Karl Valentin reichlich vertreten.

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