James Bond’s School Days

Auch Geheimagent 007 hat einmal klein angefangen! Jetzt bei buchplanet.ch: James Bond – Stille Wasser sind tödlich von Charlie Higson.

Eton an der Themse, gegenüber von Windsor Castle, bis heute die renommierteste Baumschule der britischen upper class. Mit einer Alumni-Liste, die sich wie ein Geschichtsbuch liest. Und eines Tages steht ein neuer Schüler parat, gekleidet in den traditionellen Eton Suit (kurze schwarze Jacke, breiter weisser Kragen, Zylinderhut): Ein Junge namens Bond, James Bond. James schliesst bald Freundschaft mit dem indischen Prinzen Pritpal Nandra und Feindschaft mit George Hellebore. Der Letztere ist ein Schul-Tyrann wie aus dem Bilderbuch und bei seinem Vater, einem schwerreichen Waffenhändler, handelt es sich um genau jene Art Ober-Schurke, die James in seinem späteren Leben noch oft zu schaffen machen wird. In den Ferien bei seiner Tante in Schottland entdeckt James den See Loch Silverfin, der ein Geheimnis birgt – aber nicht etwa Nessie! Hellebore Senior besitzt dort ein Schloss, wo er, unterstützt durch einen verrückten Wissenschaftler mit deutschem Akzent, in einem Labor seltsame Experimente durchführt. Die beiden Herren wollen nämlich den perfekten Menschen kreieren (Frankenstein? Nie gehört!) oder, besser gesagt, den perfekten Soldaten. Natürlich verfügt Hellebore, wie es sich für einen Ober-Bösewicht gehört, auch über eine schwer bewaffnete Privatarmee und einen Handlanger, der für ihn die Dreckarbeit erledigt. Ist er verrückt? Vielleicht; Randolph Hellebore kommt aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs – wie ein gewisser Adolf Hitler ja auch… Jedenfalls gibt es nur eines: James muss in das Schloss eindringen – koste es, was es wolle!

James Bond, der keinen Alkohol trinkt (weder geschüttelt, noch gerührt), nicht raucht und nicht mit Frauen anbandelt – mal was anderes. Dennoch erkennt man deutlich den zukünftigen 007. Und man lernt nebenbei noch Einiges über den kuriosen Kosmos von Eton, zum Beispiel über das berüchtigte – und mittlerweile abgeschaffte – faging (die jüngeren Schüler haben die älteren zu bedienen).

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