Kalamitäten im Kanzleramt

Das Bundeskanzleramt in Berlin ist das Herz der deutschen Politik. Und wie bei vielen Herzen gibt es auch da manchmal eine kleine Störung.

Die deutsche Bundeskanzlerin (der Name wird nicht genannt) hat viel zu tun. Dasselbe gilt für ihre zahlreichen Mitarbeiter. Die SPD fürchtet, bei den bevorstehenden Wahlen nicht nur zu verlieren, sondern auch aus der Regierungskoalition geworfen zu werden. Der Redenschreiber Filip Loderer macht im Internet seltsame Bekanntschaften. Die Kanzlerin erhält rätselhafte SMS eines Unbekannten. Ihr persönlicher Berater, ein Schweizer namens Kranich, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ausserdem gibt es Hinweise auf einen Anschlag! Kurz, es ist allerhand los an der Spree. Und nun begibt sich die Kanzlerin auch noch in Begleitung mehrerer Kabinettsmitglieder in die Schweiz, um sich auf dem Säntis (!) inoffiziell mit Vertretern des Bundesrates zu treffen. So begibt man sich also auf die Schwägalp, um alsdann mit der Seilbahn aufwärts zu entschweben – das passt jedoch nicht allen Leuten! Es ist gefährlich – gab es nicht schon einmal einen Mord auf dem Säntis?…

Bundesfinanzminister Kirk Ritz vertritt den Standpunkt: „Wenn der Staat den Bürgern alles geben möchte, was er ihnen einmal genommen hat, dann gibt es den Staat nicht mehr.“ Fritz H. Dinkelmann hat den Roman Die Kanzlerin geschrieben. Auf Seite 253 findet sich folgender Satz über eine Schweizer Bundesrätin: „Fiona Geiger, die Justizministerin, wünschte detaillierter Auskünfte über den Besuch, weil sie schliesslich für die Sicherheit der hohen Gäste wesentlich mitverantwortlich sei, woran zwar niemand zweifelte im Raum, aber wer auf Blochers Stuhl sitzt, der sagt halt gelegentlich auch Überflüssiges.

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