Strauss und die Umstände

Richard Strauss wurde einmal zum Abendessen eingeladen und die einladende Gastgeberin sagte, sei ein ganz einfaches Essen und es gäbe „gar keine Umstände“. Darauf sagte Strauss: „Wenn ich komme, gnädige Frau, dann können Sie ruhig Umstände machen!“ Stephan Pflicht (der heisst wirklich so!) erzählt in „…fast ein Meisterwerk“ Anekdoten aus der Welt der Musik.

Dem Geiger Fritz Kreisler wurde während einer Tournee in Amerika einmal gratuliert – allerdings nicht zu seinem Spiel auf der Violine, sondern zu seinen vortrefflichen Automobilen; der englischsprachige Gratulant hatte Mister Kreisler mit Mister Chrysler verwechselt. Als nach dem Tod des Opernkomponisten Giacomo Meyerbeer dessen Neffe (Name unbekannt) den Kollegen Gioacchino Rossini besuchte und ihm einen selbst komponierten Trauermarsch vorspielte, meinte der Maestro: „Es wäre besser, Sie wären gestorben und Ihr Onkel hätte den Marsch geschrieben.“ Bei Gustav Mahler hatte seine Frau Alma (Blog vom 15. Februar 2018) die Hosen an. Bei einem Zahnarztbesuch kam Mahler aus dem Behandlungsraum ins Wartezimmer und fragte die wartende Gattin: „Sag mal, Alma, welcher Zahn tut mir eigentlich weh?“

Der Dirigent Hans von Bülow (erster Gatte Cosima Wagners) stiess, eilig unterwegs, versehentlich mit einem anderen Herrn zusammen. Als dieser mürrisch „Esel!“ knurrte, zog der schlagfertige Dirigent den Hut und erwiderte: „Sehr erfreut! Bülow.“

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