Guet Nacht am Sächsi!

Bei manchen Zukunftsvisionen kann einem angst und bange werden. Eine solche Vision hat Robin Schwarz. Wenn das eintrifft, was er sich vorstellt, dann Gute Nacht um sechs Uhr!

Ein Aufsatz als Hausaufgabe! Nicht gerade Robins Wunschtraum, aber das Thema „Hamburg im Jahr 2050“ ist immerhin spannend. Und Robin hat auch schon eine Idee, angeregt durch einen rätselhaften Traum: Eine Stadt, in der die Menschen in riesigen Lagerhallen untergebracht sind, fein säuberlich nach Ethnien getrennt. „Inspiriert“ wird Robin zu dieser Utopie durch eine Gruppe von rechtsextremen Jugendlichen, die immer wieder Ausländer anpöbeln – auch Robins afrikanischer Freund John gehört zu den Opfern. Berni ist einer von diesen Schlägern; ein klassischer Fall, zu kurz gekommen im Leben, feige, voller Groll gegen alles und jeden, nur glücklich in der Gruppe, die ihm ein Gefühl von Stärke vermittelt. Nach bekannter Untertanen-Sitte (vergleiche Blog vom 13. Februar 2014) ist er bereit, sich treten zu lassen, wenn er dafür andere treten darf. Robin und seine Cousine Anja fühlen, dass sie etwas tun müssen – aber was?

Je weiter wir uns zeitlich vom Dritten Reich entfernen, desto gefährlicher wird der Rechtsextremismus. Dem müssen wir energisch entgegentreten, bevor es zu spät ist! Die Rückseite der Angst heisst dieses verstörende Jugendbuch von Albrecht Gralle.

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