I am sailing, I am sailing…

Jetzt bei buchplanet.ch: Seemannschaft. Handbuch für Segler, herausgegeben 1965 vom Deutschen Hochseesportverband „Hansa“ e. V.

Als „Yacht“ bezeichnet man ein Sportfahrzeug zu Wasser, im Gegensatz zu Fischereifahrzeugen, Kriegsschiffen usw. Es gibt Rennyachten (für den Rennsport) und Fahrtenyachten (für Fahrten, also für das Vergnügen), ausserdem wird natürlich zwischen Motoryachten und Segelyachten unterschieden. Auf genagelte Schuhe sollte man verzichten, die verschrammen nämlich das Deck. Das sprichwörtliche „klar Schiff machen“ (also aufräumen, putzen usw.) dann und wann gehört für jeden anständigen Yachtbesitzer selbstverständlich dazu. Auf hoher See ist die Navigation das A und O; Seekarten, Kompass, Sextant und Lot dürfen nicht fehlen! Gewisse geografische und astronomische Kenntnisse können auch nicht schaden – so sollte man für die korrekte Benutzung des Kompasses zum Beispiel wissen, dass der magnetische und der geografische Nordpol nicht am gleichen Ort liegen. Für Seekarten gilt die Regel, dass sie aus praktischen Gründen unbedingt trocken bleiben müssen. Deshalb bleiben sie immer „im Trockenen“ und auch der Navigator sollte bei nassem Wetter idealerweise überhaupt nicht nach draussen gehen. Entdeckte Fehler bzw. Ungenauigkeiten in den Karten sind so bald wie möglich den zuständigen Stellen zu melden! Die Wichtigkeit der Sicherheitsvorkehrungen an Bord kann gar nicht genug betont werden; dazu gehören nicht nur Rettungsringe, Schwimmwesten, Feuerlöscher und Beiboote, sondern auch Kenntnisse der richtigen Verhaltensweise im Notfall. So ist es bei „Mann über Bord“ (ja, das gilt sinngemäss auch für Frauen) wichtig, dass ein Besatzungsmitglied, während andere die Rettung einleiten, stets die über Bord gegangene Person im Auge behält. Im Falle des Kenterns sollte man wenn irgend möglich schon vorher die Schwimmweste anlegen, danach ist es nämlich sehr schwierig. Ein Kapitel für sich sind die vielen seemännischen Fachbegriffe. Holen, fieren, beiliegen, lenzen, abbringen, Deviation, Azimut, Ortsstundenwinkel, Freibord, Zeitgleichung…

Preisfrage: Wie lang ist eine Seemeile? Hä? Antwort: 1852 Meter. Na dann, Ihr Seebären, Süsswassermatrosen und Landratten: Leinen los!

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