Gold und Silber liebt er sehr

Ein regelrechter historischer Krimi ist die Erzählung Das Fräulein von Scuderi von E. T. A. Hoffmann (Blog vom 6. Juni 2019).

Um 1680 ist in Paris die Hölle los. Gerade ist ein grosser Giftmischerei-Skandal, der bis in die höchsten Kreise reichte, knapp vorüber; nun treibt in den nächtlichen Strassen der französischen Hauptstadt ein Serienmörder sein Unwesen! Regelmässig werden vornehme Herren auf dem Weg zu ihren Geliebten erstochen und des Schmucks beraubt, den sie den Herzdamen mitbringen wollten. Obwohl selber keineswegs zu diesen Herzdamen gehörend, wird die berühmte Dichterin Magdaleine von Scuderi in die Sache verwickelt. Die Spur führt zu René Cardillac (nicht Cadillac, er ist kein Auto!), dem besten Goldschmied von Paris. Der hat nämlich die Schmuckstücke angefertigt, die den Opfern gestohlen wurden. Ist es am Ende etwa so, dass der besessene Künstler Cardillac sich nicht von seinen Kunstwerken trennen kann und heimlich seine eigenen Kunden abmurkst, um den verkauften Schmuck wieder in seinen Besitz zu bringen?…

Die Scuderi, eine (im Übrigen historische) reizende alte Dame von hohem Ansehen – sie ist eine gute Bekannte von Madame de Maintenon, der Mätresse des Königs (vergleiche Blog vom 1. September 2015) – , will der Sache auf den Grund gehen. Umso mehr, als Monsieur Cardillac plötzlich selber tot aufgefunden wird!

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