Ein Hippopotamus und andere Dickhäuter

Wer Stephen Frys Roman Das Nilpferd lesen will, sollte unbedingt gewarnt werden: Die Sprache ist manchmal etwas… äh… unfein. Für Kinder unter 6 Jahren ist das Buch nicht zu empfehlen!

Edward „Ted“ Wallace, verkrachter Schriftsteller und unlängst entlassener Theaterkritiker, fährt nach Swafford Hall in Norfolk, um sein Patenkind David Logan sowie dessen Eltern zu besuchen. Nicht ganz ohne Hintergedanken, denn erstens ist Ted pleite und zweitens hat man ihm einen Tipp gegeben, in Swafford Hall gingen merkwürdige Dinge vor sich. Mein geschätztes Lesepublikum weiss ja bereits, dass auf feudalen englischen Landsitzen oftmals das Unheimliche, ja das Grauen haust. In diesem Fall handelt es sich dabei um den frisch konfirmierten David. So hübsch und nett und brav, dass es schon fast unheimlich ist und unschöne Erinnerungen an The Turn of the Screw weckt (vergleiche Blog vom 14. Oktober 2014). Verfügt der Bursche tatsächlich über heilende Kräfte? Und sind all die Besucher, die Swafford Hall momentan bevölkern, ebenso „zufällig“ dort wie Ted?

Jawohl, manchmal geht es in diesem Buch regelrecht unanständig zu! Besonders dann, wenn sich Oliver Mills zu Wort meldet – eine „Schwuchtel“, wie sie im Buche steht. Aber er ist so unterhaltsam, dass ich mich nicht einmal gekränkt fühle wegen seiner reichlich klischierten Darstellung.

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