Julia höchstpersönlich

Zu meinem heutigen Geburtstag habe ich mir ein Blog-Buch ausgesucht, das gewissermassen die Quintessenz von buchplanet.ch und allen anderen Buchhandlungen der Welt enthält: Der Geist der Bücher von Christoph Wortberg und Manfred Theisen.

Bens Tante Lynn ist eine erfolgreiche Schriftstellerin. Aber das ist noch lange nicht alles, wie Ben feststellen muss, als seine Tante eines Tages spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihr gerät er – der bisher überhaupt nichts mit Literatur am Hut hatte – zuerst nach Verona (nicht das heutige, sondern das Verona von Romeo und Julia), dann auf die Pequod (das Schiff von Kapitän Ahab), dann auf die Insel von Robinson Crusoe… Ben rast quer durch die Weltliteratur, von den Schlachtfeldern in Krieg und Frieden bis ins Haus von Madame Bovary, verfolgt von grauen Gestalten, die hinter einem geheimnisvollen Amulett her sind. Dieses Amulett, soviel steht fest, gehörte zuerst Lynn und befindet sich jetzt in Bens Besitz; aber damit hört die Klarheit auch schon auf. Was soll das alles? Dass Ben mit einer Harpune auf Moby Dick schiessen soll, dass ein besserer Herr namens Gustav Aschenbach ihn in Venedig aus einem Kanal fischt – das alles dürfte doch eigentlich gar nicht real passieren, oder?… Zu ähnlichen Themen: Blogs vom 28. Juli 2016, vom 21. Dezember 2017 und vom 20. März 2018.

Oliver Twist, Don Quijote und Sancho Pansa, Werther, Faust und Mephisto, Abbé Faria – Ben weiss vor lauter Literatur kaum noch, wo ihm der Kopf steht. Ausserdem ist er gerade zum ersten Mal verliebt, und zwar in Julia Capulet (für Laien: das ist Romeos Julia) höchstpersönlich.

4 Replies to “Julia höchstpersönlich”

  1. Lieber Michel aus dem schrecklichen Sachsen,
    Vielen Dank für deine zahlreichen Kommentare. Ich werde mich bemühen, auch weiterhin den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, die mein Lese-Publikum an mich stellt.
    Gabriel

  2. Lieber Gabriel!
    Ich bin auf dem Internet-Gebiet ein blutiger Anfänger und weiß nicht, ob Dich mein Geburtstagsgruß überhaupt erreicht. Aber ich will es versuchen. Vielen ank für Deinen Julia-Blog! Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn die Herren Wortberg und Theisen durch die Dresdner Gemäldegalerie gingen. Sie hätten sicher Stoff für ein zweites Buch.
    Also gute Wünsche für jeden Tagen im neuen Jahr! Dein Michel aus dem schrecklichen Sachsen.

  3. Lieber Gabriel!
    Herzlichen Glückwunsch noch nachträglich zu Deinem Geburtstag und zu Deinem Julia-Blog!
    Ich stelle mir vor, wie das wäre, wenn Herr Wortberg und Herr Theisen noch einen Gang durch die Dresdner Gemäldegalerie gemacht hätten. Das wäre sicher auch spannend geworden.
    Ein Vorschlag für einen späteren Blog:
    Gusel Jachina: „Suleika öffnet die Augen“ – ein Roman über die „Entkulakisierung“ der 30er Jahre in der damaligen Sowjetunion und das Verbannungsschicksal einer Tatarin nach Sibirien. Sie hat jetzt noch einen zweiten Roman geschrieben „Wolgakinder“, in dem sie das Schicksal eines Dorfes deutscher Auswanderer an der Wolga in der 30er Jahren beschreibt. Viele gute Wünsche aus dem schrecklichen Sachsen von Deinem Michel.

  4. Phantastisch! Herzlichen Dank Gabriel für diesen Blog und viiiiieeeele Andere!!!
    Alles Gute zum Geburtstag!
    Marlis

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