Die Birnen in Nachbars Garten

Der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane scheint eine Schwäche für Birnbäume gehabt zu haben. Ein solcher spielt nicht nur in Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland eine wichtige Rolle, sondern auch in der Novelle Unterm Birnbaum.

Der Gastwirt und Ladenbesitzer Abel Hradscheck hat geschäftliche Sorgen. Und seine Frau Ursel, die von einem besseren, vornehmeren Leben träumt, ist ihm da auch keine Hilfe. Wie soll er bloss zu Geld kommen? Eines Tages wird die Kutsche des polnischen Handlungsreisenden Szulski in der Oder gefunden – von Szulski selber fehlt jede Spur. Sofort floriert die dörfliche Gerüchteküche. Der Pole ist ermordet worden! Aber von wem? Eine Nachbarin, die alte Frau Jeschke, hat beobachtet, wie Hradscheck eines Nachts unter dem Birnbaum in seinem Garten ein Loch grub. Ist er der Mörder? Immerhin hat Szulski in seinem Haus übernachtet! Der Wirt und Kaufmann kommt in Untersuchungshaft. Es liegen aber, genau betrachtet, absolut keine Beweise gegen ihn vor; selbst für die Sache im Garten kann er eine plausible Erklärung geben. Hradscheck wird also entlassen und der Fall zu den Akten gelegt. Die Sache ist erledigt – oder doch nicht? Neuerdings soll es in Hradschecks Keller spuken…

Anspruchsvoll wird die Lektüre besonders dadurch, dass einzelne Personen konsequent Dialekt sprechen.

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