Wie war zu Köln es doch vordem…

Schon einmal (nämlich im Blog vom 9. August 2016) habe ich darauf hingewiesen, dass ein Zusammenstoss zwischen der Menschenwelt und der Welt der Fabelwesen zu allerlei Turbulenzen führen kann. Auch im Roman Nebenan von Bernhard Hennen ist dies der Fall.

In Köln gibt es bekanntlich Heinzelmännchen. Diese haben u. a. die Aufgabe, die Tore nach „Nebenan“ zu bewachen, dem Land der Geister, Zwerge usw. Doch nun ist ein grosses Missgeschick passiert. Drei Personen aus Nebenan sind in die Menschenwelt eingedrungen: Der Erlkönig (der einen gewissen Herrn Goethe am liebsten wegen Rufmordes verklagen würde), Graf Cagliostro (einst aus seinem römischen Kerker nach Nebenan entwischt, vergl. Blog vom 7. August 2018) und dessen Diener Baldur, seines Zeichens Werwolf (oder besser gesagt Werhund). Dass dieses Trio nichts Gutes im Schilde führt, dürfte wohl klar sein. Der Heinzelmann Wallerich bekommt den Auftrag, die Ausbrecher wieder einzufangen. Leichter gesagt als getan! Und dann werden auch noch der Student Till und seine Freunde, die den drei Entwischten unwissentlich das Tor in die Menschenwelt geöffnet haben, zur Strafe dazu verdonnert, in Nebenan zu spionieren. Bei dieser Aktion begegnen sie u. a. der Knusperhexe und dem von Till hochverehrten Minnesänger Oswald von Wolkenstein. Seine Eminenz der Erzbischof von Köln wird in die Geschichte verwickelt, ferner die Polizeibeamten Kowalski und Kuhn sowie die leichtgläubige Friseuse Gabi. Auch der High-Society-Zahnarzt Doktor Armin Salvatorius erlebt sein blaues Wunder! Und wenn das Portal des Kölner Doms Cagliostro ziemlich rabiat den Zutritt verweigert (jawohl, Sie lesen richtig), dann ist das zwar merkwürdig, aber noch lange nicht das Merkwürdigste, was passiert…

Die Heinzelmännchen haben übrigens schon längst damit aufgehört, den Menschen zu helfen, und zwar nicht nur wegen der neugierigen Schneidersfrau damals! Sondern besonders, seitdem die Menschen angefangen haben, so alberne „Mannsgöggel“ mit Zipfelmützen in ihren Gärten aufzustellen! Das ist ja wohl der Zipfel, äh, Quatsch, der Gipfel!

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