Es ist nicht mehr wie früher

Einen reichlich schrägen Ausflug in die Mythologie erlebt man in Miss Minotaurus und der Huf der Götter von A. Lee Martinez.

Nein, es ist wirklich nicht mehr so wie früher. Heute arbeitet Helen (Helena), eine Minotaura (weiblicher Minotaurus), in einem Fastfood-Restaurant – irgendwie eine Ironie des Schicksals, schliesslich ist sie Vegetarierin. Aber abgesehen von einigen unwichtigen Details wie Kuhkopf, Hufen usw. ist Helen ein Teenager-Mädchen wie alle anderen, inklusive Herzschmerz: Troy (Troja) hat nicht nur einen Körper wie eine antike Statue, er ist obendrein auch noch sehr nett. Der ganze Ärger beginnt damit, dass Helens Arbeitgeber – übrigens sehr zu seinem Schaden – eine uralte Gottheit aus längst vergangener Zeit heraufbeschwört. Und diese Gottheit verlangt, dass gewisse Gegenstände gesucht und ihr gebracht werden. Welche? Unbekannt. Wo? Unbekannt. So machen Helen und Troy sich auf den Weg, gleichsam auf eine Odyssee quer durch Amerika. Natürlich nicht per Schiff, sondern im Automobil. Wer die Odyssee aus der Feder von Homer kennt, ahnt schon: Da liegen unterwegs einige schräge Vögel auf der Lauer. Eine Motorrad-Gang aus lauter Orks, zum Beispiel. Oder Leute, die Lizenzen für den Kampf gegen einen Zyklopen verkaufen. Oder eine Hexe mit Neigung zum Kannibalismus…

Na toll, was kann da schon schief gehen!

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