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Archiv vom ‘Hirnwurm’

20. September 2012

Hirnwurm-22

by Josef Beda

Unser Eidgenossen Bundeshaus in Bern – am 28. November 1848 von der Bundesversammlung zur Bundesstadt und damit zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt – hat eine lange Baugeschichte. Der älteste Teil des Gebäudes ist das zwischen 1852 und 1857 erbaute »Bundes-Rathaus« – heute das »Bundeshaus West«. In diesem Gebäude waren die Bundesverwaltung, die Regierung und das Parlament untergebracht. Infolge Platzmangels musste eine Erweiterung erstellt werden und so entstand in den Jahren 1888 bis 1892 an Stelle des 1884 abgebrochenen Inselspitals das heutige »Bundeshaus Ost«. Als Abschluss der Bauten wurde zwischen den Jahren 1894 und 1902 das Parlamentsgebäude, der monumentale Repräsentationsbau, als Ersatz des abgebrochenen »Casino« erstellt. Das Parlamentsgebäude mit der Hauptkuppel kostete damals sieben Millionen Franken – dies entspricht einem derzeitigen Betrag von etwa 700 Millionen Franken.

 

 

Den architektonischen Mittelpunkt des Parlamentsgebäudes bildet die Kuppelhalle mit der Glaskuppel im imposanten Kuppelgewölbe. In der Mitte der Glaskuppel befindet sich das als Mosaik ausgeführte Schweizerwappen. Dieses ist von Eichenlaub umrankt und wird von zwei weiblichen Freiheitsfiguren getragen. Radial zum Mittelpunkt gruppieren sich die Wappen der bei der Errichtung des Gebäudes bestandenen zweiundzwanzig Kantone; die sechs Halbkantone (Appenzell Ausserrhoden & Appenzell Innerrhoden, Basel-Land, & Basel-Stadt, Nidwalden & Obwalden) teilen sich dabei jeweils ein Wappenfeld.

 

 

Zur Zeit der Erstellung des damaligen Neubaus, hätte natürlich niemand daran gedacht oder geglaubt, dass am 1. Januar 1979 ein neuer Kanton in die Eidgenossenschaft eintreten bzw. durch Abspaltung gegründet wird. 

 

Das Wappen und die Flagge de la »République et Canton du Jura« zeigen auf der rechten Seite sieben Balken in den zwei sich abwechselnden Farben Rot und Weiss. Die Balken symbolisieren die sieben Amtsbezirke, welche bei der Gründung des Kantons zur Diskussion standen und den Kanton Jura ausmachen sollten. Heute besteht der Kanton Jura jedoch aus drei Bezirken, nämlich den Bezirken Delsberg, Freiberge und Pruntrut. Auf der linken Seite befindet sich ein Bischofsstab, der an die einstige Zugehörigkeit des Gebietes – der sieben Bezirke – zum Fürstbistum Basel erinnert.

Das Wappen des neuen Kantons Jura, der durch Abspaltung vom Kanton Bern durch die Änderung der Bundesverfassung am 24. September 1978 bei einer Stimmbeteiligung von gut 42% mit einer Volksmehrheit von 82,3% und allen 19 6/2 Ständen angenommen wurde, fand in der Glaskuppel kein Platz mehr, und es musste etwas abseits montiert werden.

 

 

Unsere Frage: In welchem Plan-Quadrat der obenstehenden Abbildung befindet sich das Wappen des jüngsten Kantons der Eidgenossenschaft – des Kantons Jura?

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-22» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis ein Gutschein im Wert von CHF 18.00 ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 18.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten, in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich – beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 5. Oktober 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A: www.evpzh.ch
Bild B: Aus dem Buch »1991, das Jahr der Schweiz«
Bild C:
Bild D: Wikipedia (modifiziert by buchplanet (JBS))

 

 

17. September 2012

Hirnwurm-21 – Die Lösung

by Josef Beda

Wir erinnern uns an die kleine Geschichte im Restaurant; Robert fragte seinen Tischnachbarn Norbert: «Siehst du die sieben Männer, die am hinteren Tisch sitzen?», und er ergänzte: «Die sind alle miteinander verwandt.» Norbert fragte – noch nichts ahnend: «Wie sind sie denn miteinander verwandt?»

 

«Die Sache ist so», begann Robert, «diese Herren heissen Alex, Beda, Cédric, David, Elmar, Fredy und Georg. Einer von ihnen ist Hotelier, der andere Ingenieur, der dritte Jurist, einer ist Orgelbauer, einer Lehrer, einer Bildhauer und einer ist der Präsident unserer Gemeinde.» Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Schluck Wein fuhr er fort: «Der Vater von Alex ist der Lehrer, der Bruder von Cédrics Vater ist der Schwiegervater von Elmars Schwester. Der Schwager von David ist der Bildhauer, der Sohn von Fredy ist der Hotelier. Der Bruder von Cédric ist der Ingenieur, und Beda ist der Onkel des Hoteliers. Der Bruder von Alex ist der Jurist. Der Vater von Fredy ist der Präsident der Gemeinde und Cédric ist der Cousin vom Hotelier. – So jetzt weisst du, wie die sieben Herren miteinander verwandt sind.»

 

 

Für die Lösungsfindung unserer beiden Fragen erstellt man am einfachsten zweimal sieben Zettel und notiert auf den ersten sieben die Vornamen der Herren und auf weiteren sieben Zettel die sieben Berufe. Dann versucht man ein Organigramm zu erstellen und kommt auf folgendes Ergebnis:

 

 

Auf unseren »Hirnwurm-21« haben wir einige richtige und keine falschen Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 18.00 auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-22«, welcher am nächsten Donnerstag, 20. September erscheinen wird, mitmachen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B: www.knobelforum.de
Bild C: buchplanet.ch (JBS)

 

 

30. August 2012

Hirnwurm-21

by Josef Beda

Wie versprochen beginnen wir heute Donnerstag, 30. August mit der dritten Staffel unserer Hirnwurm-Serien. Sie können an diesem Wettbewerb teilnehmen, wenn Sie uns Ihre Lösung per e-mail in unseren Briefkasten mit der Anschrift info@buchplanet.ch legen. Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los über die Vergabe des Gutscheins im Wert von CHF 18.00 – wenn keine richtige Lösung eingeht, wird dieser Betrag in den Jackpot gelegt und dem Preis für die richtige und ausgeloste Antwort auf die nächste Aufgabe zugerechnet.

 

Simon Enzler fällt bei seinen Auftritten mit seinem markanten Appenzeller-Dialekt auf. Im Jahr 2007 gewann er den »Salzburger Stier«. Dieser Radio-Preis für deutschsprachiges Kabarett wird seit 1982 alljährlich an je einen Vertreter der Kleinkunst aus Österreich, Deutschland und der Schweiz verliehen. In der Sparte Comedy erhielt Simon Enzler im Jahr 2008 den Prix Walo. – Obenstehendes Bild zeigt Enzler bei seiner Rede anlässlich der Preisverleihung. – In diesem Jahr wurde der auch als Hörkolumnist arbeitende Kabarettist mit dem Schweizer-Kabarett-Preis Cornichon ausgezeichnet.

Wie schon Simon Enzler, der am 10. März 1976 in Appenzell, dem Hauptort vom Kanton Appenzell Innerrhoden, geborene Kabarettist und Satiriker, in seiner Kabarett-Nummer »Die Grünen« sagt: «Komische Leute gibt es.», musste Herr Norbert Kümmerlin feststellen, dass es wirklich wahr ist, dass es komische Leute gibt. Herr Kümmerlin war auf Geschäftsreisen und verbrachte seinen Feierabend in einem kleinen Restaurant. Da er keine leeren Tische vorfand, setzte er sich zu einem anderen Herrn – sie tranken zusammen einen guten Wein und kamen ins Gespräch – sie boten sich gegenseitig das Du an. Robert fragte Norbert: «Siehst du die sieben Männer, die am hinteren Tisch sitzen?», und er ergänzte: «Die sind alle miteinander verwandt.» Norbert fragte – noch nichts ahnend: «Wie sind sie denn miteinander verwandt?»

 

 

Noch konnte der Geschäftsreisende, Herr Norbert Kümmerlin nicht ahnen, auf welches »Geistige Labyrinth« er sich bei seiner Fragestellung eingelassen hat.

«Die Sache ist so», begann Robert, «diese Herren heissen Alex, Beda, Cédric, David, Elmar, Fredy und Georg. Einer von ihnen ist Hotelier, der andere Ingenieur, der dritte Jurist, einer ist Orgelbauer, einer Lehrer, einer Bildhauer und einer ist der Präsident unserer Gemeinde.» Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Schluck Wein fuhr er fort: «Der Vater von Alex ist der Lehrer, der Bruder von Cédrics Vater ist der Schwiegervater von Elmars Schwester. Der Schwager von David ist der Bildhauer, der Sohn von Fredy ist der Hotelier. Der Bruder von Cédric ist der Ingenieur, und Beda ist der Onkel des Hoteliers. Der Bruder von Alex ist der Jurist. Der Vater von Fredy ist der Präsident der Gemeinde und Cédric ist der Cousin vom Hotelier. – So jetzt weisst du, wie die sieben Herren miteinander verwandt sind.»

 

Obenstehende Abbildung zeigt das »Gewöhnliche europäische Verwandtschaftssystem». Zusätzlich zu diesen Angaben kann noch festgehalten werden, dass als Schwager bzw. Schwägerin, einerseits der Ehepartner eines Bruders oder einer Schwester und auch die Geschwister eines Ehepartners bezeichnet werden.

Können Sie unserem lieben Freund Norbert helfen, die verwandtschaftlichen Beziehungen dieser Herren zu klären und – wenn schon, dann schon – den sieben Herren auch die im Gespräch erwähnten Berufe zuzuordnen?

Unsere Fragen: Wie sind die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den sieben Herren und welche Berufe üben die Herren aus?

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-21» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis ein Gutschein im Wert von CHF 18.00 ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 18.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten, in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich – beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 14. September 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A: www.prixwalo.ch
Bild B: www.job-hop-blog.de
Bild C: Wikipedia

 

 

2. Juli 2012

Hirnwurm-20 – Die Resultate

by Josef Beda

Alle vierundvierzig siebenteiligen SBB-Zugskompositionen des Typs RABDe 500 (ICN) tragen den Namen einer Schweizer Persönlichkeit. Die Namens-Schriftzüge sind am vordersten und am hintersten Wagen links und rechts, seitlich unter den Fenstern der Führerstände platziert. Sämtliche Namen der 44 Persönlichkeiten sowie die Nummer des ICN welcher den entsprechenden Namens-Schriftzug trägt, sind in einer Website aufgelistet.

 

 

Die Kommission, welche die 44 Persönlichkeiten bestimmen musste, stand wohl vor einem sehr viel grösseren Problem wie unsere Jury, welche die zu unserer im Hirnwurm-20 gestellten Frage «Welcher Name einer Persönlichkeit aus dem Bereich der Schweizer Armee könnte durchaus auch einen »Platz« auf einem der Intercity Neigezüge haben?» eingegangenen Vorschläge zu beurteilen hatte. Die Jury konnte und wollte nicht wertend beurteilen oder gar urteilen – es musste also ein unumstössliches Kriterium gefunden werden. Ganz neutral hat sie beschlossen die Rangierung der eingegangenen Namen nach Geburtsjahr der jeweiligen Persönlichkeit – nach dem Motto »je aktueller, desto mehr vorne« – vorzunehmen.

Es wurden folgende Namen eingereicht: Niclaus Rudolf von Wattenwyl, Alois Josef Fridolin Reding von Biberegg und Henri Guisan. Die vorgeschlagenen Persönlichkeiten sind in der nachstehenden Bildmontage von links nach rechts abgebildet.

 

 

Niclaus Rudolf von Wattenwyl (* 3. Januar 1760; † 10. August 1832) leistete am 5. März 1798 in der Schlacht in Neuenegg als General der Berner Truppen erfolgreich Widerstand gegen die französischen Angreifer, welche in Richtung Bern vorrückten. Während der Mediationszeit war er zweimal Landammann der Schweiz und in den beiden Jahren 1805 und 1813 General der Eidgenössischen Tagsatzung. Am 20. Oktober 1831 unterzeichnete er als letzter Schultheiss von Bern die Abschiedsproklamation der abtretenden aristokratischen Regierung.

Alois von Reding (* 6. März 1765; † 5. Februar 1818) war Vertreter der konservativen und föderalistischen gesinnten Bürger. Im Kampf gegen die französischen Truppen wurde er am 12. April 1798 zum Oberbefehlshaber des Heers der Innerschweizer Kantone – Uri, Schwyz und Unterwalden – ernannt und erlangte dadurch einen hohen Bekanntheitsgrad. Nach dem 3. Staatstreich vom 27./28. Oktober 1801 übernahmen die Föderalisten die Macht und Alois von Reding wurde zum Ersten Landammann der Helvetischen Republik ausgerufen.

Henri Guisan (* 21. Oktober 1874; † 7. April 1960) war im Zweiten Weltkrieg Oberbefehlshaber der Schweizer Armee. Nach der Rekrutenschule schlug er die Offizierskarriere ein und war ab 1932 Korpskommandant. Am 30. August 1939 wählte ihn die Vereinigte Bundesversammlung im ersten Wahlgang mit 204 von 229 gültigen Stimmen zum General der Schweizer Armee. General Guisan verstand es, den Wehrwillen der gesamten Bevölkerung unseres Landes – der Soldaten und der Zivilbevölkerung – aufzubauen, zu wahren und zu stärken.

Alle diese drei Personen haben zu ihren Zeiten mit ihrem Wirken, einem grossem Willen und mit umsichtiger Verantwortung um den Fortbestand der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit Engagement gekämpft.

Die vom Geburtstag abhängige Ordnung ergibt:
         –1. General Henri Guisan
          2. General Alois von Reding
          3. General Niclaus Rudolf von Wattenwyl

Auf unseren »Hirnwurm-20« haben wir einige Vorschläge – auf drei Namen verteilt – erhalten. Wie angekündigt musste bei mehreren auf den gleichen Namen lautenden Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerinnen bzw. die Gewinner werden von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhalten den Gutscheincode für eine Gutschrift:
im Wert von CHF 38.00 für den Namen Henri Guisan
im Wert von CHF 28.00 für den Namen Alois von Reding
im Wert von CHF 18.00 für den Namen Niclaus Rudolf von Wattenwyl

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch an der nächsten Stapel – Hirnwurm-21 bis Hirnwurm-30 -, die am Donnerstag 30. August 2012 startet, teilnehmen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: www.systemdesign.ch
Bild B: Wikipedia / Wikipedia / www.militaryphotos.net

 

 

14. Juni 2012

Hirnwurm-20

by Josef Beda

Die beiden vielleicht schönsten, sicher auch unter den interessantesten Zugskompositionen einzustufen, welche sich im Besitz der »Schweizerischen Bundesbahnen« befinden sind die fünf Züge des Typs RABe EC – einst Könige des europäischen Schienennetzes -, die allerdings in den Jahren 1995 bis 1999 ausgemustert wurden und die 44 Züge des Typs RABDe 500, welche ab 1999 in zwei Serien an die Unternehmung ausgeliefert wurden. Beide Kompositionen haben ihre ganz eigenen Qualitäten und Merkmale, beide aber sind in Form und Farbe schön, einfach edel.

Die Fotografie zeigt links den RAe TEE II 1053 und rechts einen der 44 Triebzüge RABDe 500 ICN der »Schweizerischen Bundesbahnen«.

 

 

Der RABe EC, besser bekannt als RAe TEE II, ist ein für vier Stromsysteme ausgelegter Schnelltriebwagenzug  – in der Fachsprache als »Vierstrom-Triebzug« bezeichnet -, der ab 1960 auf verschiedenen TEE-Verbindungen eingesetzt wurde. Dank der Mehrstromtauglichkeit konnte der Zug ohne die Zugmaschine zu wechseln die »Rundfahrt« Zürich – Mailand – Paris – Mailand – Zürich, welche jeweils auf drei Tage aufgeteilt war, durchlaufen.

 

Die Karte zeigt die verschiedenen Stromsysteme der grossen Eisenbahnnetze in Mitteleuropa. Blau: 15 kV / AC 16,7 Hz; Grün: 25 kV / AC 50 Hz ; Rot 1,5 kV / DC; Gelb: 3 kV / DC – die RAe TEE II bzw. RABe EC »beherrschten« sie alle!

Erstmals waren für Damen und Herren getrennte Toiletten vorhanden und die Sonneneinstrahlung durch die doppelverglasten Wagenfenster konnte mit elektrisch angetrieben Rollläden unterbunden werden. Nach der sukzessiven Einstellung des TEE-Netzes wurden die Züge umgebaut – neben den Sitzen in der ersten Klasse wurden nun auch Sitze in der zweiten Klasse angeboten -, und sie bekamen einen neuen Farbanstrich, der ihnen den Namen »Graue Maus« einbrachte.

 

Obenstehendes Foto zeigt einen der in den Jahren 1988 und 1989 mit neuer Farbgebung bemalten und umgebauten sechsteiligen Schnelltriebwagenzüge.  Aufgrund der Farben Hellgrau/Dunkelgrau wurden sie als »Graue Maus« bezeichnet.

Vier der Kompositionen wurden nach ihrer Ausmusterung abgebrochen – der Schnelltriebwagenzug RAe TEE II mit der Nummer 1053 wurde im Jahr 2003 von der »SBB Historic« umgebaut, auf Plätze erster Klasse zurückgebaut -, und er wurde wieder in den Original-TEE-Farben lackiert. Seit 2012 ist der sechsteilige Luxuszug – ein Speisewagen mit Bar, ein Pianowagen, drei Grossraumwagen und der Maschinenwagen – wieder einsatzbereit und kann von der »Stiftung Historisches Erbe der SBB« gemietet werden.

 

Der Blick in die blitzblanke Bar des Luxuszuges lädt ein, hier ein Bier, ein Glas Wein oder wenn gegeben einen Kaffee zu geniessen. Durch Anklicken des Bildes ist mehr über den mietbaren »König« zu erfahren.

Im Jahr 1987 wurde im Rahmen des Eisenbahnprojektes »Bahn 2000«, welches unter anderem die etappenweise Umsetzung zur Beschleunigung und Verdichtung der bestehenden Verbindungen zum Ziel hat, festgelegt, dass die erforderlichen Reisezeitverkürzungen ausschliesslich durch Um- und Neubauten der Gleisanlagen erreicht werden sollen. Doch wurden die Kosten für die Neubaustrecken unterschätzt, aufgrund dessen musste eine andere Lösung gefunden werden. Die SBB stellten im Jahr 1995 – erfolglos – und im Jahr 1996 Ausschreibeverfahren aus. Auf die zweite Ausschreibung hin konnten die SBB beim Konsortium ‹Adtranz, Fiat-SIG Schienenfahrzeuge AG, SWG (Schindler Waggon AG)› 24 siebenteilige Intercity Neigezüge mit der Bezeichnung RABDe 500 (ICN) in Auftrag geben. Die zweite Serie von zwanzig weiteren Triebzügen des gleichen Typs – auch gleicher Bezeichnung – wurden vom Konsortium ‹Bombardier Transportation, Alstrom› gebaut.

 

Auf obenstehendem Foto ist eine Komposition des siebenteilige Zuges mit der Bezeichnung RABDe 500 (ICN) auf der Neubaustrecke zwischen Rothrist und Mettmenstetten zu sehen.

Der Triebwagenzug verfügt über keinen eigentlichen Maschinenwagen. Je zwei Drehstrom-Asynchronmotoren sind in den beiden ersten und den beiden letzten, dem sechsten und siebten Wagen untergebracht, die GTO-Stromrichter befinden sich im zweiten und sechsten Wagen, im dritten und fünften Wagen befinden sich die Transformatoren. Es ergeben sich daraus zwei Halbzüge deren Traktionsausrüstungen weitgehend jener der Lok 2000 (Re 460) entsprechen – nur der mittlere,  vierte Wagen trägt kein Element des Antriebs. Bei Anklicken des kleinen Bildes unten ist ein Video zu sehen, auf dem bei der Durchfahrt des ICN deutlich zu erkennen ist, dass der dritte und fünfte Wagen, in denen die Transformatoren eingebaut sind, Stromabnehmer besitzen.

 

Wie es der Name Intercity Neigezug schon sagt, sind die Zugsgarnituren mit einer Neigetechnik ausgerüstet, die eine bis zu 20% höhere Geschwindigkeit gegenüber den nicht mit dieser Technik ausgestatteten Zügen erlaubt. In Kurven ermittelt die elektronisch geregelte Neigetechnik aufgrund der von Kreisel und Beschleunigungssensoren erfassten Daten den optimalen Neigungswinkel des Wagenkastens gegenüber den Radachsen. Dieser Neigewinkel muss dann auch an die Steuereinheit zwischen Wagenkasten und Stromabnehmer – in entgegengesetzter Richtung – übermittelt werden.

 

In Kurven neigt sich der Zug gegenüber der von den Schienen aufgespannten Ebene bis zu 8° – entsprechend diesem Neigewinkel muss sich ebenfalls der Stromabnehmer – allerdings in entgegengesetzter Richtung – neigen.

Ein weiteres Merkmal dieser Züge ist, dass alle einen Namen einer Schweizer Persönlichkeit tragen. Vertreten sind beispielsweise Philosophen, Architekten, Schriftsteller, Bildhauer, Schauspieler, Clowns, Politiker, Wissenschaftler und Pioniere:

ICN 500 006 → Johanna Spyri (Jugendschriftstellerin)
ICN 500 007 → Albert Einstein (Physiker)
ICN 500 009 → Friedrich Dürrenmatt (Schriftsteller)
ICN 500 010 → Robert Walser (Schriftsteller)
ICN 500 017 → Willi Ritschard (Politiker)
ICN 500 029 → Eduard Spelterini (Pionier)
ICN 500 031 → Louis Favre (Ingenieur)
ICN 500 037 → Grock (Clown)

Die vierundvierzig siebenteiligen ICN tragen alle den Namen einer Schweizer Persönlichkeit. Die Schriftzüge sind am vordersten und hintersten Wagen beidseitig unter den Seitenfenstern der Führerstände angebracht. 

 

 

Und etwas fällt dann doch auf – keine der 44 ICN-Kompositionen trägt den Namen einer Persönlichkeit aus dem Bereich der Schweizer Armee – dabei hätte es – nmA – sicher die einte oder andere Persönlichkeit verdient.

Unsere Frage lautet: «Welcher Name einer Persönlichkeit aus dem Bereich der Schweizer Armee könnte durchaus auch einen »Platz« auf einem der Intercity Neigezüge haben?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-20» – der letzten Ausgabe dieser Serie – können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Vorschläge können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Die Einsendungen werden von einer neutral-zusammengesetzten Jury – ohne den Absender zu kennen – beurteilt und rangiert. Für den ersten Rang winkt ein Gutschein in der Höhe von CHF 38.00, für den zweiten Rang ist ein Gutschein von CHF 28.00 vorgesehen und für den drittplatzierten ist ein Gutschein im Wert von CHF 18.00 vorbereitet. Bei mehreren gleichrangierten (gleichlautenden) Vorschlägen, werden die Preise – eine gesponserte Ausnahme – ausgelost.
Die Gewinner werden von uns per e-mail benachrichtigt und den jeweiligen Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden. Der Betrag wird dann vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung der Gutscheine ist nicht möglich, beim Gebrauch verfallen die allfälligen Restbeträge.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 29. Juni 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: www.flickr.com
Bild D: www.sbbhistoric.ch
Bild E: Wikipedia
Bild F: www.youtube.com
Bild G: www.photosrail.ch
Bild H: www.photosrail.ch

 

 

12. Juni 2012

Hirnwurm-19 – Die Lösung

by Josef Beda

Die Kompositionen von Frédéric Françoise Chopin, der am 22. Februar 1810 ¹) geboren wurde, sind vor allem für Klavier geschrieben – in einigen wenigen Werken sind auch die musikalischen Anleitungen für ein Violoncello vorhanden. Das Repertoire reicht von Polonaisen, Mazurken und Walzer – allesamt nicht zum Tanzen geeignet, sondern für konzertante Vorträge komponiert – über Etüden, Nocturnes, Préludes, Balladen und Scherzi bis hin zu Impromptus und Sonaten. In vielen Werken des Komponisten, an denen er oft jahrelang gearbeitet hatte, sind die Merkmale und die Einflüsse der polnischen Volkstänze und Volkslieder spürbar zu erkennen und zu hören.

 

Obenstehende Fotografie – sie gilt als einzige des Pianisten und Komponisten Frédéric Chopin –  zeigt ihn im Jahr seines Todes, 1849. ¹) Die Angabe in der Geburtsurkunde von Frédéric Chopin lautet auf den 22. Februar 1810 – es existieren jedoch auch andere Angaben.

Der, wahrscheinlich an Tuberkosose, im Alter von gerademal 39 Jahren in seiner Wohnung am 17. Oktober 1849 in Paris verstorbene Künstler wurde auf dem »Cimetère du Père Lachaise«, dem grössten Friedhof von Paris und wohl dem berühmtesten der Welt, begraben – sein Herz jedoch wurde ihm gemäss seines Wunsches entnommen und in der Heiligkreuzkirche in Warschau beigesetzt.

 

In einer Säule der Heiligkreuzkirche in Warschau wird das Herz des polnischen Nationalkomponisten Frédéric François Chopin aufbewahrt. Auf dem Erinnerungsmal des Komponisten ist der Satz «Wo Dein Schatz, da ist auch Dein Herz» zu lesen. Die im Barockstil gebaute Kirche zählt zu den wichtigsten Gotteshäuser Warschaus in der sich auch die grösste Orgel der Stadt befindet.

Zu Ehren von Frédéric Chopin wurden in Warschau, in seinem Geburtsort Zelazowa Wola sowie in München und Wien Denkmäler gesetzt und der Internationale Flughafen in Warschau ist nach seinem Namen benannt.

Die richtige Antwort auf unsere am 31. Mai im Hirnwurm-19 gestellte Frage lautet: Der Künstler, Pianist und Komponist aus Warschau heisst Frédéric François Chopin.

Auf unseren »Hirnwurm-19« haben wir einige richtige und keine falschen Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 18.00 auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-20« – dem letzten dieser 2. Serie -, der am nächsten Donnerstag, 14. Juni  erscheinen wird, mitmachen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia

 

 

31. Mai 2012

Hirnwurm-19

by Josef Beda

Der in Żelazowa Wola – einer Gemeinde, die damals zum Herzogtum Warschau gehörte – geborene Knabe wuchs zusammen mit seinen Eltern – ein Franzose und einer Polin -, einer älteren und zwei jüngeren Schwestern in Warschau auf. Er wurde von seiner Mutter und von seiner älteren Schwester an das Klavierspielen herangeführt und genoss in den Jahren 1816 bis 1822 eine Ausbildung beim tschechischen Pianisten und Violinisten Vojtěch Živný. Bereits im Alter von sieben Jahren komponierte der begabte Junge Klavierkompositionen und im Jahr 1818 – im Alter von acht Jahren – debütierte er an einer Wohltätigkeitsveranstaltung mit einem Klavierkonzert von Adalbert Gyrowetz (* 19. Februar 1763 in Budweis, Böhmen; † 18. März 1850 in Wien) – ab dann spielte der junge Musiker in den Salons des polnischen Hochadels.

 

In diesem Haus wurde der Junge geboren. Heute ist es ein Museum und ist die Hauptattraktion des kleinen von Warschau 50 Kilometer in westliche Richtung entfernten Dorfes mit dem Namen Żelazowa Wola.

Ab 1822 nahm der Pianist und Komponist bei Joseph Anton Franz Elsner Privatunterricht in Musiktheorie und Komposition, besuchte das »Königlich-Preussische Lyzeum zu Warschau« studierte danach am Konservatorium, besuchte nebenher Vorlesungen an der Universität und schloss sein Studium im Jahr 1829 mit der von Elsner geschriebenen Beurteilung: «Besondere Begabung, musikalisches Genie» ab.

 

Die obenstehende Abbildung zeigt das in Warschau stehende Denkmal des Musikgenies. Es wurde am 27. November 1926 feierlich enthüllt. Die Einzelteile wurden in Frankreich gefertigt und nach Polen gebracht, wo sie im Lazienki-Park an Ort und Stelle miteinander verbundenen wurden. Am 31. Mai 1940 sprengten die Deutschen das Denkmal und schnitten danach die einzelnen Bruchstücke in kleinere Teile, die anschliessend in den Westen gebracht wurden. Am 17. Oktober 1946 feierten die Polen den sich sehr schwer umzusetzenden Wiederaufbau des Denkmals.

Der Pianist aus Warschau hielt sich in den Jahren 1829 bis 1831 abwechselnd in seinem Wohnort, in Wien und Paris auf. Zum ersten Mal verliess er Ende 1830 für längere Zeit sein Heimatland Polen und reiste zuerst nach Wien und ein halbes Jahr später übersiedelte er nach Paris, wo er bereits bestens bekannt war. Der Komponist, von dem nur eine einzige Fotografie vorhanden sein soll, gilt als bedeutendste Persönlichkeit in der polnischen Musikgeschichte und war einer der populärsten und auch einflussreichsten Pianisten und Klavierkomponisten des 19. Jahrhunderts.

Unsere Frage lautet: «Wie heisst der Pianist und Komponist, der in Polen geboren wurde, den längsten Teil seines Berufslebens jedoch in Paris verbrachte?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-19» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis – eine gesponserte Ausnahme – ein Gutschein im Wert von CHF 18.00 ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 18.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich, beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 8. Juni 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia

 

 

29. Mai 2012

Hirnwurm-18 – Die Lösung

by Josef Beda

Aus der Beschreibung des »Töggeli-Turniers« und dem vom Wirt und seinem Freund festgelegten Spielmodus können wir folgendes festhalten:

Es gab zwei Gruppen, eine mit stärkeren Spielern und eine mit schwächeren Spielern, wobei jene mit den stärkeren Spielern die grössere der beiden war. In jeder Gruppe mussten sich mindestens zwei Teilnehmer angemeldet haben, ansonsten die Spiele so nicht hätten geplant werden können. Das Turnier bestand aus drei Anlässen, an denen in jeder Gruppe jeweils nach dem Motto »Jeder gegen Jeden« gespielt wurde. An jedem der drei Anlässe fanden 27 Spiele, deren Anzahl wir nun als s bezeichnen wollen, statt. Das heisst in beiden Gruppen zusammen waren jeweils 27 Begegnungen – Duelle – zu zählen. Bezeichnen wir weiter die Anzahl Teilnehmer der stärkeren Gruppe mit a, die Anzahl Spiele in dieser Gruppe mit sa, die Anzahl Teilnehmer der schwächeren Gruppe mit b und die Anzahl Spiele in dieser Gruppe mit sb, die Gesamtzahl der Teilnehmer mit t und halten zudem fest, dass alle Werte ganzzahlig und positiv sein müssen, dann können wir die Voraussetzungen wie folgt schreiben:

a, b, t, sa, sb ∈ ℕ

a > b

a ≥ 2

b ≥ 2

s = sa + sb = 27

t = a + b

Die Begegnugen (Jeder gegen Jeden) in den beiden Gruppe lassen sich berechnen nach:

sa = ½ [a (a – 1)]

sb = ½ [b (b – 1)]

Es folgt daraus:

½ [a (a – 1)] + ½ [b (b – 1)] = 27

 

Es gibt nun verschiedene Methoden die Teilnehmerzahlen zu bestimmen. Beschränken wir uns auf die beiden Methoden »Probieren« und »Funktion«.

Für das »Probieren« erstellen wir eine Tabelle – wie nachstehend aufgebaut – und setzen für die Teilnehmerzahl a einfach einige »vernünftige« Werte ein, rechnen die Anzahl Spiele sa aus, schauen wie viele Spiele sb es dann noch sein müssten, um im Ganzen auf 27 Spiele zu kommen und suchen einen ganzzahligen positiven Wert für b, welcher für das jeweilige errechnete sb der Gleichung sb = ½ [b (b – 1)] genügt.

  

 

Wir stellen fest, dass die Analyse nur dann Erfolg hat, wenn entweder a = 4 (dann ist b = 7) oder a = 7 (dann ist b = 4) ist. Weil wir wissen, dass a grösser als  b ist, folgt sofort, dass a = 7 und b = 4 und somit t = 11 ist.

 

Bei der nächsten Methode versuchen wir eine Funktion der Form y = f(x) zu finden. Um eine solche Beziehung zu konstruieren müssen wir die bereits bekannte Gleichung etwas umstellen.

 ½ [a (a – 1)] + ½ [b (b – 1)] = 27

Mit der Zahl 2 multipliziert folgt:

a (a – 1) + b (b – 1) = 54

Wir legen fest, dass a = f(b) sein soll und setzen eine Quadratische Gleichung in a auf:

a² – a + b (b – 1) = 54

oder:

a² – a + b (b – 1) – 54 = 0

Die Normalform der Quadratischen Gleichung lautet:

x²  + px + q = 0

Wenn wir x = a setzen:

a² + pa + q = 0

In unserem Fall sind:

p = – 1

q = b (b – 1) – 54

Die Lösungsformel der Normalform einer Quadratischen Gleichung lautet:

x1,2  = – ½ p ± √ [(½ p)² – q]

Mit der Festlegung, dass x = a und durch Einsetzen unserer p und q folgt:

a1,2 = ½ ± √ [¼ – (b (b – 1) – 54)]

Und weil wir nur positive a suchen, erhalten wir:

 a = ½ + √ [¼ – (b (b – 1) – 54)]

Die Funktionsgleichung lautet demnach:

a = f(b) = ½ + √ [¼ – (b (b – 1) – 54)]

Das Ausrechnen überlassen wir dem Computer indem wir eine Excel-Tabelle mit zwei Spalten erstellen. In der ersten Spalte geben wir einige Werte für b, die in diesem Fall nur ganzzahlig und positiv und zudem grösser oder mindstens gleich 2 sein müssen, ein und in der zweiten Spalte die Excel-Formel:

0.5+WURZEL(0.25-({Wert der Spalte 1}*({Wert der Spalte 1}-1)-54))

Wir erhalten dann nachstehende Tabelle:

 

Wir erkennen, dass es nur zwei Lösungen in der Menge der natürlichen Zahlen gibt, nämlich für b = 4 (dann ist a = 7) und für b =7 (dann ist a = 4). Weil wir wissen, dass a > b ist, folgt: a = 7, b = 4 und rechnen, dass t = a + b = 11 ist.

 

«Heureka», das rief auch Archimedes von Syrakus, als er beim Baden auf die Lösung für die vom Herrscher Hieron II. gestellte Aufgabe, festzustellen, ob dessen Krone aus purem Gold sei oder nicht – ohne diese jedoch zu beschädigen – stiess.

Die richtige Antwort auf unsere am 10. Mai im Hirnwurm-18 gestellten Fragen lauten: Für das »Töggeli-Turnier« haben sich insgesamt 11 Teilnehmer angemeldet – wovon 7 in die stärkere Gruppe und 4 in die schwächere Gruppe.

Auf unseren »Hirnwurm-18« haben wir einige richtige und auch falsche Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 50.00 (Sponsor-Betrag) auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-19«, der am nächsten Donnerstag, 31. Mai erscheinen wird, mitmachen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: buchplanet.ch; JBS
Bild B: buchplanet.ch; JBS
Bild C: Wikipedia

 

 

10. Mai 2012

Hirnwurm-18

by Josef Beda

In einem kleinen Restaurant organisierte der Wirt zusammen mit einem Freund ein kleines »Töggeli-Turnier«. Um nicht sehr schwache gegen sehr starke Spieler gegeneinander antreten zu lassen, konnten sich die Personen in eine der zwei unterschiedlichen Gruppen anmelden. Erfreulicherweise stellte sich heraus, dass in der »stärkeren Gruppe« mehr Spieler mitmachen werden. Die Spiele der beiden Gruppen sollten jedoch gleichzeitig stattfinden – dazu mietete das Organisations-Team einen zweiten Tischfussball-Kasten, denn einer stand schon seit längerer Zeit im Lokal.

 

 

Obenstehendes Bild zeigt einen »Töggeli-Kasten« der gehoberen Klasse – einen Original Garlando Deluxe – wie sie zum Beispiel bei Markus Keel – bärenherz – in Degersheim gemietet werden können.

Den Spielmodus legten der Wirt und sein Freund so fest, dass jeder Spieler in seiner Gruppe jeweils auf der Basis »Jeder gegen Jeden« spielen konnte und zwar nicht nur in einer, sondern in jeweils drei Begegnungen. Die Spiele sollten am Freitagabend, am Samstagabend und am Sonntagnachmittag stattfinden. Sie erstellten aufgrund dieser Wahl für beide Gruppen einen Ablauf-Plan und zählten, um ein Zeitraster zu erhalten, die Spiele in jeder Gruppe und ermittelten, dass an jedem der drei Anlässe insgesamt 27 Spiele stattfinden werden.

 

An drei aufeinanderfolgenden Anlässen spielen die Teilnehmer des »Töggeli-Turniers« in der jeweiligen Gruppe nach dem Motto »Jeder gegen Jeden« in drei »Duellen«.

Ein Gast, der den beiden bei den Vorbereitungen über die Schultern geguckt hat, also den Spielmodus kannte und sich – allerdings nur – die Gesamtzahl der Spiele merken konnte, fragte: «Wie viele Teilnehmer haben sich angemeldet?» Der Wirt antwortete: «Mit deinem Wissen und Können kannst du dies selber herausfinden und dir durch die richtige Antwort ein Freibier verdienen.» Natürlich fand der Gast heraus wieviele Spieler sich angemeldet haben.

Unsere Fragen lauten: «Wie viele Spieler haben sich insgesamt angemeldet und aus wie vielen Spielern bestand die »stärkere Gruppe«?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-18» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis – eine gesponserte Ausnahme – ein Gutschein im Wert von CHF 50.00 ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 50.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich, beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 25. Mai 2012

 

 

7. Mai 2012

Hirnwurm-17 – Die Lösung

by Josef Beda

Nebst dem Patent für sein erfundenes Instrument, welches den Namen, zusammengesetzt aus seinem Nachnamen und eigentlich unrichtigerweise aus der Bezeichnung eines Repräsentanten der Luftklinger trägt, hat Laurens Hammond in seinem Leben 109 weitere Patente erlangt. Laurens Hammond wurde am 11. Januar 1895 geboren und ist am 3. Juli 1973 gestorben. Eine seiner Erfindung war die Hammond-Orgel, die eben keine Orgel, sondern ein elektromechanisches Instrument ist. In seiner Kindheit und frühen Jugend – 1898 bis 1909 – lebte er mit seiner Familie in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Nach seiner Rücksiedlung in die USA studierte Hammond an der Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) und arbeitete nach seinem Abschluss für die »Gray Motor Company« in Detroit. Sein erstes Patent brachte ihm eine Menge Geld ein, was ihm ermöglichte sich selbstständig zu machen und privat weiter zu forschen, zu entwickeln und zu erfinden.

Die nachstehende Fotografie zeigt eine Hammond-Orgel des Typs C3 MKZ. Der Aufbau der Bedienungselemente gleicht dem eines Spieltisches einer Orgel. Klar zu erkennen sind die beiden Manuale und das Pedal sowie die Zugriegel. 

 

Der zweite Teil des Namens des von ihm erfundenen Instrumentes – Orgel – ist damit zu erklären, dass der Aufbau und die Anordnung der Bedienungsteile zur Steuerung der Tonerzeugung dem Spieltisch einer Orgel, wie sie in Kirchen, Konzertsälen und in kleineren Ausführungen auch in Privathäusern anzutreffen sind, sehr ähnlich kommt. Jede Hammond-Orgel ist mit zwei Manualen und einem Pedal sowie Zugriegeln und oftmals mit Presets und weiteren Zusatzeinheiten ausgerüstet. Die Hammond-Orgel war ursprünglich für den Ersatz der sehr viel teureren Orgeln gedacht – doch diese vermochte sie nicht zu verdrängen.
Das elektromechanische Instrument wurde schnell in der Unterhaltungsmusik eingesetzt und breitete sich in verschiedenen Musikrichtungen wie Rock, Blues, Soul und Funk vor allem aber im Jazz aus. Der unverwechselbare Klang der Hammond-Orgel wird seit den 1960er Jahren in Verbindung mit dem Leslie-Lautsprechersystem unterstützt.

Das elementare Merkmal eines Leslie-Lautsprechersystems ist, dass die einzelnen Lautsprecher rotieren. Bedingt durch den Doppler-Effekt wird ein gleicher Ton tiefer, wenn sich der Lautsprecher durch die Drehung vom Zuhörer entfernt und höher, wenn sich der Lautsprecher dem Zuhörer nähert. [Also das ist so, wie wenn ein Auto an einem vorbeifährt: Wenn es sich dem ruhenden Beobachter nähert ist der Ton hoch, im Moment des Gleichstandes ist der Original-Ton zu hören und wenn sich das Auto vom Beobachtungspunkt entfernt, wird der Ton tiefer.] Nachstehende Abbildung zeigt eine Leslie-Box, in der nicht nur Lautsprecher, sondern auch Motoren eingebaut sind.

 

 

Die Tonerzeugung der Hammond-Orgel basiert auf dem Prinzip, dass durch die Veränderung des magnetischen Flusses in einer Spule mit Magnetkern eine Wechselspannung induziert wird. Im System der Hammond-Orgel werden diese Veränderungen durch die von einem Elektromotor über Wellen angetriebenen mit unterschiedlichen Einbuchtungen an den Rändern versehenen Scheiben – Tonräder -, die vor den einzelnen Spulen drehen, vorgenommen. Diese, im Bereich von einigen Millivolt liegenden, beinahe sinusförmigen Signale werden geglättet und durch die einzelnen Bedienungsorgane geleitet. Am Ende der durch den Spieler bestimmten Verarbeitungskette werden die Signale verstärkt und einem Lautsprecher zugefügt.

Zum untenstehenden Bild: In einer Hammond-Orgel sind auf verschiedenen Wellen, die ihrerseits unterschiedlich übersetzt sind, Tonräder montiert. Die einzelnen Tonräder bilden mit einer Spule, die in der Mitte einen Magnetkern aufweist, eine Einheit. Infolge der verschiedenen Drehzahlen und der unterschiedlichen Zähnezahl der Tonräder wird der Magnetfluss in jeder Einheit individuell verändert. Durch die Veränderung des magnetischen Flusses wird eine kleine, beinahe sinusförmige Spannung erzeugt. Dieses Signal wird durch die vom Spieler gewählten Wege zu einem Verstärker geleitet, der das jeweilige Signal verstärkt an einen Lautsprecher weitergibt.

 

 

Zwar wird die Hammond-Orgel auch heute noch in verschiedenen Bands eingesetzt, doch ihre grösste Popularität hatte sie in den 1960er und 1970er Jahren. Die britische Rockband »Procol Harum« verdankt ihren Durchbruch im Jahr 1967 und ihre Bekanntheit im Wesentlichen dem an Johann Sebastian Bach orientierten Hammond-Orgel-Spiel im Song »A Whiter Shade of Pale«, welches damals von Matthew Fisher – einem der Mitgründer der Band – gespielt wurde.

  

 

Obenstehende Abbildung zeigt die Rock-Band »Procol Harum« in ihrer heutigen Zusammensetzung. Die Gruppe wurde im Jahr 1967 mit ihrem Lied »A Whiter Shade of Pale«, welches damals Matthew Fisher – einer der Mitbegründer der Band – auf der Hammond-Orgel begleitete, erfolgreich und bekannt. [Um den Song zu hören, einfach auf das Bild klicken. Gut zu erkennen – in Ton und Bild – ist das Spiel auf der Hammond-Orgel.]

Die richtige Antwort auf unsere am 26. April im Hirnwurm-17 gestellte Frage lautet: Das Musikinstrument, dessen Namen sich aus dem Namen des Erfinders und – genau genommen unrichtigerweise – aus einem Vertreter der Luftklinger zusammensetzt heisst Hammond-Orgel.

Auf unseren »Hirnwurm-17« haben wir einige richtige und keine falsche Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 18.00 auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-18«, der am nächsten Donnerstag, 10. Mai erscheinen wird, mitmachen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B:
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia