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Archiv vom ‘Diverses’

8. Mai 2017

Weisheit für den Westen

by Julia S.

Es wird immer dringlicher, dass wir das geistige und spirituelle Leben als die eigentliche stabile Grundlage für das Erlangen von wahrhaftem Glück und Frieden erkennen. Ich denke, dass diese Weisheit mit allen Religionen kompatibel ist. Im Buch von Dieter Glogowski NEPAL, der drei Jahre in Nepal unterwegs war, sind haufenweise ähnlicher Weisheiten beschrieben. Von nepalesischen und tibetischen spirituellen Führern werden die Traditionen in der Meditation an die jüngere Generation weitergegeben und an Reisende aus aller Welt, die mehr vom Leben wissen wollen, als unsere Schulweisheit uns je mitgeben könnte. Mönche in roten Roben, gemurmelte Mantras, tanzende Schatten im Schein der Butterlampen, sakrale Heiterkeit. „Wozu dienen die sieben Wasserschalen auf dem Schrein?“ „Das ist eine Achtsamkeitsübung, einfach und leicht. Du füllst die Schalen jeden Morgen mit Wasser und schüttest sie jeden Abend vor dem Schlafengehen wieder aus. Eine Art Mediation – der Weg zur Achtsamkeit.“ „Das klingt einfach,“ gab ich ihm zurück. Lama Zewang schmunzelte und schwieg. Später Zuhause, als Geschenk die sieben Schalen mitgebracht, gelang es mir erst nach zwei Wochen, mit dem Ritual zu beginnen. Am Morgen die Schalen mit Wasser auffüllen, am Abend die Schalen zu leeren. Abgelenkt von Telefonaten, Emails und anderen Terminen kam ich nicht zu meiner Achtsamkeits-Meditation. Einfach? Ich musste lachen und erinnerte mich an die Worte von Dilgo Khyentse Rinpoche: „Arbeit ist die Faulheit des Westens.“ Darüber lohnt es sich zu sinnieren! Was wir abtun als spirituellen Kram um uns in freudiges Burnout zu stürzen verwundert mich. Interessant, dass wir nach so vielen Jahrhunderten noch nicht diese Weisheiten für uns entdeckt haben. Wir lesen sie, widmen uns aber wieder unseren anerzogenen Gesellschaftsschemen und nichts verändert sich.

Einer der Hauptgründe, warum wir soviel Angst haben, uns dem Tod zu stellen, liegt darin, dass wir die Wahrheit der Vergänglichkeit ignorieren. Für uns ist Wandel gleichbedeutend mit Verlust und Leid. Und wenn sich Veränderung einstellt, versuchen wir, uns so gut wie möglich zu betäuben. Stur und ohne nachzufragen halten wir an der Annahme fest, dass Dauerhaftigkeit Sicherheit verleiht, Vergänglichkeit hingegen nicht. (Sogyal Rinpoche). Was nützt es uns, zum Mond reisen zu können, wenn es uns nicht gelingt, den Abgrund zu überwinden, der uns von uns selbst trennt? (Thomas Merton). 

 

25. Februar 2017

Wettbewerb zum World Bookmark Day

by Sara Grob

Wir gratulieren allen Lesezeichen-Nutzern und –Sammlern herzlich zum ersten weltweiten Lesezeichen-Tag. Diesen Tag möchten wir mit einem kleinen Wettbewerb feiern und hoffen auf zahlreiche Teilnahme.

Wettbewerbsaufgabe

Reiche uns dein kreatives Erzeugnis (Foto, Gedicht, Zeichnung, Collage, Geschichte,…) zum Thema «Lesezeichen» ein. Der Umfang sollte nicht grösser als eine A4-Seite sein.

Wie funktioniert der Wettbewerb:

  1. Sende ein E-Mail an info@buchplanet.ch mit dem Betreff «WOBODA Wettbewerb», deinen Kontaktangaben und natürlich deinem kreativen Erzeugnis im Anhang. Das E-Mail muss spätestens am Sonntag, 5. März 2017, um 23:55 Uhr bei uns eintreffen.
  2. Die Wettbewerbseingänge erhalten in der Reihenfolge ihres Eintreffens bei uns eine Nummer.
  3. Mit numbergenerator.org werden wir den Sieger küren.
  4. Die Teilnehmenden werden per E-Mail über das Ergebnis des Wettbewerbs benachrichtigt.
  5. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhält von uns einen Gutschein für die nächste Bestellung bei buchplanet.ch im Wert von CHF 10.00 (Gutschein gilt auf den Warenwert, exklusiv Verpackungs- und Versandkosten, gültig ein Jahr, ohne Mindestbestellwert)

Teilnahmebedingungen

Durch die Annahme dieser Bedingungen und die Teilnahme am Wettbewerb bestätigen die Teilnehmer, dass das eingesandte Bildmaterial keine Rechte Dritter (insbesondere keine Immaterialgüter- und Persönlichkeitsrechte) verletzt. Sollte das Bildmaterial Rechte Dritter verletzen und buchplanet.ch (oder deren Vertreter) somit einen Schaden zufügen, so kann buchplanet.ch Regressansprüche geltend machen.

Alle Beiträge müssen buchplanet.ch per E-Mail gesendet werden. Unverlangt per Post geschickte Beiträge werden nicht zurückgeschickt. Über diesen Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.

Der Gewinn kann nicht bar ausbezahlt werden.

Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass die Wettbewerbsbeitrge auf www.buchplanet.ch sowie auf der Facebookseite / Twitter und im Blog von buchplanet.ch veröffentlich werden dürfen.

Preise

Der Gewinner erhält um die 100 Lesezeichen, gesponsert von http://www.ifobookmarks.org/

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten einen CHF 10.00-Gutschein für die nächste Bestellung bei buchplanet.ch (Gutschein gilt auf den Warenwert, exklusiv Verpackungs- und Versandkosten, gültig ein Jahr, ohne Mindestbestellwert)

5. Dezember 2016

Gefundenes – Panzerauslese!

by Julia S.

Panzerfreunde aufgepasst! Tja, was man (auf) unserem Buchplanet.ch nicht alles finden kann… ein *Schwupps* in die Vergangenheit zu aufregenden Maschinen… in diesem Taschenbuch werden mit 77 Skizzen und 164 Lichtbildern von Dr. F. v. Senger u. Etterlin gezeigt welche Panzer es zur Zeit von 1943-1954 gegeben hat.

11 22

33

Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Sowjetunion und die USA sind aufgelistet

 

44

Der Jagdpanzer, Porsche-Tiger „Elefant“

55

Panzerwagen Sterv und Sturmpanzer aus Schweden

 

66

Selbstfahrlafetten; 24cm Haubitze SF (KING KONG) auf gepanzertem Sattelschleppzug und Zwillingsflak aus den USA

 

88

Tabellenerklärung

77

Fahrzeugsdatenübersicht von Grossbritannien

 

21. November 2016

Schon wieder ein Juhubiläääum…

by Julia S.

Zu Deinem 300. Blogeintrag am 22. November Gabriel Weber – HERZLICHE GRATULATION – (ich denke mal – es grüssen dich deine begeisterten Leser) und natürlich dein komplettes buchplanet-team!!!

img_0003Wir hoffen auf weitere 300 prächtig formulierte Blogs von dir, viiielen herzlichen Dank für dein Engagement der bisherigen 300 Stück (hihi man kann es gar nicht oft genug sagen, gell! 🙂

17. Oktober 2016

Zum Geburtstagsjuhubiläum…

by Julia S.

…vom Blogkunstwerkschrieber Gabriel Weber…

17-10-fuer-15-10-gw

20. Januar 2015

Lückenfüller

by Sara Grob

Unser Blogschreiber ist momentan abwesend und ich habe leider keine Zeit für einen Blogeintrag. Im Blog ETHeritage bin ich auf einen spannenden Blogeintrag gestossen, den ich unseren Bloglesern als Lückenfüller empfehle. Der Blogeintrag klärt darüber auf warum Rebblätter vor 120 Jahren wichtige Beweisstücke in einem Gerichtsprozess waren. Lesenswert! Den Blogeintrag finden Sie hier.

5. Juni 2014

Difunta Correa, Argentinien

by Sara Grob

REISEERINNERUNG VON SARA GROB

Dies ist der vierte und (vorerste) letzte Bericht meiner Argentinienreise. Passenderweise hat eine Mitarbeiterin von buchplanet.ch diesen Beitrag in die spanische Sprache übersetzt (die Übersetzung finden Sie ganz am Ende des Textes). Herzlichen Dank!

Sagen, Legenden, Mythen und Märchen haben seit jeher eine Faszination auf mich ausgeübt. Wenn die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt, bleibt immer noch Raum für die eigene Interpretation.

Ich möchte Ihnen hier die Geschichte von Maria Antonia Deolinda y Correa erzählen.  Im Jahre 1841 herrschte in Argentinien Bürgerkrieg.  Maria Antonia Deolinda y Correa und ihr Mann waren glücklich zusammen, vor kurzem waren die beiden Eltern geworden. Doch dann wurde ihr Mann von spanischen Soldaten verschleppt. Sie verzweifelte schier, sie vermisste ihren Mann doch so und war sehr in Sorge. Also machte sie sich mit dem Baby auf den Weg ihn zu suchen. Sie marschierte durch die trockene Gegend in der Provinz Juan. Einige Tage später fanden Gauchos (argentinische Kuhhirten) ihre Leiche am Fusse eines Hügels in der Wüste. Das Baby, welches an ihrer Brust lag, lebte jedoch noch. Es ernährte sich mehrere Tage von der Muttermilch, die trotz dem Tode der Mutter nicht versiegte.
Die Gauchos begruben Deolinda Correa auf dem Hügel, nahmen das Baby mit sich und verbreiteten die Kunde über dieses Wunder im ganzen Land.

Leider verschweigt uns die Legende was aus dem Baby geworden ist. In meiner Fantasie wurde das Baby von liebenden Pflegeeltern aufgezogen und hat später selbst eine Familie gegründet. Die Nachfahren der Difunta Correa leben noch immer in Argentinien und besuchen regelmässig ihren Schrein, ohne zu wissen, dass sie mit ihr verwandt sind.

„Ihren Schrein?“, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Die Difunta Correa ist so was wie eine Volksheilige von Argentinien. Sie war eine treue Frau, die ihrem geliebten Manne folgte und sie opferte sich für ihr Kind und seine Zukunft auf: das ideale Frauenbild in einem katholischen Land. Der Ort ihres Grabes in Vallecito (Provinz San Juan) wurde zu einem Wallfahrtsort. Die Verehrung der Difunta Correa ist ohne kirchliche Anerkennung.

Auf einem Hügel befinden sich mehrere Kapellen für Difunta Correa, 70 Treppenstufen führen zu den Kapellen. Manche Gläubige robben die Treppenstufen auf Knien hoch. Wie Sie auf dem Foto sehen können, sind die Treppenstufen mit einem Dach gedeckt. Das Dach ist bedeckt mit Auto- und Töffnummern und vielen roten Bändel. Die Treppe ist gesäumt von selbstgebastelten Miniaturhäusern, die  mit Danksagungen für Difunta Correas Schutz bepinselt sind.

Ich habe mir sagen lassen, dass die Difunta Correa „Cobradora“ (aus dem Spanischen, cobradora = die Kassiererin) sei. Sie kassiert für ihre Dienste. Wenn man um ihren Schutz bittet oder sonst einen Wunsch an sie richtet, sollte man ihr auch eine Bezahlung versprechen. Zum Beispiel bitten viele junge Damen um einen Heiratskandidaten. Sie versprechen der Difunta, dass sie ihr das Hochzeitskleid spenden werden wenn sie endlich verheiratet sind.

In Vallecito steht aber nicht der einzige Schrein für Difunta Correa. Im ganzen Land finden sich Gedenkstätten, die der Difunta Correa gewidmet sind. Da Difunta Correa ja verdurstet ist legt man an diesen Plätzen (zum Beispiel auf Passstrassen) mit Wasser gefüllte Pet-Flaschen nieder. Kein Mensch sollte mehr verdursten müssen. (Sollten Sie also einmal orientierungslos in der argentinischen Wüste herumirren, bitten Sie Difunta Correa um ihren Schutz und hoffen Sie, dass Sie bald eine Gedenkstätte für sie entdecken. Und wenn Sie das dringende Bedürfnis nach einer Zigarette verspüren, dann hoffen Sie auf einen Schrein, der Gauchito Gil gewidmet ist, denn dort legt man traditionellerweise Zigaretten, Coca-Blätter und Wein nieder.  Gauchito Gil ist ebenfalls ein Volksheiliger in Argentinien)

Die Difunta Correa gilt als Schutzheilige der Reisenden. Deshalb habe ich ihr natürlich auch etwas Kleines geopfert. Sie hat ihr Versprechen gehalten und dafür gesorgt, dass wir wohlbehalten wieder zurück in die Schweiz kamen.

 

Schrein an einer Passstrasse

Schrein an einer Passstrasse

 

Schrein an einer Landstrasse mit sehr vielen Pet-Flaschen

Schrein an einer Landstrasse mit sehr vielen Pet-Flaschen

 

Pet-Flaschen mit einer Dankestafel

Pet-Flaschen mit einer Dankestafel

 

Am Wallfahrtsort in Vallecito

Am Wallfahrtsort in Vallecito

 

Miniaturhäuser für Difunta Correa in Vallecito

Miniaturhäuser für Difunta Correa in Vallecito

 

Autonummern und rote Bändeli in Vallecito

Autonummern und rote Bändeli in Vallecito

 

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21. Mai 2014

Museo Rocsen in Nono, Argentinien

by Sara Grob

REISEERINNERUNG VON SARA GROB

Dies ist der dritte Bericht meiner Argentinienreise. Passenderweise hat eine Mitarbeiterin von buchplanet.ch diesen Beitrag in die spanische Sprache übersetzt (die Übersetzung finden Sie ganz am Ende des Textes). Herzlichen Dank!

Wer mich einmal in meiner Wohnung besucht hat der weiss, dass ich eine begnadete Sammlerin von allen möglichen und unmöglichen Gegenständen bin. Ich habe diverse Sammlungen: alte Bilderbücher mit wunderschönen Illustrationen, Paperweights / Briefbeschwerer, alte und neue Postkarten, schönes Geschirr, Kunstgegenstände, süsse Staubfänger für den Setzkasten, …

Das Museo Rocsen in Nono in der Provinz Córdoba in Argentinien ist ein Paradies für Sammler wie mich. Dies war ein Höhepunkt unserer Argentinienreise.

Das Museum  wurde von  Juan Santiago Bouchon eröffnet und wird weiterhing von ihm geführt.. Es handelt sich um ein Privatmuseum, Monsieur Bouchon wird nicht staatlich unterstützt. Das Ziel des Museums ist laut Monsieur Bouchon: „Deseo que en mi museo se encuentre todo el hombre para todos los hombres.“ = Ich wünsche, dass sich in meinem Museum der ganze Mensch für alle Menschen findet.
Auf einer Fläche von 1530 m² finden sich über 20‘000 Ausstellungsstücke. Die Kuriositäten und Gegenstände sind thematisch geordnet und umfassen praktisch alle Bereiche des menschlichen Lebens.

Unser Besuch im Museo Rocsen dauerte etwa vier Stunden und das war eindeutig zu kurz! Bei meinem nächsten Besuch würde ich zwei Tage für das Museum einrechnen um alles in Ruhe betrachten zu können und die Eindrücke auf mich wirken zu lassen.

Monsieur Bouchon scheint ein bewegtes Leben geführt zu haben. Seine Lebenserinnerungen in Buchform würde ich mir sofort kaufen. Er wurde am 3. Juli 1928 in Nizza, Frankreich geboren.

Laut einem Bericht der NZZ (siehe hier: http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/italienische-und-franzoesische-traeume-in-argentinien–1.692816 ) sei Monsieur Bouchon Ende 1950 als französischer Diplomat nach Buenos Aires berugen worden, seit 1959 lebt er in Nono und eröffnete schliesslich im Jahre 1969 das Museo Rocsen.
Einen Hinweis auf seine Familiengeschichte gibt uns der Name des Museums: Museo Rocsen. Rocsen leitet sich von den Wörtern rocca (Fels) und sacer (heilig) ab und bezeichnete ursprünglich einen Familienbesitz Bouchons‘, der im Zweiten Weltkrieg verloren ging.

Das Museumsgebäude ist sehr faszinierend, die Fassade wird von 49 (7×7) Statuen in Nischen geschmückt. Monsieur Bouchon hat die Statuen selbst geschaffen, sie sollen die Geschichte des Denkens repräsentieren und ein Zeichen des Pazifismus und Humanismus sein. Kein Krieger und kein Eroberer hat von Monsieur Bouchon eine Statue erhalten.

Es ist wahnsinnig schwierig dieses Museum mit Worten zu beschreiben. Ich lasse deshalb nun die Fotografien für sich sprechen und hoffe, dass ich einige neue Personen für Monsieur Bouchons Lebenswerk begeistern konnte.

Informationen

http://www.museurocsen.org

Öffnungszeiten: 9 Uhr bis Sonnenuntergang an 365 Tagen pro Jahr

Das Museum von aussen mit den 49 Statuen.

Das Museum von aussen mit den 49 Statuen.

 

Ein Bruchteil der Lampensammlung.

Ein Bruchteil der Lampensammlung.

 

Einige Schreibmaschinen.

Einige Schreibmaschinen.

 

Weitere Schreibmaschinen.

Weitere Schreibmaschinen.

 

Liebevoll eingerichtet und dekoriert.

Liebevoll eingerichtet und dekoriert.

 

Das Atelier einer Bekleidungsgestalterin.

Das Atelier einer Bekleidungsgestalterin.

 

Diverse Dosen und kleine Fläschli.

Diverse Dosen und kleine Fläschli.

 

Auch die Werkstatt ist Teil des Museums!

Auch die Werkstatt ist Teil des Museums!

 

Ein sehr spezielles Velo - aus Holz!

Ein sehr spezielles Velo – aus Holz!

 

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10. März 2014

El Ateneo Grand Splendid

by Sara Grob

REISEERINNERUNG VON SARA GROB

Dies ist der zweite Bericht meiner Argentinienreise. Passenderweise hat eine Mitarbeiterin von buchplanet.ch diesen Beitrag in die spanische Sprache übersetzt. Herzlichen Dank!

Die Buchhandlung „El Ateneo Grand Splendid“ in Buenos Aires wollte ich unbedingt besuchen, sie gilt als eine der bekanntesten von Buenos Aires. Die Buchhandlung befindet sich im Barrio Norte, an der 1860 Avenida Santa Fe. Das Besondere an dieser Buchhandlung ist das Gebäude in dem sie untergebracht ist. Das Gebäude wurde von den Architekten Peró und Torres Armengol im Auftrag von Max Glücksman erbaut. Im Mai 1919 fand die Eröffnung statt. Das Gebäude war als Theater geplant, wurde aber bereits in den späten 1920ern in ein Kino umgewandelt. 1929 wurden hier die ersten Tonfilme in Argentinien gezeigt.

Im Jahr 2000 wurde das Gebäude von der Buchhandelskette El Ateneo übernommen und in eine Buchhandlung umgewandelt (Architekt: Fernando Manzone). Die Umwandlung wurde aber sehr feinfühlig ausgeführt, man erkennt immer noch gut, dass es sich um ein ehemaliges Theater / Kino handelt. In den ehemaligen Logen findet man gemütliche Sessel zum Schmökern und die ehemalige Bühne wurde in ein Café verwandelt.

Es ist eine wunderschöne Buchhandlung und ich empfehle sie anderen Reisenden auch weiter (Als Buchliebhaber muss man das einfach gesehen haben!), doch das Angebot an Büchern von kleinen und speziellen Verlagen ist, wie in allen Buchhandelsketten, leider sehr bescheiden. Es ist erlaubt, dass man im Café in den Büchern schmökert, die Preise im Café sind aber für argentinische Verhältnisse ziemlich hoch.

An der Avenida Santa Fe befinden sich weitere interessante Gebäude und Sehenswürdigkeiten: Edificio Kavanagh (Art-Deco-Stil), Olivetti-Gebäude (eines der ersten Gebäude im Internationalen Stil in Buenos Aires), Teatro Regina (Art-Deco-Stil), Botanischer Garten, Zoo, Plaza Italia mit Denkmal für Giuseppe Garibaldi.

 

Fresken von Nazareno Orlandi, nehmen Bezug auf den Waffenstillstand zur Beendigung des Ersten Weltkrieges.

Fresken von Nazareno Orlandi, nehmen Bezug auf den Waffenstillstand zur Beendigung des Ersten Weltkrieges.

 

Im Hintergrund das Café auf der ehemaligen Bühne.

Im Hintergrund das Café auf der ehemaligen Bühne.

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26. Februar 2014

Eloisa Cartonera in Buenos Aires

by Sara Grob

REISEERINNERUNG VON SARA GROB

Dies ist der erste Bericht meiner Argentinienreise. Passenderweise hat eine Mitarbeiterin von buchplanet.ch diesen Beitrag in die spanische Sprache übersetzt. Herzlichen Dank!

In Buenos Aires fielen mir sofort die Cartoneros (der Ausdruck stammt vom Wort Karton) auf. Mit dreirädrigen Karren ziehen sie durch die Strassen der Grossstadt und suchen im Müll nach verwertbaren Gegenständen. Man sagt, dass man anhand der Anzahl Cartoneros sehr gut abschätzen kann, wie es der Wirtschaft von Argentinien gerade geht.
Die Cartoneros verkaufen die eingesammelten Güter an die Sammelstellen für Wertstoffe und erzielen so ein sehr bescheidenes Einkommen.

Im Jahr 2003 gründete der argentinische Schriftsteller Washington Cucorto gemeinsam mit Javier Barilaro (bildender Künstler)  die Verlagskooperative Eloisa Cartonera.
Das besondere an diesem Verlag ist der soziale und ökologische Hintergrund (wie bei buchplanet.ch!). Die Kooperative kauft den Cartoneros den Karton um ein Vielfaches des Marktpreises ab. In der Werkstatt von Eloisa Cartonera wird der Karton von Mitarbeitern zurecht geschnitten und bunt bemalt, er wird als Einband für das Buch verwendet. Die Bücher werden teils gedruckt, teils kopiert.
Die Mitarbeiter bei Eloisa Cartonera sind ehemalige Cartoneros, Arbeitslose, Ehrenamtliche oder Künstler, die das Projekt unterstützen.

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2010 (Argentinien war Gastland), fand ein Fussball-Freundschaftsspiel zwischen der argentinischen Autorennationalmannschaft und der deutschen Autorennationalmannschaft statt. Zu diesem Zweck veröffentliche Eloisa Cartonera ein zweisprachiges Buch mit dem Titel „Resto del Mundo – Rest der Welt“, die Fussball-Kurzgeschichten wurden von den Spielern verfasst.
Der Grossteil der Bücher von Eloisa Cartonera sind aber in spanischer Sprache.

Die Bücher von Eloisa Cartonera sind auch in einigen Buchhandlungen in Buenos Aires erhältlich. Die grösste Auswahl gibt es in der Werkstatt von Eloisa Cartonera.
Die Adresse lautet: Aristóbulo del Valle 666, La Boca, Buenos Aires

Wir dachten, dass wir den Einkauf in der Verlagskooperative mit einem Ausflug zum „Caminito“ (die bekannten farbigen Häuser beim Hafen) verbinden könnten. Im Caminito fühlte ich mich gar nicht wohl, es ist sehr touristisch und die Stimmung dort ist sehr hektisch. Zu Fuss machten wir uns dann auf die Suche nach der Werkstatt.

Die bekannten farbigen Häuser beim Caminito und einige Touristen.

Die bekannten farbigen Häuser beim Caminito und einige Touristen.

„Aristóbulo del Valle“ war leider auf unserer Karte nicht eingezeichnet, nach Gefühl schlenderten wir also einmal los. Das Boca-Viertel hat nicht gerade den besten Ruf. Uns fiel auf, dass es in den Strassen dieses Quartiers viel weniger Autos hatte als in anderen Vierteln. Der Kontrast zwischen dem Caminito und den normalen Boca-Strassen war extrem, so farbig wie im Caminito sind die Häuser sonst nirgends.

 

Normale, nicht touristische, Strasse im Boca-Quartier

Normale, nicht touristische, Strasse im Boca-Quartier

Auf dieser Fotografie erkennt man sehr gut, wie diese Häuser hergestellt wurden. Der Kontrast zwischen den zwei Autos ist auch interessant.

Auf dieser Fotografie erkennt man sehr gut, wie diese Häuser hergestellt wurden. Der Kontrast zwischen den zwei Autos ist auch interessant.

Wir fragten dann eine Arbeitergruppe, die gerade Pause hatte, nach dem Weg. Sie erklärten uns den Weg und warnten uns dies zu Fuss zu machen, wir sollen doch ein Taxi nehmen. Mit viel Gottvertrauen und etwas Naivität setzten wir unseren Weg zu Fuss fort.
Endlich fanden wir die Werkstatt von Eloisa Cartonera. Sie ist etwa 2 Minuten vom Boca-Stadion entfernt.

Das Fussballstadion von La Boca, Spitzname: La Bombonera, die Pralinenschachtel.

Das Fussballstadion von La Boca, Spitzname: La Bombonera, die Pralinenschachtel.

Eine ehemalige Cartonera bediente uns, mit Händen und Füssen konnten wir uns auch ein wenig mit ihr austauschen. Ich kaufte mir einige Bücher, die ich gar nicht verstehe. Ein Kinderbuch, das weiter unten noch genauer vorgestellt wird, ein Gedichtband von Cristian Aliaga (zwei Gedichte davon finden Sie weiter unten) und eine Kurzgeschichte von Alan Pauls. Im Angebot haben sie auch ein Notizbuch, das sogar einen Schutzumschlag hat. Vom Notizbuch kaufte ich für mich ein Exemplar und eines für unsere Freunde von altbooken.

Das Notizbuch wurde in einen wiederverwertete Plastik eingepackt und oben mit einem Karton (Bosch!) verschlossen.

Das Notizbuch wurde in einen wiederverwertete Plastik eingepackt und oben mit einem Karton (Bosch!) verschlossen.

Drei spanische Bücher.

Drei spanische Bücher.

Die Rückseite der Bücher ist nicht bemalt. Dieser Karton wurde für Alfajores benutzt, Alfajores ist eine süsse, argentinische Delikatesse.

Die Rückseite der Bücher ist nicht bemalt. Dieser Karton wurde für Alfajores benutzt, Alfajores ist eine süsse, argentinische Delikatesse.

 

Eloisa Cartonera ist eine Erfolgsgeschichte, die ihre Kreise immer weiter zieht. In anderen Teilen von Südamerika sind ebenfalls Verlagskooperativen entstanden. In einem Artikel der FAZ aus dem Jahr 2010 las ich, dass es nun sogar in China eine Filiale von Eloisa Cartonera gäbe.

Im Internet findet man verschiedene Berichte über Eloisa Cartonera und im youtube findet man auch einige Videos (in spanischer Sprache).

Ich wünsche Eloisa Cartonera weiterhin viel Glück und Erfolg auf ihrem farbigen Weg.

Zur Homepage von Eloisa Cartonera

Zwei Gedichte aus dem Buch „La Suciedad del Color Blanco“ (Die Schmutzigkeit der Farbe Weiss) von Cristian Aliaga, netterweise übersetzt von meiner Mitarbeiterin.

Dónde arranca la mente

Dónde arranca la mente a componer la forma, la que no existe todavía, en su imagen lejana. Dónde existe la marca de fósforo que no sabemos retener, disciplinar, repetir. Otro pensamiento se pierde a velocidad de astros y mi mente vuelve a recrear con leves matices la historia conocida, el tic del autista, la tristeza de una frase estúpida y preconcebida.

Cristian Aliaga

Wo beginnt der Geist

Wo beginnt der Geist um die Form zu bilden, diese die noch nicht existiert, in seinem fernen Bild. Wo existiert die Phosphormarke die wir nicht zurückhalten wissen, nicht disziplinieren können, nicht wiederholen.  Anderer Gedanke geht verloren mit der Geschwindigkeit der Sterne und mein Geist mit leichten Nuancen erstellt wieder die bekannte Geschichte, der Tic der Autist, die Traurigkeit eines vorgefassten dumme Phrase.

Cristian Aliaga

Cómo administrar la pena

Cómo administrar la pena.
Lo que preexiste
a cada amanecer.
El choque con un despertar
A nuestro propio recuerdo.

Cristian Aliaga

Wie verwaltet man die Qual

Wie verwaltet man die Qual
Was bereits vorhanden
vor Jedem Tagesanbruch.
Der Zusammenstoss mit einem Erwachen
mit unserer eigenen Erinnerung.

Cristian Aliaga

Buchcover "La Tortuga Gigante"

Buchcover „La Tortuga Gigante“

LA TORTUGA GIGANTE
(Cuentos de la selva, 1918)

Die Riesenschildkröte
(Dschungel-Geschichten 1918)

En este libro, el genio del escritor Horacio Quiroga supo captar la otra cara de la selva, la que sirve de escenario de grandes y emocionantes aventuras iluminadas por la naturaleza en todo su esplendor. Quiroga escribió estas historias para los lectores jóvenes en un leguaje fresco y lleno de humor. Estos cuentos encantan a los niños, proveen la oportunidad de despertar el gusto por la lectura y estimulan el respeto por la naturaleza.

In diesem Buch das Genie, der Schriftsteller Horacio Quiroga hat  das andere Gesicht des Dschungels erfasst, diese die für grosse  und spannende Abenteuer ist,  beleuchtet von der vollen Natur in seiner ganzen Pracht. Quiroga hat diese Geschichte für Kinder und Jugendliche geschrieben in eine frischen und humorvollen Art. Kinder und Jugendliche sind begeistert, es fördert das Lesevergnügen und den Respekt vor der Natur.

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