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Archiv vom ‘buchplanet.ch – Shop’

4. September 2017

Lebendige Biographien

In unserem www.buchplanet.ch finden unsere jungen Leser reizvolle Lektüre, Geschichte abenteuerlich zu lernen. Da gibt es zum einen den ‚Leonardo da Vinci, der Zeichner der Zukunft‘ und zum andern ‚Gutenberg und das Geheimnis der schwarzen Kunst‘ (Das ist nicht so düster, wie die Eltern gerade glauben.) Zwei Bücher mit ereignisreichen Lebensgeschichten von wahren Menschen.

Wir erfahren wer Leonardo da Vinci war, sein Name steht für Kunst und Wissenschaft, er war ein Genie als Maler, Architekt, Ingenieur und Forscher und war seiner Zeit Jahrhunderte voraus. Der helle Wahnsinn, wie viele Alltagsmaterialien und Vorgänge wir heute von ihm kennen – die für uns ganz selbstverständlich sind – die da aus seinem Kopf entsprungen sind! Eine Menge kann ich euch sagen! Kaum zu glauben, dass er soviel Zeit gehabt hat, das alles zu erfinden. Nun gut, im Hinblick darauf, dass er nicht vor der Fernsehkiste oder dem Computer sass, könnte man schon annehmen, dass da etwas mehr Zeit übrig bleibt, Nützliches zu erfinden, zu entwerfen, zu bauen und der Menschheit für die Zukunft zu hinterlassen um, sozusagen ewig zu leben.

Johannes Gutenberg erfand im 15. Jahrhundert den Buchdruck – den man die schwarze Kunst nannte – eine Idee die, die Welt veränderte! Aber erst einmal waren da die Kindheitstage, der gebräuchliche Spitzname für Johannes und der witzige Namenshergang, gut wurde daraus ein angenehmer ‚Gutenberg‘. Andere Kinder machten sich über ihn lustig. Wie viele von uns musste auch Johannes durch schwere Zeiten. Aber seine Erfindung, hat das Mediale Zeitalter gebracht. Dank des Buchdrucks konnte sich auf einmal jeder, der lesen und schreiben lernte, Wissen verschaffen. Die einfachen Leute konnten nun selbst die Worte von Jesus Christus lesen, dazu Wörterbücher, Erlasse, medizinische Anweisungen und bald Zeitungen. Und warum ist heute die Gutenberg-Bibel so wertvoll?

28. August 2017

Seelenfreundschaft zweier Dickhäuter

DER ELEFANTENMANN ist ein Fotoband mit einer aussergewöhnlichen Lebensgeschichte, zweier unterschiedlicher Lebewesen. Folgen Sie der Anmut des alten Elefanten und den eindrücklichen Nahaufnahmen von Nomi Baumgartl.

Chris Gallucci geriet als Jugendlicher in Schlägereien, seine Eltern liessen sich scheiden, mit zwölf lief er von Zuhause weg und kam mit sechzehn das erste Mal in den Knast. Als Biker schlug er sich durch geprägt von Rebellion und Aggression. Das sollte sich erst ändern, als er zufällig auf das Filmset von Roar stieß, einem Film, an dem neben Hollywood- Diva Tippi Hedren und Tochter Melanie Griffith unzählige Löwen, Pumas und Tiger sowie zwei Elefanten mitwirkten. Chris war sofort fasziniert von Timbo, dem riesigen Elefanten, und bewarb sich als Elefantentrainer auf der kleinen Ranch von Shambala, wo die Tiere nach Drehschluss ihr Zuhause fanden. Es begann eine fast 30jährige Freundschaft zwischen Biker Chris und Timbo dem grössten afrikanischen Elefantenbullen in Nordamerika. In Chris‘ Tagebuch, das er über drei Jahrzehnte führte, obwohl er kaum schreiben konnte, ist des Öfteren zu lesen, dass er nicht weiss, welches Datum heute ist, das sei aber so eine Sache, die ihm an seinem Leben gefällt, sagt er. Manchmal grübelt er auch einfach über das Leben nach, während er mit Timbo herumhängt. Ob es das alles Wert sei, er hätte mit dieser Beziehung angefangen, als er einen schwarzen Bart hatte, und jetzt hat er einen grauen Bart. „Man muss für irgendwen oder irgendwas Leben, sonst hat das Leben keinen Sinn.“ betont Chris und erklärt, dass Timbos Antworten einfach seien – wie wir das von unseren Haustieren auch kennen – „ich brauch‘ was zu essen, ich brauch‘ Wasser, ich brauch‘ Auslauf, ich brauch Unterhaltung – könntest du mir dabei behilflich sein.“ Sie empfinden Schmerz. Ja, auch Glück, Erfüllung, Freiheit, Freundschaft. Ausserhalb der Ranch tauschen sie ihre Rollen und Chris lässt seinen Freund laufen wohin er will und wackelt selbst Timbo hinterher, so lerne er am besten von ihm und sehe was er so treibt. Es ist kein Kinderspiel, aber du musst auch kein Genie sein, um sie zu durchschauen. Chris hat neben Timbos Freundschaft noch etliche andere Hobbys, er sammelt gerne und liebt seinen Wahnsinn in Schwarz und Chrom!

21. August 2017

Achtung Falle!

Ein regnerischer Tag im Juni, irgendwo in der niederländischen Provinz. Zwei Mädchen liegen bewusstlos hinter einer Bushaltestelle. Was ist passiert?

Heute lauern die Gefahren an jeder Ecke – eigentlich paradox – weil gerade das umgekehrte der Fall ist. Nicht draussen an der Ecke lauerts, sondern Zuhause im Internet, da wo jeder vor dem Computer tut was er will und sein kann was er sich vorstellt. Davon spricht auch das Buch CHATROOM-FALLE von Helen Vreeswijk aus unserem Büchershop www.buchplanet.ch. Die Geschichte zweier Mädchen die im Chatroom mit unbekannten Jungs schreiben. Eigentlich nichts ungewöhnliches – so schreiben sich heutzutage täglich, tausende unbekannte Menschen auf der ganzen Welt – Kennenlerngesprächsdialog, nichts auffälliges. Doch leider wissen wir nicht immer wer genau mit uns kommuniziert. Nicht alle Leute sind ehrlich und verfolgen ein anständiges Ziel, wie Freundschaftspflege, Geschäftliches oder ernst gemeinte Partnersuche. Wie es zu dem Vorfall der glimpflich ausgegangen ist kam, erzählt das Buch detailliert in seiner Geschichte. Die Falle beginnt da, wo manipuliert wird. Vermeintliche Modephotographen locken die Mädchen an, die modeln möchten. Alles passiert freiwillig, die Kommunikation wird aber in eine kriminelle Richtung gelenkt, die den unerfahrenen und jungen Opfern zum Verhängnis wird. Das was den beiden Mädchen passiert ist, ist kein Einzelfall. Helen Vreeswijk ist Kriminalbeamtin und erlebte nur zu oft, wie Jugendliche via Internet Opfer von Missbrauch und Gewalt wurden. Deshalb schrieb sie dieses fesselnde Buch. Schützen auch Sie unsere Mädchen und Jungen vor den Gefahren der vermeintlich anonymen Chatrooms. Halten Sie als Eltern aufklärende Gespräche dazu, oder suchen Sie sich Unterstützung aus Ratgebern. Schulen sind ebenfalls aufgefordert, eine Lektion zu gestalten, es ist einfach zu wichtig, als darauf zu verzichten! Herzlichen Dank.

14. August 2017

Post mit geballter Ladung

Das ist der schweizerische Bundesbrief! SCHWYZ gab der Schweizerischen Eidgenossenschaft ihren Namen. Im Kanton Schwyz wird im Staatsarchiv der Bundesbrief der drei Ursprungskantone Uri, Schwyz und Unterwalden aus dem Jahre 1291 aufbewahrt, nebst weiteren unschätzbaren Staatsdokumenten des 13. bis 16. Jahrhunderts. Wann sich die restlichen Kantone diesem Bund angeschlossen haben, wo bis 1936 die kostbare Brief-Sammlung aufbewahrt wurde, warum die Schlacht am Morgarten nach einer Erneuerung des Vertrages verlangte, wieso Herzog Karl der Kühne von Burgund in der Schweizer Geschichte mitmischt und wofür die drei Bogen am Eingang des Staatsarchivs stehen ist aus der Mappe vom BUNDESBRIEF VOM 1.AUGUST 1291 zu entnehmen, erhältlich bei uns im www.buchplanet.ch. Fürwahr unheimlich interessant, wie viele Jahre es dauerte, bis die Schweiz die heutige Landesform angenommen hat und sich vollends alle Kantone als Eidgenossen bezeichnen durften. Wer weiss was in unserer Schweizer Verfassung steht? Ja bitte, Freiwillige vor?! 😉 Mit geballter Ladung ist gemeint, dass in dem Bundesbrief viele Varianten möglicher Vergehen und wie damit zu verwalten ist, plus Richtlinien für ein gemeinsames und friedliches Miteinander zusammengefasst sind. Konservative Regeln aufheben; warum nicht. Aber ohne Leitplanken überhaupt geht es nicht. Sie helfen den Menschen auf dem richtigen Weg zu gehen. Sonst herrscht ein ‘Sodom und Gomorrha’. Nun gut die harten Zeiten, wie man damals mit Gegnern umgegangen ist, haben sich (hoffentlich) verändert, doch die Gesamtheit des Vertrages ist ewig zeitlos geblieben. Nicht nur die Verantwortung jedes Bürgers wird genannt, auch die Gemeinden werden in ihre Pflicht berufen. Es lohnt sich, sich mit diesen Bundesbriefzeilen, als Schweizer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wie wichtig das Zusammenleben auf friedlicher Basis ist! Zusammenhalt. Mit vereinter Kraft. Liebevoll miteinander. Gegen das Unrecht. Für die Liebe. Für Einigkeit. An alle Eidgenossen!

7. August 2017

Ramis Buch

Das spirituelle Leben eines Kindes. Schon als vierjähriges Mädchen bastelte Rami kleine Bücher, malte Bildchen und klebte sie ein. Während andere Kinder Krankenschwester, Arzt oder Lehrer sein wollten, schwärmte Rami eine Autorin zu werden. Mit sieben Jahren illustrierte sie das Buch Ihrer Eltern Der gemeinsame Weg. Zu ihrem elften Geburtstag verkündete sie, ihr eigenes Buch schreiben zu wollen, illustrierte es und damit setzte sie RAMIS BUCH bereits im darauffolgenden Jahr um. Rami findet: „Ich möchte mein eigener bester Freund sein.“ Vielleicht gerade für unfreiwillige Singles ein hoffnungsvoller Ansatz für das Leben alleine. „Wenn ich etwas gut gemacht habe, lobe ich mich selbst.“ Übertreiben Sie es nicht mit dem Eigenlob, das kann einen eitlen Stolz hervorrufen, aber warum eigentlich auf Lob warten? Bejahen Sie sich und geben Sie sich selbst Komplimente für Gelungenes! Rami schreibt in kurzen Sätzen, einfach im Sinn, klar im Verständnis, und mit warmer Liebe für alle auf dieser Erde. Sie lehrt sogar uns Erwachsenen, was wirklich, ursprünglich und natürlich wichtig für unser Leben ist. Faszinierend wie jung sie ist und so vieles weiss und spürt. Sie erzählt von ihren Familienmitgliedern, den lieben Eltern und der jüngeren Schwester Mira. Sie liebt ihre grosse Sippschaft, wozu auch die Tiere gehören, wie der braune Hund Böckchen der auf Reisen mit darf, die Katze Streunerle, Miras schüchterne Katze Milli und vor allem ihr orangefarbener Kater Kürbis, von dem sie sich sehr unterstützt fühlt. In Meine Schwester in den himmlischen Welten erinnert sich Rami an die traurigen Ereignisse im Krankenhaus. Zu Weihnachten hätte das Baby Anjel die Familie ergänzen sollen, doch es starb noch vor der Geburt. ‚Mira versuchte Mama zu trösten, indem sie sagte: „Ich möchte dann lieber einen Bruder, als gar kein Baby'“. In einem Winterkurzurlaub in einem kalifornischen Nationalpark wanderte die Familie zu einem Wasserfall. Rami kletterte über die Felsen hoch um näher beim Wasser zu sein. Dort erschien ihr in hellem Licht die Gestalt von Anjel. „Ihre Worte waren so voller Frieden, dass ich auch ganz ruhig wurde.“ Als ihr Vater rief, konnte Rami sie nicht mehr sehen, doch sie wusste, die Schwester würde immer bei ihr sein. Ramis Zeichnungen und Bilder zeigen uns eindrucksvoll, wie naturnah und mit wie viel Liebe dieses Mädchen ausgestattet in unsere Welt gekommen ist. Ein Kind, das mit Himmelsaugen sehen kann. Rami: „Voller Liebe widme ich dieses Buch, meiner Familie und meinen Tieren, die mich so sehr unterstützten und allen Kindern und Erwachsenen überall auf der Welt.“

24. Juli 2017

Kieselklaaang

Lesen auf Kieselsteinen war gestern, (Blog vom 17.7.2017) heute entdecken wir das Buch ‚Klang und Musik mit Steinen‘. DIE KIESELSCHULE entsprang einer Idee von Professor Dr. Manfred Cierpka, Leiters des Gewaltpräventions-Projekt Faustlos und dem Komponisten Professor Klaus Fessmann, basierend auf den drei Säulen: der Empathie, der Impulskontrolle und dem konstruktiven Umgang mit Ärger und Wut. Kinder ganz unterschiedlicher Altersstufen lernen mit dem Fauslos-Programm sozial-emotionale Kompetenzen auf dieselbe strukturierte Art, wie sie rechnen und schreiben lernen. Zahlreiche Studien belegen, dass Faustlos wirkt und zu einem Rückgang aggressivem Verhalten führt bzw. gewalttätige Verhaltensweisen verhindert. ‚Warm up‘ in der ersten Lektion wird die grundlegende Spieltechnik eingeführt. Die Kinder lernen drei Variationsmöglichkeiten, „Tonhöhen“ durch abspreizen der Finger werden drei unterschiedliche Töne erzeugt. „Tonstärken“ es werden drei verschiedene Lautstärken eingeführt und die „Dichtegrade“ sind abhängig von der Klopffrequenz. In Lektion fünfundzwanzig „Solo“ werden mit den Kindern alle erarbeiteten Übungen zusammengeführt. Der Spielleiter übt mit den Kindern ein gemeinsames Kieselmusikstück für ein „KieselschulOrchester“ ein, das einen Solisten begleitet, der spontan erfundene Kieselmelodien spielt. Dieses Zusammenspiel  erfordert ein hohes Mass an Impulskontrolle, Einfühlungsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit sowie aufseiten des Solisten Kreativität.

Kieselklangnoten

„In der Musik kannst du so viel Blödsinn machen, wie nirgendwo auf der Welt.“

„Seit dem Unterricht war die stone-art-and-sound-culture ausgebrochen.“

Nicht sprachlos und nicht steinhart. An einer integrativen Schule.

10. Juli 2017

Gelb statt Gold

In unseren Bücher-Rubriken gestöbert und voila, auf GELB gestossen (nein leider nicht auf Gold!) Der eine oder andere Schatz wird hier schon drunter sein, je nach Ihrem Interesse. Wenn Sie bei diesen Exemplaren aus unserem Shop www.buchplanet.ch nicht auf Gold und nur auf Gelb stossen, finden Sie vielleicht in unseren anderen vielfältigen Rubriken Ihr Goldnagget.

Erfahren sie mehr über die unterschiedlichen Anbauarten, wie Saatanpflanzungen, Gewürze die steckbrieflich beschrieben sind, Bei- und Heilpflanzen, in übersichtlichen Tabellen die Zuchtziele, Düngung, Fruchtfolge, Ernte und vieles mehr. PRAXIS DES ÖKOLOGISCHEN KRÄUTERANBAUS

Mit lustigen Gedichten, entstanden 1857 und den wiedererkennbaren Bildern des Kinderbuchautors Heinrich Hoffmann von dem auch der Struwwlpeter (1926) stammt. IM HIMMEL UND AUF DER ERDE_1

Aus dem Hoffmann und Campe Verlag von 1951. Der Deutschbaltische Publizist und Autor Ivar Lissner träumt blau, hat Hunger nach Freiheit und erinnert sich an Heho an der Grenze Sibiriens. Den Schneeleoparden, die Waldeinsamkeit und dem Leben, das in dieser harten Gegend, von den Pferden abhängt. TAIGA

 

Mit allerlei komischen Zeilen – wie der Berliner bekannt ist – sorgt diese Reise für ein abwägen, durchdenken, nachgrübeln und lächelndes sinnieren! REISEPLAN FÜR WESTBERLINER

3. Juli 2017

Boomerang-Kid oder Nesthocker

Marianne Siegenthaler und Jürgen Feigl haben sich an ein amüsantes wie ernstes Thema herangewagt. Sie beschreiben warmherzig aber auch mit klaren Worten, die Spielregeln für das Zusammenleben mit erwachsenen Söhnen und Töchtern im Hause ‚Hotel Mama‘.

Mit Berichten von Eltern und Jugendlichen und ihren Erfahrungen dürften Sie sich in der einen oder anderen Situation wiederfinden. Wenn Sie ebenfalls dort anecken, wird Sie dieser Familienratgeber mit Fragen und Antworten unterstützen können. Es gibt verschiedene Faktoren, warum ältere Kinder noch zu Hause wohnen bleiben. Am häufigsten ist ein Studium, kein Geld, zu teure Wohnungen in den Städten, kleiner Lohn, Eltern haben eine grosse Wohnung oder ein Haus. Kinder müssen nicht vollumfänglich für sich selber sorgen – sprich geniessen ihre Freiheit und haben wenig bis keine Pflichten zu erfüllen. ‚Die Super-Opportunisten‘, ‚Die Boomerang Kids‘ und ‚Die Pragmatiker‘ sind hier zu erforschen. Wie häufig kommt es in Haushalten mit erwachsenen Kindern zu Problemen? Wo liegen die Hauptprobleme beim Zusammenleben? Zwei Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen! Hier aber eine gute Nachricht: Welches sind die Vorteile im Zusammenleben mit den heranwachsenden Kindern? Dem wird auf den Grund gegangen. Was die reifen Kinder zu Hause hält, die Rolle der Eltern und die Spielregeln für die Finanzen, Versicherungen, den ganzen Haushalt, Legale und illegale Drogen, der allgemeine Umgang untereinander und die Privatsphäre für alle beteiligten. Das Kapitel ‚Tabu Rausschmiss‘ ist immer heikel. Mutter Karin berichtet, dass für sie 24 Jahre Mami sein, genug ist. Da die jüngere Tochter ihre Lehre auch bald beende, wolle sie endlich mehr Freiheiten haben und ein eigenes Zimmer. Ein Gespräch mit den beiden Mädchen Carla 24 und Carina 21 steht wohl an. Das wird schwer werden, weil sie sich Zuhause sehr wohl fühlen und auch Karin sie vermissen wird. Aber Trotzdem, es muss sein.

So kämpfen viele Eltern mit der Loslösung ihrer Nesthocker und nun verwandeln Sie Ihr Zusammenleben mit Ihren Sprösslingen zu einer Win-win-Situation! -> DIE NESTHOCKER

26. Juni 2017

Hü hott, das Abenteuer kann beginnen

Auf neuen Abenteuern begleiten wir wieder das mutige Pferdchen aus Holz, DAS RÖSSLEIN HÜ. Mit freundlicher Genehmigung der englischen Autorin Ursula Moray Williams (1911-2006), Schöpferin der Rösslein Hü-Gestalt und der Verfasserin des ersten Buches, der Originaltitel ist übrigens Adventures of the Little Wooden Horse und entstand im 1938/39.

Alle Kinder lieben das bemalte Rösslein, das tapfer zahllose Abenteuer besteht, um dem alten Onkel Peter zu helfen. Jetzt hat es von ihm dem Holzschnitzer vierundzwanzig neue Brüderchen bekommen, mit ihnen wagt es erneut lustige und gefährliche Abenteuer. „Die Tage vor der Abreise waren für Onkel Peter sehr traurig, dann küsste er alle und besonders sein kleines Rösslein Hü noch einmal zum Abschied und lies sie (fahren? reiten?) ziehen.“ Als Kind war mir der Umstand, dass das Pferdchen Hü mit unbeweglichen, starren vier Holzbeinen und vier Rädchen dran ausgestattet war und überhaupt irgendwo hinkam (über Kopfsteinpflaster oder hoch in einen Schiffsausguck) nur leicht merkwürdig. Ich mag mich erinnern an eine lebendige Geschichte, die mich fesselte. Heute ein paar Jahrzehnte später ist es absurd wo es überall im Geschehen auftauchte. Ungeachtet dessen bleibt die Erzählung uneingeschränkt beliebt. Die vierundzwanzig Pferdchen wären gerne Zuhause geblieben beim lieben Peter, aber das Rösslein Hü erklärte ihnen, dass diese Reise sein muss, weil viele Kinder auf ein Rösslein zum Spielen warten und Peter das Geld zum Leben braucht. Eine gefährliche Begegnung mit Hund Benno, die Hafenwache überlistet und auf einem Schiff als Matrosen angeheuert fahren die fünfundzwanzig Rösslein übers Meer. Um eine Bahnfahrt zu bezahlen, arbeiten die Pferdchen hart. Sie lernen den Elefanten Jumbo kennen und ein weiteres Pferdchen darf beim Jungen im Zirkus bleiben. Nach und nach wird die hölzerne Schar kleiner. Ein Königspalast mit Prinzessinnen und ein Spielmann kauft weitere sechs Pferdchen. Dann ist da noch die Rückreise für das Rösslein Hü zu seinem Onkel Peter, die ebenfalls mit unfreiwilligen Ereignissen und heiklen Vorkommnissen zu tun hat. Machen Sie sich auf Ihre eigene Erlebnistour in unserm Büchershop www.buchplanet.ch

 

19. Juni 2017

Wohl wissend was Wein will

Was im Weine liegen soll, können Sie nachblättern in DER WEINARZT, einem Nachdruck der Ausgabe von 1753. Dies kluge Büchlein lehrt uns, vom „Augentrost-Wein“ bis zum „Zahn-Schmerz-Wein“ – über die Heilwirkung des roten Trankes. Die ganze Pracht an Kelterkunst und Kräuterlehre liegt hier in Frakturschrift vor. Etwas entziffern müssen Sie schon, vielleicht sogar darüber nachsinnieren, was ein Wort bedeuten könnte. Zwischen 2017 bis zurück ins 1753 liegen 264 Jahre, da hat sich nicht nur die Schrift, sondern auch die Sprache ein bisschen verändert. Obwohl, der erste Satz der Vorrede in der damaligen Zeit in der Moderne angekommen scheint: „Nachdeme es heutiges Tages zur Mode worden, dass auch kleine Tractötgen und geringe Schrifften mit einer Vorrede pflegen begleitet zu werden;…“ In Cap. I. (Kapitel 1) wird schon mal das Grundmaterial erklärt: „Wie das Gefässe und der Keller beschaffen seyn soll, ingleichem wie mit dem Most und neuen Wein zu verfahren.“ Eine Erläuterung für den, der guten Wein kaufen will. „…der koste denselben, wann der Mittags-Wind wehet, dann zu selbiger Zeit verwandelt sich der Wein gerne, hergegen hüte sich der Käuffer vor dem Mitternächtigen Wind, dann zu solcher Zeit sind alle Weine gerne klar und lauter, solchergestalt kan er leicht betrogen werden,“ der Mittagswind beeinflusst also den besten und beständigsten Wein. In „§ 99. Vor grosse innerliche Hitze“ ist nachzulesen wie diese bekämpft werden kann. „gib einer Ziege oder Geiss“ (wer kennt den Unterschied?) 3 Tage nach einander unter dem Futter Attich zu essen, am dritten und folgenden Tagen nimm davon die Milch, und gib dem Patienten täglich auf eine halbe Maas, oder mehr auf etliche mahl zu trinken;“ Beim Attich bin ich überfragt, aber wer herausgefunden hat, welche Zutat sich dahinter verbirgt und zufällig eine Ziege oder Geiss Zuhause im Garten beherbergt, könnte in Zukunft das Fieber auf ganz natürliche Art senken! Apropos natürlich – habe ich im Netz nachgesehen, was Attich ist: Früher wurde der Zwerg-Holunder als schädliche Körpersäfte abführendes Heilmittel angesehen – aber Vorsicht – heute gilt dieses Gewächs nur noch als Zierpflanze und nicht als Essbar. Doch schwelgen Sie in allerlei Anleitungen: „Chocolate zu machen, so extra delicieus, Degen-und Messer-Klingen wohl zu härten, Elixier Sanitatis…, Lattwerge, damit die Zähne recht sauber gehalten werden, Nasenbluten zu stillen, Opal von raren Farben zu machen, Wassersucht zu vertreiben etc.“ plus in Rezepten, die den Wein gewürzlich verändern, zur Verköstigung dienen, zum Heilen von Wehwehchen und Krankheiten und zu weinspezialisierten Weissheiten leiten.