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Archiv vom ‘buchplanet.ch – Shop’

8. Oktober 2018

Reim dich durch die Ostschweiz

In Paul F. Portmanns Buchsammlung von Schweizerdeutschen Sprichwörtern kommt zutage, was früher und heute noch gelebt wird. Die Menschen beschäftigt seit jeher das Leben, die Liebe, Fragen zu Gott und dem Tod. Von Geiz, Dummheit, Laster und Mängel wird ebenfalls gern erzählt.

Was en Avikat tuet, das schämt si der Tüfel nu z dänke. Was der Advokat tut, das schämt sich der Teufel nur zu denken. Äh ja, das hat sich wohl nicht geändert. Bitter Trank verzieht eim s Muul, doch macht er gsund! / Bitter Chrut hät cheini süesse Wurzeln. Bitterer Trank verzieht einem den Mund, doch er macht gesund. Bitteres Kraut hat keine süssen Wurzeln. Altbekannt; Sie erinnern sich, als Sie jung waren, wie grässlich die Medizin schmeckte. Wer hürnet ine Trichter, isch no lang kei Dichter. Wer in den Trichter spricht, ist noch lange kein Dichter. Mänge cha ke Floig lyde und hed de Chopf voll Mugge. Mancher mag nicht eine Fliege, hat aber den Kopf voller Mücken. Es gibt zu jedem Spruch bestimmt mehrfache Bedeutungen, lassen Sie sich inspirieren und raten und diskutieren Sie drauf los. Gott lood sinke, aber nid vertrinke. Gott lässt sinken, aber dich nicht ertrinken. Na hoffentlich… mir steht das Wasser bis zum Hals. Gott hilft de Arme, di Ryche hälffid si sälber. Er hilft den Armen, die Reichen helfen sich selber. Gott und gnueg sind binenand. Gott und genug sind beieinander. Also eigentlich würde es vollkommen reichen, nur Gott zu haben. Vorbei ‘nur’ nicht klein zu deuten ist. Denn was haben wir gelernt – wenn auch am Rande – Gott ist unendlich gross?! Der lieb Gott cha d Sach im Iszapfe erhalte. Der liebe Gott kann die Sache im Eiszapfen erhalten. Das ist ja eine grosse Hoffnung, also wenn der Wunsch nicht gleich in Erfüllung geht… ist es vielleicht nur auf Eis gelegt? Da bin ich doch gleich zuversichtlicher! Wer nüd hed, hed Rueh, aber sunst nüd derzue. Wer nichts hat, hat Ruhe, aber sonst nichts dazu. Wir haben gerade gelernt – wir brauchen gar nicht mehr zu besitzen. Wo nüt isch, isch gly teilt. Wo nichts ist, ist’s schnell geteilt. Vielleicht ratsam für Paare. Vor Wöhli chotzet niemer. Bei höchstem Wohlbefinden kotzt niemand. Ähm… Wer zvil will, däm wird zletst zwenig. Wer zuviel will, dem bleibt am Schluss wenig. Aber uns bleibt viel, ich hoffe Sie bleiben uns erhalten und schauen sich das Buch «Di letschti Chue tuets Törli zue»: SCHWEIZERDEUTSCHE SPRICHWÖRTER mal aus der Nähe an. Viel Vergnügen mit mehr Zungenbrecher aus unserem www.buchplanet.ch.

 

 

1. Oktober 2018

Rätsel des Alltags

Heute geht es um zwei Bücher und die besten Fragen der Welt – glücklicherweise auch mit den Antworten! Wissen Sie, WOHER WEISS DIE SEIFE, WAS DER SCHMUTZ IST? oder „warum sie noch nie einer quadratischen Seifenblase begegnet sind!?“ Vielleicht haben sie sich schon gefragt „welch ein prächtiges Feuerwerk! Aber wie kommen all diese Farben zustande?“ Gute Fragen, kennen Sie die Antwort, nein nicht? Dann begeben Sie sich in unsere beliebte Rubrik Lernen & Nachschlagen. Der Autor Robert L. Wolke Professor der Chemie aus Amerika erklärt wissenschaftlich fundiert, aber leicht verständlich mit einer Mütze voll Humor, wie die besonderen Fragen zu beantworten sind. «Die schmutzige Herkunft der Seife» Ich kann mir vorstellen, dass das heutige Seifenbasteln wesentlich farbenfroher und duftvoller verläuft, als die Herstellung wie vor zweitausend Jahren. Auch die gruseligen Materialien dürften sich verändert haben. Trotzdem klingt es immer noch unappetitlich und dass wir davon sauber werden ist ein Kunst! Ob die Grillen die besseren Wetterfrösche sind testen Sie mit der richtigen Übersetzungsformel. Zählen Sie einfach das Zirpen der Grillen und haben «voilà», die exakte Temperatur errechnet, dort wo Sie gerade stehen. Unter dem Titel: «Wetten, dass…? In meinem Rezept steht, man soll zwei Tassen Zucker in einer Tasse Wasser auflösen. Das ist doch bestimmt ein Druckfehler, oder?» Mit Ansätzen wie «Probieren Sie es selbst» oder einem «Wettansatz für Kneipengänger», werden Sie selbst zum Professor der Chemie. Lassen Sie sich inspirieren mehr über unsere alltäglichen Begebenheiten zu erfahren.

WARUM FALLEN KATZEN IMMER AUF DIE FÜSSE? dürfte unsere jüngeren Leser interessieren. Wer eine Katze hat kann ja mal ausprobieren (hey das kommt nicht von mir, das steht hier auf den Seiten! – Haha, und ebenso steht auch dort in Klammern: ‘Tierschützer bitte den folgenden Satz überspringen!’) gut also das Phänomen bleibt – man sagt auch, dass das Konfibrot immer mit der schmackhaften Seite auf den Boden fällt. Wie beides physikalisch funktioniert und ‚warum Kleber kleben‘ oder ‚warum isst man die Süssspeise nach dem Hauptgericht‘, ausserdem ‚warum ist die Banane krumm?‘ Und ‚warum werden aufgetaute Früchte matschig‘ oder ‚vom Träumen und Sterben und anderen Endlichkeiten‘. Und zu guter Letzt – falls du kürzlich mal beobachtet hast, ‚warum ist der aufgehende Mond so riesig?‘ – ja, das interessiert mich auch schon lange, also entschuldigt mich, das lese ich gleich mal nach. Viel Spass auf eurer eigenen Entdeckungsreise!

 

10. September 2018

20 x Arsch stark oder dreimal mutige Ratgeber

Heute habe ich Lust Ihnen drei Bücher aus unserem buchplanet.ch vorzustellen. In der Rubrik «Ratgeber» fand ich zum einen von Katja Doubek «WAS UNS NICHT UMBRINGT, MACHT UNS STARK» wer hört das nicht gerne – es gibt also Hoffnung! In buddhistischer Aufmachung mit Flowerpower gibt uns Alexandra Reinwarth zum Besten; «AM ARSCH VORBEI GEHT AUCH EIN WEG – wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich lockermachst». Und zum andern habe ich einen dicken Wälzer entdeckt von Mark Williams und Danny Penman «DAS ACHTSAMKEITSTRAINING» wobei mich der Untertitel etwas verwundert: «20 Minuten täglich, die Ihr Leben verändern» – sogar mit CD! – aber warum brauche ich für tägliche 20 Minuten einen 351 seitigen und 480g schweren Bund Papier? Naja, ich hoffe inständig, dass einige von Ihnen gerne und tüchtig lesen – eben sich mit der ‘Achtsamkeit’ beschäftigen.

Wie man sich also locker macht…  Was tun, falls die Schwiegermutter bei Ihnen zu Besuch kommt, und Sie das Gefühl haben, Sie müssen unbedingt die vertrockneten Pflanzen entsorgen, damit die Dame nicht glaubt Sie lassen Ihren Sohn und Ihren Enkel verdursten. Oder Sie überziehen Ihr Bett mit dem Mutter-Bettwäsche-Geschenk von letzten Weihnachten, oder holen die Makramee-Ampel aus dem Keller, die sie Ihnen vererbt hat. Auch würden Sie dafür sorgen, dass Ihr Kleiner Sie nicht verrät mit «Wieso sieht es hier so sauber aus?» oder «Wo kommt der geklöppelte Scheiss her?» Ich glaube Ihnen ist nicht entgangen, dass dieses Verhalten mehr Stress als Freude über den Besuch der Schwiegermama auslöst. In lustigen Anekdoten gibt Alexandra Reinwarth Ihnen Ideen wie man es wesentlich entspannter angehen kann. Ob man diese Mutter nun mag oder nicht. Seien Sie, Sie selbst.

Was nicht umbringt…  Psychologisch fachlich gegründet, geht es bei Katja Doubek um «Wie man eine schwierige Vergangenheit überwindet.» Haben Sie sich schon mal selbst reflektiert, sich harte Fragen bezüglich der eigenen familiären Realität gestellt, darauf ehrliche Antworten gesucht und gegeben? Selbsterkenntnis ist der Anfang aller Veränderung (Zitat von mir). Hier dürfen Sie Ihrer eigenen Spur von der Kindheit über die Jugend bis ins Erwachsenenalter folgen. Sehr aufschlussreich!

Die 20 Minunten…  Achtsamkeit heisst, wieder eins zu werden mit dem Körper. Prof. Mark Williams ist einer der wissenschaftlichen Wegbereiter für die Methode «Stressbewältigung durch Achtsamkeit». Und Dr. Danny Penman ist Journalist mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Gesundheit. Den Wälzer überflogen und ja es braucht so viele Seiten. Mit einem interessanten Zitat von Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) in Kapitel 7, den Themen ‘Hamsterrad’, ‘Wach sein in dem Leben, was wir haben’ oder mit ‘Schwierigkeiten annehmen’ und ‘Im Gestern gefangen oder im Heute geborgen’ und einigem mehr findet jeder etwas Ansprechendes.

3. September 2018

Die grosse Frage lautete…

Norwegen stürzte 2011 mit dem Massaker, ausgeführt von Anders Breivik, auf der Insel Utøya, wo er 69 Jugendliche und bei einem Anschlag zuvor 8 Menschen tötete, vom Himmel in die Hölle.

Es braucht Zeit, sich an das völlig neue Gefühl der Unsicherheit zu gewöhnen, und man sollte lieber keine deftigen Kommentare äussern oder voreilige Schlüsse ziehen. Vielmehr gilt es, grundlegende Richtlinien zu beschliessen, zum Beispiel, dass man Gewalt nicht mit Gewalt vergelten, sondern nach den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates handeln wird – wie es unsere führenden Politiker vom ersten Tag an, getan haben. Die grosse Frage lautete: War der Mann strafrechtlich zurechnungsfähig, damit er überhaupt bestraft werden konnte? Gutachten lagen noch keine vor, doch vieles deutete darauf hin, dass der Täter eher in psychiatrische Verwahrung als in die Strafanstalt gehörte. «Aber warum haben Sie so viele Menschen getötet?» Auf diese Frage antwortete Breivik so selbstverständlich, als stünde er auf einer Wahlkampftribüne. Offenbar hielt er sich für einen grossen Denker. Aber um als ein solcher zu gelten und seine Botschaft verbreiten zu können, musste er zurechnungsfähig sein. Und je mehr die Frage in den Medien behandelt wurde, desto mehr interessierte sich Breivik dafür, dass man ihn dafür hielt. Lippestad: Ich weiss nicht, ob sich die Anwälte, Journalisten, Redakteure und Kommentatoren klar darüber waren, was für ein Geschenk sie dem Terroristen machten, indem sie diese Diskussion anheizten. (Ein Hoch auf die Medien sag ich!) Die Angehörigen der Opfer waren in der Frage der Zurechnungsfähigkeit geteilt. Obwohl Breivik in einem unsicheren Familienverhältnis aufwuchs, reicht das nicht aus seine Entwicklung zu erklären. Einiges in seiner Jugendzeit sprach zwar dafür, in die Gewaltrichtung zu lenken, doch in der Arbeitswelt schloss er die Handelsschule ab, arbeitete als Teamleiter und hatte später ein eigenes Geschäft. Doch dann scheint ein neues Kapitel zu beginnen.

Der Anwalt Geir Lippestad legt in seinem Buch (bei uns im buchplanet.ch) ICH VERTEIDIGE ANDERS BREIVIK – WARUM? seine schwierigste Strafverteidigung dar.

13. August 2018

Haben Farben Macht?

Farben erzeugen Stimmungen, erwecken Sympathien, manipulieren Eindrücke und beeinflussen Entscheidungen. Das Buch von Harald Braem DIE MACHT DER FARBEN soll den Umgang mit Farben schärfen und bewusster machen. Wenn Sie Farbpsychologie ablehnen, können Sie sich dieser doch nicht entziehen. Und im Kaleidoskop der Farben, erfahren Sie, ob man Farben schmecken kann und ob es möglich ist, das Blinde Farben erfühlen können.

Was wir auch tun, die geheime Macht der Farben ist ständig um uns, wenn wir Einkaufen uns für ein Kleid entscheiden, ein Auto kaufen, zur schnellen Orientierung im Strassenverkehr, in der Werbung und gerade dann, wenn wir am wenigsten darauf bedacht sind.  Natürlich spielt das subjektive Empfinden eine wichtige Rolle. Ebenso der persönliche Geschmack, der Reiz und die Ablehnung und bewusstes Abgrenzen davon, individuelle Note und Mode. Aber wenn wir meinen, das wäre schon alles, verwechseln wir Ursache und Wirkung. Nach allem was man darüber weiss, ist Rot tatsächlich die älteste Farbe der Menschheit. «Rot wie Blut» bezeichnet der Volksmund. Und Goethe lässt Mephisto den Dr. Faust mit Blut unterschreiben: «Blut ist ein ganz besonderer Saft…» Wir wissen das, Wir sind zivilisiert, wir können kein Blut sehen, die einen fallen schon fast in Ohnmacht, wenn sie beim Blutabnehmen einen Tropfen davon sehen. Das macht die «Kulturschranke». Blut vergiesst man nicht.  Rot steht für die Erfahrungen mit den Urerlebnissen Blut, Feuer und Liebe. Orange ist eine aufregende lebensfrohe Farbe, in der etwas aufreizend Neues entstehen könnte. Sie wirkt mitteilsam und berstend voll Aktivität. Wer sie vertragen kann, findet in Orange einen Charakter, der offen und großzügig, intim, direkt, vereinnahmend und überschwänglich ist. Deshalb steht Orange im verstärkten Masse für Kommunikation, Wärme und herzliche Sinnlichkeit. Schon seit dem frühen Altertum taucht Silber stets als Schwester des Goldes auf und wird mit ihm in einem Atemzug genannt. Was Silber mit Gold verbindet, ist seine Tendenz zu glänzen, also aufmerksamkeitsstark hervorzutreten. Doch ist Silber nicht wie Gold so deutlich auf übergreifende Wärme, Herzlichkeit und den Wunsch zu gefallen ausgerichtet Silber ist wesentlich kühler, introvertierter und rationaler.

Ich habe selbst miterlebt, dass Lieblingsfarben sich im Laufe des Lebens ändern können, als Mädchen war vieles Rosa, auch weil man Geschenke in dieser Farbe erhalten hat, obwohl offensichtlich war, dass ich kein Junge bin. Über die Zeit waren es Grün- und Brauntöne – der klassische Herbsttyp. Lange Jahre hielten sich konstant Rot, Gelb, Orange und Grün. Vor einigen Monaten befiel mich wieder das Rosa – das ich sehr geheimnisvoll empfand. Nun flippe ich wieder gewohnt mit Orange aus, mutig und aufregend!

Von welchen Farben werden Sie gerade befallen?

8. August 2018

Warum Ihr Kind Entspannung braucht

Immer mehr Kinder leiden unter Anspannung und Stress. Sie sind nervös und haben oft Probleme in der Schule. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, mit den täglichen Anforderungen besser klar zu kommen. Der Trick bei diesen Übungen sind so unauffällig, dass kein anderer etwas davon mitbekommt.

Viele Kinder und Jugendliche sind häufig unkonzentriert, lustlos oder erschöpft. Ein hohes «Lebenstempo», Reizüberflutung, unsichere Familienbindungen, hoher Fernseh-/Videokonsum, Computerspiele, schulischer Leistungsdruck, Zeitmangel der Eltern – das sind nur einige Stichworte, die deutlich machen, welchen nervlichen Belastungen Kinder und Jugendliche heute ausgesetzt sind. Um die Verbindung zwischen der Psyche und dem Körper besser zu verstehen, ist eine Betrachtung unseres Nervensystems sinnvoll. Der Autor Dr. Dietmar Ohm, diplomierter Psychologe aus Lübeck, erklärt den Eltern mit seiner praktischen Anleitung wie sie die Tiefmuskelentspannung mit Ihrem Kind üben können. Lernen Sie das lokalisieren von positivem und negativem Stress (Eustress und Distress). Wie lange hält die Stressphase an und wo ist Stress normal. Das Zusammenspiel von inneren und äusseren Einflüssen bei Stress wird erklärt und mit kurzen Fallbeispielen ergänzt. ‘Ist Hyperaktivität immer eine Entwicklungsstörung?’ dürfte für viele Familien eine spannende Überschrift sein. Und für manche Eltern wird dieser Satz eine Erleichterung darstellen: ‘Aggressives Verhalten ist grundsätzlich zur Lebensbewältigung notwendig.’ Wenn Sie das von Ihrem Kind kennen, das bei Wut die Türen zuwirft, mit wörtlichen Sticheleien nicht geizt, sie anschreit, zynische Bemerkungen macht oder offen in der Gegend herumboxt. In diesem Buch bei uns im buchplanet.ch finden sie auch für sich selbst die viel beliebte Anwendung der Tiefmuskelentspannung der PROGRESSIVE RELAXATION FÜR KIDS.

Ich finde es unglaublich wichtig, auf sein Kind einzugehen, seine Einzigartigkeiten zu erkennen und zu fördern. Darauf zu achten, ob es sich in seinem Leben angenommen und wohl fühlt. Die Kindheit ist der Ursprung eines jeden Menschen, wie er später fühlt, denkt und handelt.

23. Oktober 2017

Sagenhafte Sagen

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst…“ etc. das kennen wir alle, die meisten jedenfalls. Aber kennen Sie auch diesen Abgang? Und zum dritten Tag schuf Gott die Stadt Solothurn mit den Feldern, die sie umgeben, und dem Berg, der sie überragt… und so weiter. Das ist der Anfang der Erzählung „Wie die Leute von Solothurn die Schöpfung und Sintflut mit ansahen“ aus der alten Schweiz. Das Buch mit diesen merkwürdigen Sagen finden Sie jetzt im www.buchplanet.ch. Weiter heisst es im Text: „Nun muss man aber bedenken, dass zwischen dem zweiten und dem dritten Tag Hunderte und Millionen von Jahren vergingen.“ Aufschlussreiche Ansicht! Eine weitere Geschichte handelt von Sankt Kolumban, Sankt Gallus und den irischen Mönchen. Gallus war so ein irischer Mönch, er hatte ein Kloster gegründet, das immer grösser wurde, bis darum herum St.Gallen in der Schweiz entstand. Was er im siebten Jahrhundert im Bodenseeraum trieb, ist in dieser Sagensammlung nachzulesen, der auch dreierlei Arten von Erzählungen sind. Einige sind frei erfunden, andere behandeln ein bestimmtes Thema und andere endlich stützen sich auf Dokumente. Welche von dem einen oder anderen abstammen finden Sie schon heraus. Von dem Grafen von Greyerz, der Bärenjagd, ein Drache wird erwähnt – bin froh, dass sich weder das eine noch das andere Tier heute noch in unseren Wäldern befindet. Aha – von Frauentreue und den Söldnern, ebenfalls vom Nikolaus Omli ist die Rede als Titelüberschriften. Die schöne Sage von den Schwyzern und den Leuten aus dem Haslital ist ein Kapitel, mehr noch und für schaurige schöne Liebhaber äh Liebhaber schaurig Schöner Geschichten gibt’s den Rat der Toten. Die wunderbaren Abenteuer des Königs von Bern häng ich noch an, aber jetzt ist Schluss! Viel Vergnügen mit denkwürdigem aus einer alten Zeit.

2. Oktober 2017

Nicht gesucht, aber gefunden!

Bücher die ich nicht direkt suchen würde, aber spannender Weise auf eine Vertiefung ihrer Themen neugierig bin. 🙂

Wenn Verwandte, Freunde oder Partner, verschwinden oder untertauchen, können die Hinterbliebenen nicht abschliessen, wie wenn jemand gestorben ist. Bis ins Detail werden die Fragen der Verlassenen durchleuchtet und von Aussteigern ihre Geschichten erzählt. Auf der Suche nach Aufklärung.

Sterbebegleitung ist Menschenbildung, nicht Fachgebiet. Mut zum Ja sagen. So bereiten sie Ihr Zuhause für die Heimkehr des sterbenden vor. Die tägliche Pflege des Patienten. Die Versorgung mit palliativer Medizin. Belastende Situationen. Kommunikation als Brücke zueinander – der sorgsame Umgang mit sterbenden. Reifeprozess zum Tod. Frage des Geistes und der Seele. Die Gestaltung des Abschieds. „So lerne ich, mich im Jetzt zu erleben, im ewigen Zeitenstrom, der durch mich hindurchfließt.“

 

Heitere Einführung in die Psychosomatik: Wird die Seele missachtet, leidet der Körper. „Das liegt dir im BLUT“, „In ANGSTSCHWEISS gebadet.“ Hier wird den Sprichwörtern auf den Grund gegangen. „Du bist ja völlig aus dem GLEICHGEWICHT.“ Und was auch bekannt betitelt wird – „Du Schlappschwanz“ hat den Ursprung auf… Seite 122, wenn Sie mögen!

Über alles mögliche gibt es Kochbücher, aber Bananen? Nun gut, da wäre: Bananen im Kokosnussmantel auf Reis „Colonial“ sieht köstlich aus. Speck, Kalbsfiletmedaillon, Schinkenstreifen wenn und Sie’s gerne essen, Seezungenstreifen, Krevetten – ne ne alles im gleichen Menü. Alles leckere Muntermacherrezepte! Neben Süssspeisen mit Bananen wird über den Anbau, die Geschichte und dem Fairen Handel berichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den Büchern: FUNKSTILLE_1DICKER HALS UND KALTE FÜSSEZUM STERBEN WILL ICH NACH HAUSE_1BANANEN

Ich lade Sie ein, bei uns im www.buchplanet.ch auch Ihr Lieblingsbuch zu finden, das sie niemals gesucht hätten!

18. September 2017

Aber ich glaub schon

Aus dem HANDBUCH DES ABERGLAUBENS sind wunderlich und suspekte Dinge zu lesen unter anderem aufgeschlagen bei A wie Achsel: Die A.höhle ist vielfach für den Zauber bedeutsam, weil sie für die Entstehung des Körpergeruchs wichtig ist. Aus der A.höhle stammendes fein geschnittenes Haar wird von den Mädchen unbemerkt dem geliebten Mann zu essen gegeben, worauf er unlöslich an sie gebunden ist. Bon appétit, kann ich da nur wünschen – igitt igitt igitt mi früürts – oder ich probiere es mal aus?! Dann gehen wir lieber dem Schmalzvogel auf den Grund, also dem Buttervogel: Eigentlich eine Hexe in Schmetterlingsgestalt, die in dieser Form leichter an Butter und Milch herankommt. Die gleiche Vorstellung liegt dem englischen Wort für Schmetterling, butterfly, zugrunde. Überdies haben Sie vielleicht schon von dem Gähnen gehört: Weit verbreitet ist der Gedanke, dass einerseits beim Gähnen die Seele durch den Mund entweichen, andererseits wie eine Mücke der Teufel in dieselbe eindringen kann. So soll sich der Gähnende zur Sicherheit am besten im Namen der heiligen Dreifaltigkeit bekreuzigen, zumindest aber die Hand vor den Mund halten. Soviel zu dieser höflichen Geste. Ein Brauch, der es ebenfalls in unsere Zeit geschafft hat ist der Hals und Beinbruch: Da im Zauberglauben der Wunsch häufig mit einer Beschwörung gleichbedeutend ist, kann auch durch die Umkehrung ein negativer Wunsch eine positive Bedeutung erlangen. So wünscht man H. u. B., um das gewünschte Glück nicht durch Bereden zu verrufen. Die Mundsperre ist: Den Vögeln, die Saatschädlinge sind, hatte man die M. angezaubert, indem der Bauer ein paar Körner in den Mund nahm und auf den Acker spuckte. Man verwendete gegen die M. auch ein Hängeschloss, das verkehrt an der Stalltüre hing. Zum Schluss der allseits beliebte Zucker: Gegen Schluckauf muss man ein Stück Zucker essen. Auf Granulationen in einer Fleischwunde streut man weissen Zucker als Sympatiemittel. Und gegen Rotlauf hilft das blaue Papier, in das Zuckerhüte eingepackt sind. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Heilmittel nicht irgendwann einer modernen Designänderung zum Opfer fällt. Mit drei Bänden sind Sie über die Wintermonate, am warmem Kaminfeuer und den wandelnden Schatten bestens unterhalten, den uns noch heute geläufigen Redewendungen auf den Grund zu gehen. Vom Aal bis zur Gyromantie, vom Haar bis zum Otterköpfchen (weiss der Geier was das ist?!) und vom Palm bis zum (Sonntag) ach nein bis zum Z wie Zypresse.

11. September 2017

Ich gehöre ihm

Kaum den ‚Chatroom-Falle‘-Blog (vom 21.8.2017) geschrieben, flattert eine neue Warnung aus dem Bücherregal. Hierbei handelt es sich um ein hochaktuelles Thema, das sich weiter verschärft. Es wuchert schon einige Jahre, scheint aber immer wieder in Vergessenheit zu geraten. Gemeint ist die Loverboy-Methode. Die Holländerin Merel van Groning, als Opfer dieser Erfahrung erzählt in ihrem Buch über ‚Gefangen im Netzt eines Loverboys‘ UND PLÖTZLICH GEHÖRST DU IHM… (Zu dem gleichen Thema gibt es einen Film: „Ich gehöre ihm“). Was sich in den Niederlanden ausgebreitet hat, ist in Deutschland und anderswo längst keine Seltenheit mehr. Es war bekannt, dass diese meist jungen Männer auf Schulhöfen, in Jugendtreffs, Fastfood-Restaurants oder natürlich im Internet Mädchen und sehr junge Frauen kontakten. Mädchen, die freigiebig Informationen über sich, ihre Lebenssituation, ihre Probleme in Chatforen preisgeben, sind ein leichtes Ziel für einen Loverboy, denn diese Informationen kann er für sich nutzen, um gezielt auf ein Mädchen eingehen zu können. Er spricht es an, hält den Kontakt, schenkt ihm Beachtung, verwöhnt es mit Aufmerksamkeit, mit Geschenken und Einladungen und heuchelt echte Zuneigung und die grosse Liebe. So beginnt für die Mädchen der Weg in die emotionale Abhängigkeit, schnell vernachlässigen sie sämtliche anderen Freundschaften und die Familie oder lehnen sie sogar völlig ab. Erst wenn das Mädchen regelrecht isoliert ist, wendet sich das Blatt: Dann sind sexuelle Gewalt und weitere kriminelle Handlungen der Loverboy-Täter an der Tagesordnung. Opfer sind aus allen Gesellschaftsschichten verzeichnet. (Alarm-Anzeichen sind mit Sicherheit, wenn der eigene Freund verlangt, dass das Mädchen mit seinen Freunden schläft. In einer gesunden Beziehung mit echter Liebe würde der Freund darüber Eifersüchtig sein.)

Merel ist das erste Mal verliebt und trifft auf Mike, der um einiges älter ist. Er überhäuft sie mit Komplimenten macht Geschenke, isoliert sie von ihrer Familie. Er achtet peinlich genau darauf, dass die Schule besucht und ihre Hausaufgaben erledigt werden. Er wird zu ihrem Mittelpunkt und macht sie von sich abhängig. Sie ziehen zusammen in eine Wohnung und er vermittelt Merel Liebe und Sicherheit. Er beteuert, sich immer um sie zu kümmern. Plötzlich schlägt sein Verhalten um und er vernachlässigt sie regelrecht bis sie Unterernährt ist. Nach scheinbar finanziellen Problemen glaubt Merel sogar selbst, dass es keinen Ausweg mehr gibt als den, dass sie sich verkauft…“

Die Eltern und die Polizei kämpfen gegen die Macht sogenannter Loverboys. Oft ist es zu spät. Im schweizerischen Gesetzbuch (StGB) werden Menschenhandel, Selbstbestimmungrecht und die Entscheidungsfreiheit immer wieder angepasst, dass Opfer besser geschützt werden. Leider werden sehr wenige Fälle zur Anzeige gebracht. Für Eltern gibt es genaue Informationen bei eilod.de eine Elterninitiative, die ein betroffener Vater ins Leben gerufen hat. Die Institution ‚Liebe ohne Zwang‘ lehrt mit Workshops an Schulen, die Loverboymasche zu entlarven und das Selbstbewusstsein zu stärken! Klären auch Sie auf. Danke.