Lasst es pendeln!

Für Fans von Verschwörungstheorien, Geheimgesellschaften, den Templern, dem Gral usw. hat buchplanet.ch Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco im Angebot.

Casaubon, Belbo und Diotallevi sind drei kluge Herren aus Mailand. Sie arbeiten alle drei für den gleichen Verlag und stossen eines Tages auf ein geheimnisvolles Dokument. Es ist zwar verschlüsselt, aber der Besitzer, Oberst Ardenti, erläutert den drei Herren eine Geschichte, die selbst Dan Brown erblassen liesse! Eine Geschichte, wie einige Templer nach der Zerschlagung ihres Ordens Anno Domini 1307 in den Untergrund gingen und eine Geheimorganisation gründeten, um im Jahr 2000 (das Buch erschien erstmals 1988) so eine Art Weltrevolution durchzuführen – mit der Hilfe des Grals, versteht sich. Das Alles garniert mit unzähligen urchristlich-keltisch-esoterischen Details und viel okkulter Zahlenmystik. Casaubon, Belbo und Diotallevi, allesamt Skeptiker, glauben zunächst kein Wort davon. Doch dann verschwindet Ardenti plötzlich spurlos; Belbo entdeckt eine Spur, die zu Cagliostro (Blog vom 7. August 2018) führt; Casaubon (der Ich-Erzähler) stösst selbst in Brasilien auf die Rosenkreuzer; irgendwann taucht auch noch der Graf von Saint Germain auf; und dann startet der Verlag eine esoterische Buchreihe. Das Trio befasst sich eingehend mit der Materie und sieht bald vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr in diesem ganzen okkultistischen Tohuwabohu. Schliesslich fangen die Herren an, selber Verschwörungstheorien zu erfinden; selbst in einem Buch über Autos lassen sich streng geheime, verschlüsselte Botschaften entdecken, wenn man nur genau genug hinguckt. Dann fällt Casaubon und Co. das mysteriöse Templer-Dokument von damals wieder ein. Daraus lässt sich eine wunderbare Verschwörungstheorie schustern! Ein riesiger „geheimer Plan“, der die gesamte europäische Geschichte der letzen 500 Jahre umfasst! Doch dann wird aus dem Jux plötzlich Ernst. Irgendjemand scheint die Flunkerei der drei Scherzkekse für bare Münze zu nehmen…

In diesem Durcheinander von Sekten und Geheimbünden kann man leicht den Überblick verlieren. Und alles dreht sich letztlich um Léon Foucaults Pendel in Paris.

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