Spruch der Woche – Gedanken von Goethe

Wer mir den Ehestand angreift, wer mir durch Wort, ja durch Tat diesen Grund aller sittlichen Gesellschaft untergräbt, der hat es mit mir zu tun!…Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel aller Kultur. Sie macht den Rohen mild, und der Gebildete hat keine bessere Gelegenheit, seine Milde zu beweisen. Unauflöslich muss sie sein; denn sie bringt so vieles Glück, dass alles einzelne Unglück dagegen gar nicht zu rechnen ist. Und was will man von Unglück reden? Ungeduld ist es, die den Menschen von Zeit zu Zeit anfällt, und dann beliebt er, sich unglücklich zu finden. Lasse man den Augenblick vorübergehen und man wird sich glücklich preisen, dass ein so lange Bestandenes noch besteht. Sich zu trennen, gibt’s gar keinen hinlänglichen Grund. Der menschliche Zustand ist so hoch in Leiden und Freuden gesetzt, das gar nicht berechnet werden kann, was ein Paar Gatten einander schuldig werden. Es ist eine unendliche Schuld, die nur durch die Ewigkeit abgetragen werden kann. Unbequem mag es manchmal sein, das glaub‘ ich wohl und das ist eben recht. Sind wir nicht auch mit dem Gewissen verheiratet, das wir oft gerne los sein möchten, weil es unbequemer ist, als uns je ein Mann oder eine Frau werden könnte.

Aha! Ich habe meinen Lieblingsdenker gefunden. (siehe Blog 23.4.2019, Diverses) Ich bin wohl der gleichen Ansicht, dass der Ehestand wertvoll ist, zwischen Mann und Frau. Und sie unauflöslich sein sollte. Denn was wäre sonst Familie, wenn man sagt; Blut ist dicker als Wasser? Daher, ’sich zu trennen gibt’s gar keinen hinlänglichen Grund‘. In diesem Fall das ‚Gewissen‘ positiv zu werten ist, da es uns erlaubt zusammen durch ‚dick und dünn‘ zu gehen und nicht gleich aufzugeben.

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