Spruch der Woche – Gedanken von Goethe

Der Mensch ist so geneigt, sich mit dem Gemeinsten abzugeben; Geist und Sinne stumpfen sich so leicht gegen die Eindrücke des Schönen und Vollkommenen ab, dass man die Fähigkeit, es zu empfinden, bei sich auf alle Weise erhalten sollte. Denn einen solchen Genuss kann niemand ganz entbehren, und nur die Ungewohnheit, etwas Gutes zu geniessen, ist Ursache, dass viele Menschen schon am Albernen und Abgeschmackten, wenn es nur neu ist, Vergnügen finden. Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

Ein Unding auch aus unserer Zeit. Die lieben Medien! Oft laufen mir Leute über den Weg, die böse Worte an andere richten, die mehr Besitz haben, die sich auf einer Flucht befinden und alles zurücklassen mussten, die Fehler gemacht haben und damit, eventuell mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, über Menschen die anders Denken, Handeln und nach ihren speziellen Traditionen leben. Und woher kommt dieser Unmut? Es wird eine App auf dem Smartphone installiert, das täglich über die neusten (abscheulichsten) News informiert. Wie bringt uns das in unserem Tag weiter? Oft merken die Schwätzer nicht, dass sie mitverantwortlich sind, bei der Verbreitung von Angst über Dinge die der Welt passieren könnten, über Befürchtungen, die jemanden im Alltag hemmt freudig durch seinen Tag zu gehen. Warum ist es für die meisten so schwierig, schöne Geschichten weiter zu erzählen und über die freudigen Erlebnisse zu berichten, um Mut und Zuversicht weiter zu geben, und damit andere zu stärken und aufzubauen? Ich glaube, wenn sich jeder daran versucht Gutes weiterzuleiten, würden viele ihr Leben nicht so mühselig und die Welt der Medien nicht so trist empfinden.

Goethes Empfehlung lautet; suchen Sie jeden Tag ein fröhliches Lied zu hören, ein schönes Gedicht zu lesen, ein wundervolles Bild zu bestaunen und wenn es möglich wäre, einige vernünftige Worte zu sprechen.

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