Der Kampf ums Überleben

Dieser Kampf war im Ghetto von Warschau während des Zweiten Weltkriegs alltäglich.

Aron ist ein ausgesprochener Pechvogel. Doch sein ganzes Pech ist nur ein Summton von dem, was seiner jüdischen Familie bevorsteht, als die Nazis Polen besetzen. Alle Juden müssen ins Ghetto ziehen, dann beginnt eine Zeit von Elend und Not, Krankheit und Hunger. Aron trägt zum Unterhalt seiner Familie bei, indem er sich als Mitglied einer Bande von Dieben und Schmugglern betätigt. Dann begegnet er dem Leiter des örtlichen Waisenhauses, dem Arzt und Pädagogen Janusz Korczak (vergleiche Blog vom 16. August 2013). Korczak bemüht sich, seinen Schützlingen wenigstens ein Minimum an Lebensqualität zu bieten. Das Waisenhaus, in dem Aron schliesslich Aufnahme findet, ist ein mühsam aufrecht erhaltener Hort der Humanität – und ein Ort, wo Kinder selbst unter diesen Umständen Kinder sein dürfen. Die Bekanntschaft mit dem Pan Doktor ermöglicht Aron, der – wie so viele – viel zu schnell erwachsen werden musste, eine neue Perspektive.

Ein Happy End gibt es leider nicht. Am 5. August 1942 ziehen die Kinder aus dem Waisenhaus, und mit ihnen Aron und Korczak, in einer langen Kolonne zum Bahnhof, wo der Zug nach Treblinka wartet… Diese Geschichte kann man in Aron und der König der Kinder von Jim Shepard nachlesen.

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