Verwandte und andere Katastrophen

Eine nicht ganz alltägliche Sippschaft ist Die erstaunliche Familie Telemachus im gleichnamigen Roman von Daryl Gregory.

Matty Telemachus, 14 Jahre alt und Amerikaner, ist nicht besonders stolz auf seine Familie. Lauter schräge Vögel! Wankende Ehen, gestörte Psychen, dubiose Geschäfte, undurchsichtige Bekanntschaften! Und seit die ganze Bagage bei Opa Teddy in Chicago unter einem Dach wohnt, liegt ständig etwas in der Luft. Doch eines Tages stellt Matty fest, dass er selber einer der schrägsten Vögel überhaupt ist: Er kann nämlich seinen Körper verlassen. Jawohl, ganz richtig. Plötzlich schwebt der Junge unsichtbar knapp unter der Zimmerdecke und besichtigt seinen eigenen Körper von oben. Matty weiss, dass seine Verwandten früher auf der Bühne Zaubertricks vorführten, bevor sie unter geheimnisvollen Umständen das Show-Geschäft aufgaben. Waren das womöglich gar keine Tricks, war das wirklich Realität? Verfügen die Mitglieder der Familie Telemachus tatsächlich über übersinnliche Fähigkeiten? Onkel Frankie mit seiner Telekinese, Onkel Buddy mit seiner Hellseherei? Und was ist mit Mattys Mutter Irene, die aus irgendeinem Grund immer gleich Bescheid weiss, wenn der Sohnemann zu lügen versucht? Matty beginnt mit dem Training. Schliesslich will er die Sache mit dem „Astralreisen“ (so nennt man das im Fachjargon) so schnell wie möglich in den Griff kriegen. Doch leider gibt es immer Leute, die parapsychologische Tätigkeiten für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Entweder der Staat oder die Unterwelt…

Alle Telemachüsser haben so ihre Sorgen, emotionale, finanzielle oder sonstige. Vorsicht: Manchmal drücken sich die Leute doch recht vulgär aus. Und am Schluss? Am Schluss ist alles ein bisschen anders, als man dachte!

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