Geistreich

Ein Gespenst besonderer Art lernt das Publikum in Arthur Unsichtbar und der Schrecken von Thorblefort Castle von Louise Arnold kennen.

Der graue Arthur ist ein höchst unbegabter Geist. Er sieht überhaupt nicht gruslig aus und zum Erschrecken von Menschen fehlt ihm nun wirklich jedes Talent. Das macht ihn zum Aussenseiter – und zum Leidensgenossen von Tom Golden. Tom hat gerade an einer neuen Schule angefangen und tut sich damit recht schwer. Oder besser gesagt: seine Mitschüler machen es ihm schwer. Da hat Arthur eine famose Idee! Wenn er schon nicht als Poltergeist oder Schlossgespenst oder sowas tätig sein kann, dann ist er eben ab sofort Toms unsichtbarer Freund. Arthur begleitet Tom auf Schritt und Tritt und versucht, ihm beizustehen. Leider hat die Sache einen Haken; Tom kann Arthur weder sehen noch hören noch berühren. Kann man wirklich befreundet sein, wenn der Eine nicht einmal weiss, dass der Andere vorhanden ist? Doch dann erwirbt Tom durch einen Autounfall plötzlich die Fähigkeit, Geister zu sehen und zu hören. Das ist einerseits natürlich sehr angenehm, weil er Arthur jetzt wahrnehmen kann und sein unsichtbarer Freund nicht mehr ganz so unsichtbar ist; Andererseits wird Toms Leben dadurch ziemlich turbulent. Ein Schulausflug nach Thorblefort Castle zum Beispiel entpuppt sich als Spiessrutenlauf quer durch eine ganze Kompanie von Geistern, die kein Mensch sieht oder hört, abgesehen von einem. Da dauert es natürlich nicht lange, bis Eltern, Lehrer und Mitschüler in Bezug auf Tom zu einer klaren Diagnose kommen: Nicht mehr alle Tassen im Schrank. Und schon steht ein Psychiater auf der Matte, ein gewisser Dr. Brown. Tom ist verzweifelt, so verzweifelt, dass er gar nicht merkt, was dieser angebliche Seelenklempner im Schilde führt. Aber zum Glück hat er ja Arthur.

Übrigens hat der Umgang mit Geistern trotz allem auch seine Vorteile. Diese Erfahrung macht Tom sehr bald.

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