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Halleluja!

von Gabriel Weber

In seinem Buch Sternstunden der Menschheit beschreibt Stefan Zweig zwölf historische Augenblicke.

  1. 1513 erblickt der spanische Eroberer Vasco Nunez de Balboa als erster Europäer an der Westküste Amerikas den Pazifik.
  2. 1453 fällt Byzanz. Die Türken erobern die Hauptstadt des Oströmischen Reichs, das heutige Istanbul.
  3.  1741 gesundet Georg Friedrich Händel nach langer Krankheit (körperlich und seelisch) und kann den „Messias“ komponieren. Darin enthalten ist das berühmte „Halleluja“ (siehe Titel).
  4.  1792 dichtet der französische Offizier Rouget in einer einzigen Nacht die „Marseillaise“.
  5. 1815 besiegelt die Niederlage bei Waterloo Napoleons Schicksal. Marschall Grouchy hat, ohne es zu wollen oder auch nur zu ahnen, wesentlichen Anteil an diesem Ergebnis.
  6.  1823 arbeitet Johann Wolfgang Goethe an der Marienbader Elegie. Er (74) hat um die Hand von Ulrike von Levetzow (19) angehalten, doch ohne Erfolg.
  7. 1848 wird auf dem Besitz von Johann August Suter (einem Schweizer) in Kalifornien Gold gefunden. Dieses Ereignis löst den Goldrausch aus, der Suter ruiniert.
  8.  1849 wird Fjodor Dostojewski, zum Tode verurteilt, vom Richtplatz weg begnadigt.
  9. 1858 kann man zum ersten Mal von Europa nach Amerika und umgekehrt telegrafieren – dank der Initiative von Cyrus Field.
  10. 1910 brennt der greise Leo Tolstoj von zuhause durch und stirbt wenig später in einem kleinen Provinzbahnhof. Dieser Teil des Buches ist als Theaterstück gestaltet.
  11.  1912 erreicht Captain Scott mit seiner Expedition den Südpol und muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass Amundsen schon früher dort war.
  12.  1917 schleust man Lenin in einem plombierten Zug aus der Schweiz nach Russland (ob das wirklich eine Sternstunde war, ist eine andere Frage).

Die Zwölf Historischen Miniaturen, so der Untertitel des Buches, sind kleine Meisterwerke.

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