Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Ahoi, Herr Kapitän!

von Gabriel Weber

Der Fliegende Holländer ist nicht nur eine Oper von Richard Wagner, sondern auch ein legendäres Geisterschiff.

Chapelvale, England, Anno Domini 1896: Ein blonder, seemännisch wirkender Junge und sein Hund kommen ins Dorf. Was niemand ahnt: Erstens sieht der Junge (er nennt sich Ben) zwar nicht älter aus als dreizehn, hat aber in Wirklichkeit schon sage und schreibe 289 Jahre auf dem Buckel. Zweitens können er und sein schwarzer Labrador (namens Ned) sich in Gedanken miteinander unterhalten. Und drittens waren sie beide seinerzeit auf dem Fliegenden Holländer. Als die Mannschaft jenes Schiffes einst dazu verdammt wurde, für immer und ewig über die Weltmeere zu segeln, wurden der stumme Küchenjunge und ein ihm zugelaufener Hund, den er heimlich auf das Schiff geschmuggelt hatte, von der Strafe ausgenommen, weil sie die einzigen unschuldigen Seelen an Bord waren. Stattdessen bekamen die Beiden die Aufgabe, durch die Welt zu ziehen und Gutes zu tun. Dafür wurde Ben, der damals noch Neb hiess (Abkürzung für Nebukadnezar), und Ned, der damals noch Den hiess (Abkürzung für Denmark), die Gabe der Sprache und der ewigen Jugend geschenkt. So kommen Ben und Ned also 276 Jahre später, aber keinen Tag älter geworden, nach Chapelvale und finden Aufnahme bei der gastfreundlichen Kapitänswitwe Winifred Winn, genannt Winnie. Schon bald haben sie Gelegenheit, sich nützlich zu machen. In Chapelvale ist die Welt nämlich gar nicht so heil wie es scheint; Der sogenannte Fortschritt droht dem Ort den Garaus zu machen. Ausserdem gibt es da einige jugendlichen Streithähne, die Schwächere tyrannisieren und denen man dringend eine Lektion erteilen sollte. Der Junge mit den ungewöhnlichen blauen Augen hat glücklicherweise die hilfsbereiten Geschwister Amy und Alex Somers kennengelernt.

Eines ist klar: Am Ende müssen Ben und Ned sich schweren Herzens von Chapelvale und seinen Einwohnern verabschieden und weiterziehen… Diese Geschichte erzählt Brian Jacques in seinem Roman Die Gestrandeten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.