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Zurich, Ontario

von Gabriel Weber

Von Zürichtal auf der Krim (Ukraine oder Russland? Ich habe den Überblick verloren…) über Berna in Argentinien bis nach Locarno Spring in Australien führt die Reise im Weltatlas der Schweizer Orte von Petra Koci.

In den vergangenen Jahrhunderten sind viele Schweizer ausgewandert. Trotzdem blieben sie ihrer alten Heimat oft verbunden, zum Beispiel jene Leute aus dem Kanton Zürich, die 1805 unter der Leitung von Major Hans Caspar Escher (Grossvater Alfred Eschers) auf die Halbinsel Krim zogen und Zürichtal (heute Zolotoe Pole) gründeten. Doch sie waren nicht die ersten Auslandschweizer in Russland: Schon im 18. Jahrhundert entstanden an der Wolga Orte, die Namen wie Zürich, Schaffhausen, Basel oder Zug trugen, bevor sie von den Sowjets „russisiert“ wurden. Im amerikanischen Bundesstaat Indiana liegt im Switzerland County der Ort Vevay (ausgesprochen „Wiiwii“). Dort richtete der Winzer Jean-Jacques Dufour aus – erraten! – Vevey eines der ersten Weingüter der USA ein und lieferte einmal sogar 10 Gallonen an Präsident Thomas Jefferson nach Washington. Heute gibt es in Vevay allerdings keine Rebberge mehr. In New Glarus (Wisconsin, Amerika) ist das Schweizer Erbe heute noch unübersehbar, in Berne (Indiana, Amerika) sind es nicht zuletzt die Amish, welche die Erinnerung an die helvetischen Stadtgründer wachhalten – und die Erinnerung an den Gründer ihrer Gemeinschaft, den Berner Jakob Ammann (siehe Blog vom 10. Dezember 2015). Der erste Flugplatz Argentiniens befand sich in Villa Lugano, einem Stadtteil von Buenos Aires. Walliser Auswanderer in Algerien nannten ihr Dorf folgerichtig St Maurice (heute hat der Ort allerdings einen arabischen Namen).

Ja, die Schweiz ist auf ihre Weise eine Weltmacht!

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