Von Priestern und Prälaten

Der Annuario Pontificio 1977, das Jahrbuch der römisch-katholischen Kirche für das Jahr 1977, ist historisch sehr interessant.

An erster Stelle steht natürlich Seine Heiligkeit Papst Paul VI., geborener Giovanni Battista Montini, ehemals Erzbischof von Mailand, inzwischen im 14. Jahr seines Pontifikates. Dann sind die Kardinäle aufgelistet, wobei im Rückblick besonders zwei Namen auffallen: Ihre Eminenzen Albino Luciani, Patriarch von Venedig (später Papst Johannes Paul I.) und Karol Wojtyla, Erzbischof von Krakau (später Papst Johannes Paul II.). Joseph Ratzinger (später Papst Benedikt XVI.) war damals als schlichter Monsignore Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission, Jorge Bergoglio (jetzt Papst Franziskus) ist hingegen noch nirgends zu finden. Ferner sind sämtliche Bistümer der ganzen Welt mitsamt ihren Bischöfen aufgelistet. Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass der Bischof von Lahore (Pakistan) damals Armando Trindade hiess? Oder dass der Erzbischof von Brisbane (Australien), Francis Roberts Rush, am 11. September Geburtstag hatte? Oder dass Seine Eminenz Manuel Gonçalves Cerejeira, emeritierter Patriarch von Lissabon, 88 Jahre zählte, schon seit 47 Jahren Kardinal war und bei nicht weniger als drei Papstwahlen mitgestimmt hatte (1939, 1958 und 1963)? Sehen Sie, ich auch nicht!

Auf Seite 487 ist auch der damalige Bischof von St. Gallen verzeichnet. Otmar Mäder, geweiht am 2. Mai 1976. Kommandant der Schweizergarde, erwähnt auf Seite 1093, war Oberst Franz Pfyffer von Altishofen.

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