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Kleine graue Zellen

von Gabriel Weber

Mein Lieblingsdetektiv Hercule Poirot (ordnungsliebender Belgier mit makellosem Schnurrbart und gesundem Selbstbewusstsein, erdacht von Dame Agatha Christie) ist zurück! Sophie Hannah hat ihn in ihrem Kriminalroman Die Monogramm-Morde wiederaufleben lassen.

Hercule Poirot sitzt eines Abends gemütlich in einem Café und macht dort die Bekanntschaft einer verängstigten Dame namens Jennie. Jennie ist felsenfest davon überzeugt, dass sie erstens demnächst ermordet werden wird und dass es ihr zweitens ganz recht geschieht. Begreiflicherweise wundert Poirot sich ein wenig. Umso alarmierter ist er, als sein Freund, der Polizist Edward Catchpool, ihm von dem geheimnisvollen Dreifachmord im Hotel Bloxham erzählt. Zwei Frauen und ein Mann starben dort beinahe gleichzeitig an Gift, wurden geradezu hingerichtet – und im Mund jeder Leiche befand sich ein goldener Manschettenknopf mit dem eingravierten Monogramm PIJ. Hercule bringt seine berühmten kleinen grauen Zellen in Schwung und seinen „Watson“ Catchpool durch seine pedantische Genauigkeit beinahe zur Verzweiflung. Bald stellt sich heraus, dass zwischen den drei Mordopfern durchaus eine Verbindung besteht. Sie stammten nämlich alle aus dem gleichen Dorf und haben sich offenbar gut gekannt. Ausserdem ist Poirot felsenfest davon überzeugt, dass sein Jennie-Erlebnis irgendwie mit diesem Fall zusammenhängt. Wird sie vielleicht schon bald das vierte Opfer des geheimnisvollen Giftmörders? Eigentlich wäre es ja nur allzu logisch, wenn eine gerade Anzahl Manschettenknöpfe im Verkehr wäre…

Eine der zentralen Fragen im Fall Bloxham: Warum haben die drei zukünftigen Mordopfer (immerhin Engländer!) im Hotel Five o‘ clock Tea aufs Zimmer bestellt – zu einem Zeitpunkt, als eigentlich ein Dinner fällig gewesen wäre? Das ist doch höchst seltsam!

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