Haben Farben Macht?

Farben erzeugen Stimmungen, erwecken Sympathien, manipulieren Eindrücke und beeinflussen Entscheidungen. Das Buch von Harald Braem DIE MACHT DER FARBEN soll den Umgang mit Farben schärfen und bewusster machen. Wenn Sie Farbpsychologie ablehnen, können Sie sich dieser doch nicht entziehen. Und im Kaleidoskop der Farben, erfahren Sie, ob man Farben schmecken kann und ob es möglich ist, das Blinde Farben erfühlen können.

Was wir auch tun, die geheime Macht der Farben ist ständig um uns, wenn wir Einkaufen uns für ein Kleid entscheiden, ein Auto kaufen, zur schnellen Orientierung im Strassenverkehr, in der Werbung und gerade dann, wenn wir am wenigsten darauf bedacht sind.  Natürlich spielt das subjektive Empfinden eine wichtige Rolle. Ebenso der persönliche Geschmack, der Reiz und die Ablehnung und bewusstes Abgrenzen davon, individuelle Note und Mode. Aber wenn wir meinen, das wäre schon alles, verwechseln wir Ursache und Wirkung. Nach allem was man darüber weiss, ist Rot tatsächlich die älteste Farbe der Menschheit. «Rot wie Blut» bezeichnet der Volksmund. Und Goethe lässt Mephisto den Dr. Faust mit Blut unterschreiben: «Blut ist ein ganz besonderer Saft…» Wir wissen das, Wir sind zivilisiert, wir können kein Blut sehen, die einen fallen schon fast in Ohnmacht, wenn sie beim Blutabnehmen einen Tropfen davon sehen. Das macht die «Kulturschranke». Blut vergiesst man nicht.  Rot steht für die Erfahrungen mit den Urerlebnissen Blut, Feuer und Liebe. Orange ist eine aufregende lebensfrohe Farbe, in der etwas aufreizend Neues entstehen könnte. Sie wirkt mitteilsam und berstend voll Aktivität. Wer sie vertragen kann, findet in Orange einen Charakter, der offen und großzügig, intim, direkt, vereinnahmend und überschwänglich ist. Deshalb steht Orange im verstärkten Masse für Kommunikation, Wärme und herzliche Sinnlichkeit. Schon seit dem frühen Altertum taucht Silber stets als Schwester des Goldes auf und wird mit ihm in einem Atemzug genannt. Was Silber mit Gold verbindet, ist seine Tendenz zu glänzen, also aufmerksamkeitsstark hervorzutreten. Doch ist Silber nicht wie Gold so deutlich auf übergreifende Wärme, Herzlichkeit und den Wunsch zu gefallen ausgerichtet Silber ist wesentlich kühler, introvertierter und rationaler.

Ich habe selbst miterlebt, dass Lieblingsfarben sich im Laufe des Lebens ändern können, als Mädchen war vieles Rosa, auch weil man Geschenke in dieser Farbe erhalten hat, obwohl offensichtlich war, dass ich kein Junge bin. Über die Zeit waren es Grün- und Brauntöne – der klassische Herbsttyp. Lange Jahre hielten sich konstant Rot, Gelb, Orange und Grün. Vor einigen Monaten befiel mich wieder das Rosa – das ich sehr geheimnisvoll empfand. Nun flippe ich wieder gewohnt mit Orange aus, mutig und aufregend!

Von welchen Farben werden Sie gerade befallen?

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