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Petri Heil!

von Gabriel Weber

Das könnte sich Simon Templar, genannt „Der Heilige“, gedacht haben.

Eine Nacht, ein Schrei, ein Schuss – und dann fischt der steinreiche Amateurdetektiv Simon Templar eine sehr attraktive (und sehr lebendige) junge Dame aus dem Ärmelkanal. Mal ehrlich: Könnte eine Kriminalgeschichte vielversprechender anfangen? Die junge Dame heisst Loretta Page, ist von Beruf Detektivin und berichtet dem „Heiligen“ – sozusagen unter Kollegen – von dem Fall, den sie gerade bearbeitet: Irgendjemand hebt heimlich Schätze aus gesunkenen Schiffen. Das ist illegal, denn eigentlich stehen die Bergungsrechte den Versicherungen zu, welche die Schiffseigentümer für den Verlust entschädigt haben. Diese Versicherungen, immerhin um riesige Summen geschädigt, sind Lorettas Auftraggeber, beziehungsweise die Auftraggeber ihres Arbeitgebers, der Detektei Ingerbeck. Simon Templar interessiert sich sowohl für die Dame als auch für den Fall. Na ja, vielleicht doch etwas mehr für die Dame als für den Fall. Aber jedenfalls befasst er sich mit der Sache. Es dauert nicht lange, da macht Simon auch schon die Bekanntschaft von Kurt Vogel, dem Hauptverdächtigen dieses Falles. In Vogels Begleitung befindet sich Professor Yule, ein Tiefseeforscher, der ein neues Tauchgerät ausprobieren will. Sind die beiden Herren mit der Jacht Falkenberg nur zufällig an der Küste? Ganz in der Nähe liegt die Chalfont Castle auf dem Meeresgrund…

Der Heilige über Bord von Leslie Charteris ist ein Krimi aus dem Jahr 1936. Simon Templar weist viele Merkmale des klassischen Krimi-Detektivs auf: Er ist kein Polizeibeamter, sondern ein finanziell unabhängiger Privatmann, der sich aus persönlichem Interesse der Verbrecherjagd widmet. Und er hat auch einen treuen Begleiter, den Diener Orace.

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