Feldbach & Söhne

Die kaufmännische Lehre gehört zu den beliebtesten Berufsausbildungen. Dabei hat sich über die Jahrhunderte hinweg viel geändert, vieles ist aber auch gleich geblieben. Wie lief es in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg?

Der Kaufmann Karl Feldbach – Import, Export und Kommission – übernimmt zusätzlich zu seiner eigenen die Firma seines verstorbenen Geschäftsfreundes Bruckmann. Ein vergrössertes Unternehmen erfordert allerdings mehr Personal, daher treten Feldbachs Söhne Kurt, Ernst, Fritz und Adolf als Lehrlinge in den Betrieb ein. Unter der sachkundigen Anleitung des Prokuristen Krey lernen die vier Burschen alles über Buchhaltung, Korrespondenz, Offerten, Warenmuster, Preiskalkulation usw. Übrigens handelt die Firma Feldbach mit so ziemlich allem: Tee, Kaffee, Rum, Talg, Pottasche, Gewürze, Kork, Olivenöl, Soda… Einmal werden sogar zwei Giraffen an den Zoologischen Garten vermittelt. Man stelle sich vor: Im Büro (bzw. im Kontor) wird noch alles von Hand gemacht! Die Bücher, die Briefe, alles mit Feder und Tinte auf Papier geschrieben! Das kann man sich als heutiger Leser kaum noch vorstellen.

Vom Stift zum Handelsherrn. Ein deutsches Kaufmannsbuch von Friedrich Wilhelm Stern ermöglicht dem Publikum Einblicke in die Geschäftswelt früherer Zeiten. Man darf allerdings keine Angst vor Fachbegriffen und Zahlen haben. Der letzte Satz des Buches lautet übrigens (sehr aufschlussreich): „Das walte Gott!

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