Im Schatten des Monte Generoso

Im südlichsten Teil des Kantons Tessin spielt die Erzählung Der Ketzer von Soana von Gerhart Hauptmann. Soana liegt auf dem Weg von Melide auf den Monte Generoso.

Der junge Priester Francesco Vela ist Pfarrer des Dörfchens Soana. Eines Tages erfährt er von einer geheimnisvollen Familie Scarabota, die ganz in der Nähe auf einer Alp lebt. Ein Mann, eine Frau und sieben gemeinsame Kinder – Mann und Frau aber nicht miteinander verheiratet, sondern Geschwister… Die Bevölkerung meidet die Scarabotas und duldet sie nicht im Dorf, besonders nicht in der Kirche. Pfarrer Vela (er stammt übrigens aus Ligornetto und ist mit Vincenzo Vela verwandt) ist erschüttert und fühlt sich verpflichtet, diesen armen, verirrten Sündern zu Hilfe zu eilen. Er macht also zunächst einmal einen Besuch auf der fraglichen Alp, um den Schlamassel persönlich in Augenschein zu nehmen – und dieser Besuch hat seine Folgen. Francesco lernt dabei nämlich Agata kennen, eine Tochter des seltsamen Paares. Von diesem Tag an ist für den jungen Priester nichts mehr wie vorher. Er, der kreuzbrave und grundsolide Geistliche, wird plötzlich von ganz und gar unzulässigen Gedanken heimgesucht…

Ich bin dem Mendrisiotto und dem Monte Generoso sehr verbunden. Deshalb fühlte ich mich quasi verpflichtet, dieses Buch hier zu besprechen.

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