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Schtärnefoifi!

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, die Sternwarte Urania in Zürich zu besuchen. Es lohnt sich! Die Sternwarte wurde zwar vor über 100 Jahren eingerichtet, aber die Apparaturen, das Fernrohr, gefertigt von der Firma Carl Zeiss in Jena, die Kuppel (die von Hand geöffnet wird) usw., sind immer noch original und funktionieren bestens.

Einiges weiss man ja heutzutage. Die Erde schwebt frei im Weltall und dreht sich, wie die anderen Planeten auch, um die Sonne. Die Sonne ihrerseits ist lediglich einer von unzähligen Sternen im Universum. Die Beschäftigung mit dem Sternenhimmel ist eine günstige Gelegenheit, mit (im wahrsten Sinne des Wortes) astronomischen Zahlen um sich zu werfen: Die Sonne ist so schwer wie 324 000 Erden! Der Mond bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 1017 Metern pro Sekunde! Auf dem Saturn dauert das Jahr 25 000 Tage! Ein Eisenbahnzug mit 60 km/h wäre bis zur Sonne 266 Jahre und bis zum nächsten Stern 73 Millionen Jahre unterwegs! Der Saturn mit seinem berühmten Ring war lange Zeit der am weitesten entfernte bekannte Planet und ist ausserdem der letzte, von dem aus man die Erde noch sehen kann.

Die Himmelskörper und ihre Bewegungen waren schon immer von Bedeutung. Unsere ganzes Zeit-System beruht auf ihnen. Die Geschichte der Schifffahrt wäre ohne Sterne ganz anders verlaufen. Und kaum ein Naturereignis versetzte die Menschen früher mehr in Angst und Schrecken als eine Sonnenfinsternis. Das Buch Himmelskunde für das Volk von Camille Flammarion dürfte ungefähr gleich alt sein wie die Sternwarte Urania, aber was drinsteht, stimmt immer noch (die Sonnenfinsternis von 1999 zum Beispiel wird akkurat vorausgesagt).

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