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Nur nicht aus Liebe weinen

von Gabriel Weber

Ich kann Teenager-Romane nicht ausstehen. Nicht nur, weil ich inzwischen ein bisschen zu alt dafür bin. Aber man sollte für alles offen sein und manchmal sind solche Schmalz-Ergüsse (absichtlich oder unabsichtlich) doch ganz ulkig. Zum Beispiel Flames ’n‘ Roses von Kiersten White.

Evelyn, genannt Evie, ist ein ganz normales Mädchen. Mit drei kleinen Ausnahmen. Erstens: Ihre beste Freundin ist eine Meerjungfrau; zweitens: ihr Exfreund, der ihr immer noch sehr an ihr hängt, ist eine männliche Fee; und drittens: sie arbeitet schon seit Jahren für die IBKP, die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler.  Das heisst, sie lebt in der streng geheimen IBKP-Zentrale und reist in der Welt herum, um Vampire, Werwölfe, Zombies und ähnliches Gelichter unschädlich zu machen. Jawohl, die gibt es nämlich wirklich! Dass die meisten Menschen das nicht wissen, liegt daran, dass diese Wesen sich normalerweise tarnen, um nicht aufzufallen. Evie hat jedoch die besondere Fähigkeit, jede solche Tarnung zu durchschauen, dadurch ist sie zu ihrem Beruf gekommen. So etwas wie ein „normales“ Leben hat sie nicht, ihr gesamtes Wissen in dieser Richtung bezieht sie aus Fernsehserien. Jetzt lernt Evie endlich einen Gleichaltrigen kennen, einen Burschen namens Lend. Und wie nicht anders zu erwarten, hat auch dieser eine ausgesprochen paranormale Eigenschaft – er kann jede beliebige Gestalt annehmen. Bald geht alles drunter und drüber. Evie ist zum ersten Mal verliebt (immerhin kann Lend so attraktiv und sexy aussehen, wie er will. Praktisch, was? Aber im Original gefällt er Evie am besten), doch die Hormon-Krise ist momentan ihr kleinstes Problem. Schlimmer ist, dass die IBKP angegriffen wird und Evie plötzlich so ziemlich alles hinterfragen muss, was sie je über sich selbst zu wissen glaubte.

Der Zusammenstoss der ach so „normalen“ Realität mit dem Übernatürlichen – ein fast unerschöpfliches Thema, das mich immer wieder fasziniert (und zwar viel mehr als die romantische Schnulze!).

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