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Archiv vom 23. Januar 2018

23. Januar 2018

Da gab’s einen Maurer aus Flims…

by Gabriel Weber

César Keiser war einer der am längsten aktiven Kabarettisten der Schweiz. Zusammen mit Margrit Läubli, seiner Partnerin (sowohl auf der Bühne als auch im Leben), war er jahrzehntelang ein scharfsinniger Beobachter der kleineren und grösseren Katastrophen des Alltags.

Unvergesslich ist der arme Herr Kunz aus Bünzen bei Boswil, der bei der Telefongesellschaft anruft, dann von Pontius zu Pilatus weiterverbunden wird und irgendwann (nachdem er sein Anliegen immer wieder vorgetragen hat) selber nicht mehr so genau weiss, wie er heisst und was er will. Der Mann, der eine Rede übt und gleichzeitig mit seinem (seidenen!) Schlips kämpft. Der gewissenhafte Vater, der seinen Sohn über die Sexualität aufklären will und dieses Gespräch sorgfältig einstudiert. Wenn die ganze Geschichte mit den Bienen und den Blüten nur nicht so kompliziert wäre… Am bekanntesten sind aber zweifellos Keisers Limericks. Mein persönlicher Favorit: Da vermisste ein Herr in La Spezia / Eines Tags seine Gattin Lukrezia / Plötzlich sah er sie wandern / Am Arm eines Andern / Und schrie ganz erfreut: Seht, da geht sie ja!

Für Fans hat buchplanet.ch jetzt Das Grosse César Keiser Cabaret Buch im Angebot. Leider ist César (oder Cés) inzwischen längst dahingeschieden und hat auf dem Friedhof Enzenbühl in Zürich seine letzte Ruhestätte gefunden.