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Die Mitternacht zog näher schon…

von Gabriel Weber

Dass es zum Beispiel in Grossbritannien von Gespenstern nur so wimmelt (und ich meine jetzt nicht das Schreckgespenst namens „Brexit“), das ist ja allgemein bekannt. Aber haben Sie gewusst, dass auch in unserer braven, sauberen, gut organisierten Schweiz immer wieder Unheimliches geschieht?

In der Guntenschlucht bei Sigriswil BE ist schon mehrmals ein geisterhafter Hund gesichtet worden. Am Pilatus sollen Drachen hausen, im Jura hingegen wird von Feen berichtet. Der Bözbergtunnel und der Gubristtunnel waren beide schon oft Schauplatz unerklärlicher Vorfälle. Das geisterhafte Jodeln im Klöntal GL soll von einem Sennen stammen, der einst im Kampf gegen fremde Soldaten getötet wurde. Auf der Bechburg im Kanton Solothurn (einem Spukschloss wie aus dem Bilderbuch) geht der Geist von Junker Kuoni um. Im Kanton Luzern sind Tote in Richtung Jenseits unterwegs. Besonders gefährliches Gelände sind natürlich auch die wenigen noch existierenden, sich an ihrem ursprünglichen Platz befindenden Galgen der Schweiz, einer in Olten, einer in Hospental UR und einer in Ernen VS. „Weisse Frauen“, also individuelle, genau identifizierbare weibliche Spukgestalten, kommen in der Schweiz gleich an mehreren Orten vor. Es spukt aber nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Städten: Ein Haus am Claraplatz in Basel (leider 1951 abgerissen) beherbergte lange einen regelrechten Hausgeist. In der Berner Altstadt gibt es mindestens zwei Spukhäuser, weitere Exemplare dieser Sorte sind in Biel und in Stans zu finden.

Hans Peter Roth und Niklaus Maurer haben in ihrem Buch Orte des Grauens in der Schweiz solche Geschichten gesammelt. Die Innerschweiz und das Emmental sind besonders ergiebig.

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