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Das woll’n wir doch mal seh’n, ob’s nicht Gespenster gibt in Wales!

von Gabriel Weber

Wie Sie wissen, hochgeschätztes Publikum, sind die Schlösser des Vereinigten Königreichs eine unerschöpfliche Quelle für Geschichten, besonders für unheinliche. Auch der ungarische Schriftsteller Antal Szerb (1901-1945) hat eine beigesteuert: Die Pendragon-Legende.

Owen Pendragon, 18. Earl of Gwynned, ist ein bisschen exzentrisch. Der junge ungarische Gelehrte János Bátky ebenfalls. So sind sich die beiden Herren auf Anhieb sympathisch und Lord Gwynned lädt den Ungarn nach Schloss Llanvygan ein, seinem Familien-Stammsitz in Wales. Und kaum ist János dort angekommen, ist auch schon die Hölle los: Auf den Earl wird ein Mordanschlag verübt, offenbar nicht der erste. Eine dunkle Gestalt reitet nachts um das Schloss. János entdeckt das Grab Asaph Pendragons, des 6. Earls of Gwynned, eines legendären Okkultisten und Rosenkreuzers – doch das Grab ist leer… Was treibt der Earl in seinem geheimen Labor? Sucht er etwa nach dem Geheimnis des ewigen Lebens? Hat dieser kuriose Kauz namens George Maloney wirklich nicht alle Tassen im Schrank oder tut er nur so? Welche Rolle spielen die Geschwister Osborne und Cynthia Pendragon, Neffe und Nichte des Earls? Zieht die geheimnisvolle Eileen St. Claire aus dem Hintergrund die Fäden? Und der Dorfpfarrer, Reverend Dafyd Jones – warum ist der so nervös und ängstlich? Was ist nur Aberglaube und wo steckt mehr dahinter?

Alchemie, geheime Logen, der Graf von St Germain und alte Familien-Legenden der Pendragons auf der einen Seite, durchaus handfeste irdische Interessen um eine grosse Erbschaft auf der anderen Seite – János Bátky weiss bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Und Miss Cynthia verwirrt den weltfremden Bücherwurm irgendwie…

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