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Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist

von Gabriel Weber

Im Wiener Stadtpark steht er, die Geige am Kinn, sogar vergoldet: Johann Strauss Sohn, der Walzerkönig. Der Donauwalzer, die Tritsch-Tratsch-Polka, der Kaiserwalzer, die Annen-Polka, Rosen aus dem Süden – „Schani“ Strauss hat der Welt viele unvergessliche Melodien beschert.

Geboren wird Johann Strauss am 25. Oktober 1825. Er ist das erste Kind seiner (übrigens erst seit gut drei Monaten verheirateten) Eltern Johann und Anna Strauss. Johann Strauss Vater (Urheber der heimlichen Nationalhymne Österreichs, des Radetzkymarsches) macht in den folgenden Jahren eine grosse Karriere als Musiker und Orchesterleiter. Das Familienleben hingegen ist ziemlich zerrüttet. 1844 gibt Johann sein Debüt vor Publikum und wird auf einen Schlag der grösste Konkurrent seines Vaters. Nach dessen Tod 1849 ist der Junior der unbestrittene neue Walzerkönig. Johann ist ungeheuer aktiv, schreibt Walzer, Polkas, Quadrillen etc. am laufenden Band, entdeckt später auch die Bühne, unternimmt Reisen, verdient viel Geld, wird mit Ehrungen überschüttet. Selbst der notorisch unmusikalische Kaiser Franz Joseph äussert sich wohlwollend. Doch Johann hat nicht nur Erfolg. Von seinen diversen Operetten können sich längerfristig nur Die Fledermaus und Der Zigeunerbaron wirklich durchsetzen. Das Familienleben bleibt turbulent: Johann heiratet Henriette Treffz, genannt Jetty, eine Frau mit bewegter Vergangenheit. Ihr plötzlicher Tod 1878 stürzt ihn in einer ernsthafte Krise. Völlig überstürzt geht Johann eine zweite Ehe ein, die sich als Debakel erweist. Von Angelika Dittrich, genannt Lily, lässt er sich scheiden – selbst wenn er dafür Staatsbürger von Sachsen-Coburg-Gotha und Protestant werden muss, weil im katholisch-konservativen Österreich damals keine Ehescheidung erlaubt ist – und findet 1887 in Adele Deutsch endlich die richtige Frau für seinen Lebensabend. Am 3. Juni 1899 stirbt Johann unter grosser Anteilnahme der Wiener Bevölkerung, die ihm sogar seine „Auswanderung“ nach Coburg verziehen hat.

Ich liebe die Werke von Johann Strauss sehr. Bei seiner Musik kann man einfach keine schlechte Laune haben. Jetzt bei buchplanet.ch: Johann Strauss. Um die Welt im Dreivierteltakt von Franz Endler.

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