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Eine Seefahrt, die ist lustig…

von Gabriel Weber

…eine Seefahrt, die ist schön! Doch, es gibt auch heute noch Passagierschiffe. Allerdings dienen sie hauptsächlich nicht mehr zum schlichten Transport von A nach B, sondern zu Vergnügungszwecken. Prachtvolle Nachfahren der Kanus und Einbäume vergangener Zeiten kann man in dem Buch Die neuen Cunard Schiffe von Ingo Thiel bewundern.

Die Queen Mary 2 ist ein Riesending. Länger, als das Empire State Building hoch ist (und das ist ziemlich hoch!). Von Königin Elizabeth II höchstpersönlich getauft, enthält sie u. A. ein vollständiges Planetarium, ein Krankenhaus mit zehn Betten, ein Theater mit 1094 Plätzen, eine Bibliothek mit 8000 Bänden sowie Kunstwerke, für deren Ankauf die Reederei mehrere Millionen springen liess. Die Brücke ist über 50 Meter breit und mit der modernsten Technik ausgestattet – trotzdem steht immer auch ein Ausguck mit einem Fernglas da (es geht doch nichts über die klassische Arbeitsweise. Ahoi!). Auf dem Schiff wird Strom produziert, und zwar jeden Tag so viel, dass man damit ohne weiters die ganze Stadt St. Gallen versorgen könnte. Noch einige weitere Zahlen gefällig? 234 000 Quadratmeter Teppich. 3000 Telefone (Handys usw. nicht mitgezählt). Pro Atlantikreise 36 000 Eier, 13 500 Liter Kaffee und 20 kg Kaviar (für die Passagiere, nicht für die Mannschaft). Dieses überzüchtete Floss (man wundert sich, dass so ein Ding überhaupt noch schwimmt) gehört der Reederei Cunard, die schon im 19. Jahrhundert die Schifffahrt zwischen Europa und Amerika beherrschte.

Bei aller Technik ist so eine Seereise zwar lustig und schön, aber doch nie hundertprozentig ungefährlich. Denken Sie bloss an die Titanic! Es braucht gar nicht viel, dann geht die ganze Herrlichkeit den Bach runter…

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