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Archiv vom Juni, 2017

29. Juni 2017

À propos

by Gabriel Weber

The Moonstone von Wilkie Collins (jetzt im englischen Originaltext bei buchplanet.ch erhältlich) ist einer jener klassischen Kriminalromane, die von Road Hill House (Blog vom 20. Juni 2017) beeinflusst wurden.

Ein Diamant (womit wir wieder einmal beim Thema wären: Blog vom 18. Mai 2017), genannt der Moonstone, wird in Indien gestohlen. Der Offizier John Herncastle bringt ihn nach England und dort gelangt der Stein schliesslich in die Hände von Miss Rachel Verrinder, einer jungen Dame aus bestem Haus. Aber da bleibt er nicht lange. Bereits in der ersten Nacht, in der sich der Moonstone in dem alten Herrenhaus in Yorkshire befindet, wird das gute Stück geklaut. Weil Superintendent Seegrave von der örtlichen Polizei mit dem Fall überfordert ist, muss Sergeant Cuff von Scotland Yard die Sache in die Hand nehmen. Verschiedene Personen verhalten sich höchst verdächtig, jeder scheint etwas zu verbergen zu haben…

Verschiedene Personen, darunter Gabriel Betteredge (was für ein schöner Vorname!), der Butler der Verrinders mit einer Leidenschaft für Robinson Crusoe, und Franklin Blake, der den Diamanten nach Yorkshire gebracht und Miss Rachel überreicht hat, lösen sich als Ich-Erzähler ab. Sergeant Cuff ist, untypisch für einen klassischen Romandetektiv, erstens Polizeibeamter und zweitens durchaus nicht unfehlbar. Er ist sozusagen das Gegenteil von Sherlock Holmes.

27. Juni 2017

Der König der Wendehälse

by Gabriel Weber

Zwischen 1780 und 1840 hat Frankreich so manchen politischen Umbruch erlebt. Einer, der es irgendwie schaffte, dabei immer oben zu bleiben, war Charles-Maurice de Talleyrand-Périgod.

Talleyrand, aus einer zwar adligen, aber nicht sehr vermögenden Familie stammend, wird von seinen Eltern schon früh für die kirchliche Laufbahn bestimmt. Zwar hat er nicht das geringste Interesse an geistlichen Dingen – besonders nicht an der Keuschheit – , aber trotzdem bringt er es (Protektion sei Dank) schon in jungen Jahren bis zum Bischof von Autun. 1789 wird Talleyrand als Vertreter des Klerus in die Generalstände gewählt, schliesst sich aber schon bald der Nationalversammlung, also den Vertretern des Dritten Standes, an und befürwortet die Konfiszierung der Kirchengüter durch den französischen Staat (was ihm die Exkommunikation einbringt). Zur Zeit des Direktoriums wird Talleyrand zum ersten Mal Aussenminister und behält diesem Posten auch unter dem Konsulat und schliessslich im Kaiserreich (auf dem berühmten Krönungsgemälde von Jacques-Louis David ist er dabei). Der Kaiser ernennt seinen Minister sogar zum Fürsten von Benevent. Seine Tätigkeit für Napoleon hindert Talleyrand (der übrigens einen verkrüppelten Fuss hat) nicht im Geringsten daran, später auf dem Wiener Kongress die wiederhergestellte Bourbonen-Monarchie unter König Louis XVIII zu vertreten. Auch die Julirevolution von 1830 kann dem politischen Chamäleon nichts anhaben, im Gegenteil. Als Talleyrand einige Jahre später im Sterben liegt, kommt ihn König Louis-Philippe höchstpersönlich besuchen.

Man kann sie verachten, diese Windfahne, die auch finanziell eifrig von ihrer Karriere profitierte. Aber Talleyrands Lebenslauf deutet darauf hin, dass er wirklich ein begnadeter Politiker und Diplomat war. Jetzt bei buchplanet.ch: Talleyrand von Franz Blei.

26. Juni 2017

Hü hott, das Abenteuer kann beginnen

by Julia S.

Auf neuen Abenteuern begleiten wir wieder das mutige Pferdchen aus Holz, DAS RÖSSLEIN HÜ. Mit freundlicher Genehmigung der englischen Autorin Ursula Moray Williams (1911-2006), Schöpferin der Rösslein Hü-Gestalt und der Verfasserin des ersten Buches, der Originaltitel ist übrigens Adventures of the Little Wooden Horse und entstand im 1938/39.

Alle Kinder lieben das bemalte Rösslein, das tapfer zahllose Abenteuer besteht, um dem alten Onkel Peter zu helfen. Jetzt hat es von ihm dem Holzschnitzer vierundzwanzig neue Brüderchen bekommen, mit ihnen wagt es erneut lustige und gefährliche Abenteuer. „Die Tage vor der Abreise waren für Onkel Peter sehr traurig, dann küsste er alle und besonders sein kleines Rösslein Hü noch einmal zum Abschied und lies sie (fahren? reiten?) ziehen.“ Als Kind war mir der Umstand, dass das Pferdchen Hü mit unbeweglichen, starren vier Holzbeinen und vier Rädchen dran ausgestattet war und überhaupt irgendwo hinkam (über Kopfsteinpflaster oder hoch in einen Schiffsausguck) nur leicht merkwürdig. Ich mag mich erinnern an eine lebendige Geschichte, die mich fesselte. Heute ein paar Jahrzehnte später ist es absurd wo es überall im Geschehen auftauchte. Ungeachtet dessen bleibt die Erzählung uneingeschränkt beliebt. Die vierundzwanzig Pferdchen wären gerne Zuhause geblieben beim lieben Peter, aber das Rösslein Hü erklärte ihnen, dass diese Reise sein muss, weil viele Kinder auf ein Rösslein zum Spielen warten und Peter das Geld zum Leben braucht. Eine gefährliche Begegnung mit Hund Benno, die Hafenwache überlistet und auf einem Schiff als Matrosen angeheuert fahren die fünfundzwanzig Rösslein übers Meer. Um eine Bahnfahrt zu bezahlen, arbeiten die Pferdchen hart. Sie lernen den Elefanten Jumbo kennen und ein weiteres Pferdchen darf beim Jungen im Zirkus bleiben. Nach und nach wird die hölzerne Schar kleiner. Ein Königspalast mit Prinzessinnen und ein Spielmann kauft weitere sechs Pferdchen. Dann ist da noch die Rückreise für das Rösslein Hü zu seinem Onkel Peter, die ebenfalls mit unfreiwilligen Ereignissen und heiklen Vorkommnissen zu tun hat. Machen Sie sich auf Ihre eigene Erlebnistour in unserm Büchershop www.buchplanet.ch

 

22. Juni 2017

Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus!

by Gabriel Weber

Lasst uns also fröhlich sein, solange wir noch jung sind, so heisst es in einem bekannten Studentenlied. Um einen Menschen, bei dem die Chose verkehrt läuft, geht es in Das erstaunliche Leben des Max Tivoli von Andrew Sean Greer.

San Francisco, im Sommer 1930: Ein etwa zwölfjähriger Junge mit Knickerbockern und Schirmmütze sitzt da und schreibt seine Memoiren. Bitte was? Seine Memoiren. Wenn Sie jetzt glauben, er habe nichts zu erzählen, dann irren Sie sich. Denn Max Tivoli sieht zwar aus wie ein etwa zwölfjähriger Junge mit Knickerbockern und Schirmmütze, doch in Wirklichkeit ist er schon fast sechzig Jahre alt. Aufgrund eines eigenartigen Naturphänomens verläuft bei ihm nämlich der (äusserliche) Alterungsprozess rückwärts – Max kommt mit dem Aussehen eines Greises zur Welt und wird körperlich mit den Jahren immer jünger und jünger, während sein innerliches Wachstum ganz normal verläuft. Durch diesen seltsamen Umstand wird Max‘ Sozialleben natürlich erheblich verkompliziert. Sein Freund Hughie, ungefähr gleichaltrig, gilt in den Augen der Mitmenschen zuerst als sein Sohn, dann als sein Vater. Seiner grossen Liebe Alice nähert Max sich dreimal in seinem Leben: Beim ersten Mal ist sie ein junges Mädchen und er ein alter Mann; beim zweiten Mal sind sie etwa gleichaltrig; beim dritten Mal schliesslich ist sie eine gestandene Frau und er ein Kind.

Und nun lebt Max Tivoli (er ist übrigens dänischer Abstammung) als angebliches Waisenkind bei einer Pflegefamilie. Sein Ziehbruder Sammy ist es, für den er seine Lebenserinnerungen niederschreibt. Denn Sammy ist nicht nur Max‘ Ziehbruder und Zimmergenosse, sondern noch etwas anderes…

20. Juni 2017

Kriminaltango

by Gabriel Weber

Am 30. Juni 1860 ereignete sich in England ein Vorfall von wahrhaft kulturhistorischer Bedeutung: Der Mord in Road Hill House.

Inspektor Jonathan Whicher von Scotland Yard fährt nach Wiltshire. Dort, in Road Hill House, dem Wohnsitz der Familie Kent, ist ein Mord geschehen; Francis Saville Kent, der dreijährige Sohn des Hauses, wird auf dem Abort hinter dem Haus aufgefunden – mit durchgeschnittener Kehle. Die Kriminalistik ist damals noch eine sehr junge Wissenschaft, auch der Kriminalpolizist oder Detektiv ist etwas ganz Neues. Als die lokalen Untersuchungsbehörden nicht mehr weiterkommen, wird ein Fachmann aus London angefordert, eben dieser Inspektor Whicher. Der Inspektor ist sich sicher, dass sowohl der Täter als auch das Motiv innerhalb von Road Hill House zu finden ist, deshalb befasst er sich mit dem Familienleben der Kents und ihres Personals. Da kommen hinter der ach so ehrenwerten, gutbürgerlichen Fassade einige düstere Geheimnisse ans Licht… Zuerst fällt der Verdacht auf das Kindermädchen Elizabeth Gough, das im gleichen Zimmer geschlafen hat, aus dem Saville in der fraglichen Nacht entführt wurde. Wollte sie den Kleinen zum Schweigen bringen, weil er zuviel über sie wusste? Dann wird Constance Kent verdächtigt. Hat sie den zwölf Jahre jüngeren, von den Eltern stets bevorzugten Halbbruder aus Eifersucht getötet? Der Vorfall erschüttert ganz England, nicht nur der brutale Mord an einem unschuldigen Kleinkind, sondern auch die Tatsache, dass (ausgerechnet im Land des My Home is my Castle) eine hochrespektable Familie mitsamt ihrem ganzen Privatleben durchleuchtet und der Öffentlichkeit preisgegeben wird. Die Presse berichtet ausführlich über die Ermittlungen und zahlreiche Amateurdetektive melden sich mit ihren eigenen Theorien zu Wort.

Na, ist Ihnen etwas aufgefallen, geschätztes Publikum? Der Fall Road Hill House wurde gewissermassen zum Prototyp des klassischen Kriminalromans. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen (zum Beispiel, wer es denn nun war), lesen Sie Der Verdacht des Mr Whicher von Kate Summerscale.

19. Juni 2017

Wohl wissend was Wein will

by Julia S.

Was im Weine liegen soll, können Sie nachblättern in DER WEINARZT, einem Nachdruck der Ausgabe von 1753. Dies kluge Büchlein lehrt uns, vom „Augentrost-Wein“ bis zum „Zahn-Schmerz-Wein“ – über die Heilwirkung des roten Trankes. Die ganze Pracht an Kelterkunst und Kräuterlehre liegt hier in Frakturschrift vor. Etwas entziffern müssen Sie schon, vielleicht sogar darüber nachsinnieren, was ein Wort bedeuten könnte. Zwischen 2017 bis zurück ins 1753 liegen 264 Jahre, da hat sich nicht nur die Schrift, sondern auch die Sprache ein bisschen verändert. Obwohl, der erste Satz der Vorrede in der damaligen Zeit in der Moderne angekommen scheint: „Nachdeme es heutiges Tages zur Mode worden, dass auch kleine Tractötgen und geringe Schrifften mit einer Vorrede pflegen begleitet zu werden;…“ In Cap. I. (Kapitel 1) wird schon mal das Grundmaterial erklärt: „Wie das Gefässe und der Keller beschaffen seyn soll, ingleichem wie mit dem Most und neuen Wein zu verfahren.“ Eine Erläuterung für den, der guten Wein kaufen will. „…der koste denselben, wann der Mittags-Wind wehet, dann zu selbiger Zeit verwandelt sich der Wein gerne, hergegen hüte sich der Käuffer vor dem Mitternächtigen Wind, dann zu solcher Zeit sind alle Weine gerne klar und lauter, solchergestalt kan er leicht betrogen werden,“ der Mittagswind beeinflusst also den besten und beständigsten Wein. In „§ 99. Vor grosse innerliche Hitze“ ist nachzulesen wie diese bekämpft werden kann. „gib einer Ziege oder Geiss“ (wer kennt den Unterschied?) 3 Tage nach einander unter dem Futter Attich zu essen, am dritten und folgenden Tagen nimm davon die Milch, und gib dem Patienten täglich auf eine halbe Maas, oder mehr auf etliche mahl zu trinken;“ Beim Attich bin ich überfragt, aber wer herausgefunden hat, welche Zutat sich dahinter verbirgt und zufällig eine Ziege oder Geiss Zuhause im Garten beherbergt, könnte in Zukunft das Fieber auf ganz natürliche Art senken! Apropos natürlich – habe ich im Netz nachgesehen, was Attich ist: Früher wurde der Zwerg-Holunder als schädliche Körpersäfte abführendes Heilmittel angesehen – aber Vorsicht – heute gilt dieses Gewächs nur noch als Zierpflanze und nicht als Essbar. Doch schwelgen Sie in allerlei Anleitungen: „Chocolate zu machen, so extra delicieus, Degen-und Messer-Klingen wohl zu härten, Elixier Sanitatis…, Lattwerge, damit die Zähne recht sauber gehalten werden, Nasenbluten zu stillen, Opal von raren Farben zu machen, Wassersucht zu vertreiben etc.“ plus in Rezepten, die den Wein gewürzlich verändern, zur Verköstigung dienen, zum Heilen von Wehwehchen und Krankheiten und zu weinspezialisierten Weissheiten leiten.

15. Juni 2017

Geistesgrössen oder sonstwie gaga?

by Gabriel Weber

Sogenannte Genies und was man mit ihnen macht, das ist das Thema von Brian Caswells Jugendbuch IQ – Das Experiment.

Die „Farm“ ist so eine Art Internat für hochbegabte Kinder und Jugendliche. Unter der Aufsicht der Wissenschaftler Larsen und MacIntyre lebt eine Gruppe von menschlichen Laborratten mit spektakulären geistigen Kapazitäten auf dieser Farm, ziemlich abgeschieden von der Aussenwelt. Mikki und Greg sind zwei der „Insassen“. Doch könnte es sein, dass mit dieser Farm etwas nicht stimmt? Scherzfrage, natürlich stimmt etwas nicht, sonst wäre das Buch ja nach ein paar Seiten schon zu Ende. Es gibt da nämlich einen Teil der Farm, zu dem der Zutritt strengstens verboten ist. Nur die Herren Larsen und MacIntyre dürfen hinein. Auch die junge Psychologin Susan ahnt, dass da etwas faul ist im Staate Dänemark. Ihr verstorbener Bruder Richard hat auf der Farm gearbeitet und ist dabei irgendeiner Sache auf die Spur gekommen. Nach seinem Tod hat Susan sich dann selber bei der Farm beworben, um herauszufinden, was Richard herausgefunden hatte. Sind wirklich fünf kleine Kinder in dem verschlossenen Gebäudetrakt eingesperrt? Sind alle fünf im gleichen Krankenhaus zur Welt gekommen? Haben sich bei allen nach einer schweren Erkrankung bemerkenswerte psychische Veränderungen gezeigt? Mikki, Greg und Susan lüften ein ungeheuerliches Geheimnis…

Der Hochmut der modernen Wissenschaft ist seit Frankenstein ein immer wiederkehrendes Motiv in der Science-Fiction-Literatur. Ebenfalls bekannt ist die Problematik des Hochbegabten, der Mühe hat, sich unter Durchschnittsmenschen zurecht zu finden und von diesen oft genug nicht als richtiger Mensch, sondern als exotisches Wundertier betrachtet wird.

13. Juni 2017

Die Welt sehen

by Gabriel Weber

Ein faszinierendes „wahres Märchen“:

Es war einmal ein Engländer namens James. Am 15. Oktober 1786 geboren, tritt er in jungen Jahren in die Royal Navy ein, in die glorreiche britische Kriegsmarine. Doch mit 25 Jahren erkrankt er so schwer, dass er den Dienst quittieren muss. James muss sich also „beruflich neuorientieren“ (wie man heute sagen würde) und studiert in Edinburgh Medizin. Eine ärztlich verordnete Reise nach Südfrankreich 1819/20 eröffnet dem ehemaligen Seemann einen neuen Lebenszweck: Reisen. James klettert auf den Vesuv. Er reist nach Sibirien, mit nur bescheidenen finanziellen Mitteln. Er unternimmt eine Reise rund um den Erdball, die fünf Jahre dauert. Afrika, Indien, China, ja sogar das damals noch weltabgeschiedene Australien gehören zu seinen Reisezielen. Durch die Bücher, die James über seine Erlebnisse schreibt, wird er eine Zeit lang berühmt, um dann wieder in Vergessenheit zu geraten. Der ruhelos Reisende stirbt am 28. Juli 1857.

Sein Name war Holman, James Holman. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Seit jener Krankheit, die ihn seine Marinekarriere kostete, war er vollständig blind. Obwohl man nicht behaupten kann, das er viel von der Welt „gesehen“ hätte, ist James Holman mehr und weiter gereist als irgendeiner seiner Zeitgenossen. Jetzt bei buchplanet.ch: Die ganze Welt im Sinn von Jason Roberts.

12. Juni 2017

Apropos Sommer…

by Julia S.

Badefreuden? – Badeleiden! Aus der Reihe Bibliophile Taschenbücher sticht der orange Band Nummer 256 besonders heraus. Mit 30 Bildtafeln des Künstlers Honoré Daumier (1808-1879) dürfen wir die aberwitzigsten Figuren beim baden und plantschen in den diversen Anstalten beobachten, vom Proletarier-Bad für 10 Centimes bis zu jenem, das über Teppiche betreten wird. Einen heimlichen Blick ins Frauenbad geworfen, dann folgen wir der Seine (dem Fluss in Paris) und beobachten dabei die Freuden des freien Badens und neckischen Ins-Wasser-Befördern. Alles erscheint von seiner amüsantesten Seite, denn das Album ist gefüllt mit grotesken Physiognomien, lustigen Szenen und dem ganzen Repertoire  der Widerwärtigkeiten, die einem unglücklichen Badenden widerfahren können.

„Da gehe ich auf keinen Fall mehr rein! …Ich glaube, da sind Krebse drin.“

Daumier war ein französischer Maler, Bildhauer, Grafiker, Karikaturist und ein wichtiger Vertreter des Realismus. Seine politischen und sozialkritischen Karikaturen sind bedeutend. Dieses Bild ist die erste Tafel und das Einbandetikett.  BADEFREUDEN MIT DAUMIER.

7. Juni 2017

Endlich frei von…

by Julia S.

In den letzten Jahren, hat sich die Methode des Bestseller Autors Allen Carr (1934-2006) aus England, als eine der zuverlässigsten erwiesen. Erfolgreich haben Menschen weltweit Ihre Sucht mit seinen Selbsthilfebüchern und begleitenden Kursen in den Griff bekommen. Seine grundsätzlichen Anweisungen lauten unter anderen: Befolgen Sie sämtliche Anweisungen! (Im Buch) Handeln Sie nicht vorschnell! Denken Sie positiv! Lesen Sie das Buch zu Ende durch, bevor sie weniger trinken oder damit aufhören! Lesen Sie das Buch in nüchternem Zustand! (Dieser Hinweis trifft auf den Buchtitel ‚Endlich ohne Alkohol!‘ zu) Und die anderen Anweisungen lassen sich auf den Rest seiner Bücher übertragen. Bleiben Sie unvoreingenommen! Der britische Schriftsteller lehrt unverblümt über die Themen ‚Endlich Nichtraucher!‘, ‚Endlich ohne Alkohol‘, ‚Endlich Wunschgewicht‘, ‚Endlich fliegen ohne Angst!‘, Endlich Erfolgreich!‘ und ‚Endlich frei von Sorgen!‘ Zu Beginn der Literatur legt Carr sämtliche Ausreden (die man sich über Jahre wahrscheinlich sorgfältig aus den Fingern gezogen hat, um sein Problem zu verschleiern) offen, so klar und deshalb schon fast amüsant, ertappt vielleicht und gerade deswegen spürt man Sympathie für den Schreiber, weil er den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Somit erreicht Allen, dass der Leser unausweichlich neugierig auf den weiteren Verlauf der Therapie anschlägt, wobei der Autor ausdrücklich immer wieder betont, dass Sie die positive Veränderung für sich selbst wünschen sollten und niemals für irgendjemand anderen. Mit ENDLICH WUNSCHGEWICHT! finden Sie bei uns im www.buchplanet.ch nicht nur das wunderbare Wohlfühlgewicht, auch ENDLICH NICHTRAUCHER / FÜR KINDER UND JUGENDLICHE ist zur Zeit bei uns vertreten.

Allen Carr’s Bücher sind nicht nur den Opfern einer Sucht gewidmet oder eines Umdenkens für ein freudiges Leben, mir war, als ob ich als Angehörige einer Person mit besagten Schwierigkeit ebenfalls sehr viel mehr Verständnis gewonnen habe, beim Schmökern dieser auch amüsanten Lektüre.