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Von Berserkern und Gardinenpredigten

von Gabriel Weber

Eine Gardinenpredigt ist eine Standpauke, die eine Frau ihrem Mann abends oder nachts (bei zugezogenen Vorhängen) hält. Jetzt bei buchplanet.ch: Deutsche Redewendungen von Heinrich Raab.

Jemanden auf die Folter spannen erklärt sich von selbst. Aus dem gleichen Bereich stammt sich wie gerädert fühlen. Lange Zeit waren sich die Gelehrten nicht einig darüber, ob Karl der Grosse nun einen Bart hatte oder nicht – sie stritten sich buchstäblich um des Kaisers Bart. Die Argusaugen und das Danaergeschenk stammen aus der griechischen Mythologie. Das goldene Kalb, Perlen vor die Säue und Matthäi am letzten sind biblischen Ursprungs. Jemanden schachmatt setzen kommt natürlich vom Schachspiel. Ein Fisch sieht nur den Köder, aber nicht den Angelhaken – deshalb hat die Sache einen Haken. Der Deut war eine Kupfermünze und aufgrund ihres geringen Wertes kümmerte man sich oft keinen Deut darum. Für jemanden durch das Feuer gehen geht auf mittelalterliche Gottesurteile zurück. Wer unschuldig war, sollte nach damaliger Ansicht mit Gottes Hilfe unbeschadet durch Feuer gehen können.

Früher unterschied man nicht zwischen den Buchstaben U und V. Und wenn ein Wirt einem Gast X (10) statt V (5) auf die Rechnung schrieb, dann machte er ihm eben ein X für ein V bzw. ein X für ein U vor.

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