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Zart ‚be-eult‘ und laut ‚ge-kräht‘ – Intro- und Extro…

von Julia S.

In Susan Cain’s Buch- STILL wird in Kapitel 3, die ‚Überdosis an kreativer Zusammenarbeit – Die Entstehung des neuen Gruppendenkens und die Kraft des Alleinarbeitens‘ beschrieben. Eine hohe Anzahl von Lehrern ist überzeugt vom Gruppenlernen in der Schule, ideal ab der vierten Klasse. Teils in den Eliteschulen tendiert man noch auf das gegenüber Lehren, die Tische der Schüler sind vor dem Lehrer nach vorne gerichtet aneinandergereiht, statt ein paar Pulte zusammengeschoben. Die amerikanischen Schulen bevorzugen das Gruppenlernen, so das Schüler auf die bevorstehenden Führungsrollen in Firmen trainiert werden können. Das neue Gruppendenken an den Schulen ist tendenziell steigend, da gerade junge Lehrer dieses Lehren bevorzugen. Die Schüler sind gefordert kooperativ zu lernen um auch später in der Wirtschaft eigenverantwortlich lernen zu können. Diese These spiegelt die Geschäftswelt wider, die Achtung vor anderen wird von verbalen Fähigkeiten abhängig gemacht, statt von Originalität oder Klugheit. Es ist ein Elitedenken, das nicht auf Leistung beruht. – Endlich mal ein positiver, sozialer Zukunftsausblick! – Heutzutage arbeitet man in den Firmen in Gruppen, deshalb tun es jetzt auch die Kinder in den Schulen.

Aus einer Geschichte die wahrscheinlich von Mark Twain stammt – aus Kapitel 11 ‚Über Schuster und Generäle – Wie man stille Kinder in einer Welt erzieht, die sie nicht hören kann‘ – wird erzählt, dass ein Mann auf der Erde den grössten General sucht. Im Himmel zeigt Petrus auf einen anderen Mann. „Das ist nicht der Grösste General aller Zeiten, dieser Mann war auf der Erde bloss ein Schuster“ protestierte der Mann von der Erde. „Das weiss ich“ sagte Petrus. „Aber wäre er General gewesen, dann wäre er der grösste von allen gewesen.“ Wir alle sollten auf Schuster achtgeben, die vielleicht grosse Generäle gewesen wären. Das heisst, wir sollten unser Augenmerk auf introvertierte Kinder richten, deren Talente allzu oft verkümmern, sei es Zuhause, in der Schule oder auf dem Spielplatz. Im Buch folgt hier eine spannende Geschichte eines Kinderpsychologen, die zum Nachdenken anregt und deutlich Aufschluss gibt, über (fehlerhaft) vorgelebte Eltern-Kind-Beziehung. Interessant, gerade weil man oft selbst nicht darauf kommt, wenn einem dies nicht vor Augen geführt wird. Fehler sind menschlich ja, aber es wäre so wichtig darauf zu achten, für ein intaktes Selbstvertrauen und eine gesunde Psychologie der Heranwachsenden!

Ein Blick in die Geschichte des Kinderpsychologen… Jetzt, wo die Mutter Joyce versteht, dass der Schultag stressig für ihre Tochter Isabel ist, denken sich die beiden gemeinsam Strategien aus, damit die Zweitklässlerin den Tag übersteht. „Vorher wollte ich, dass Isabel dauernd rausgeht und sich mit anderen trifft, und habe ihre schulfreie Zeit mit Aktivitäten vollgepackt“, sagt Joyce. „Deshalb überlegen wir jetzt gemeinsam, wann und wie viele Verabredungen sinnvoll sind.“ Joyce hat nichts mehr dagegen, dass Isabel nach der Schule eine Weile auf ihr Zimmer geht oder einen Geburtstag ein bisschen eher verlässt als andere Kinder. Sie hat begriffen, wenn Isabel ihr Verhalten nicht als Problem ansieht, sollte es auch für sie, Joyce, keinen Grund geben, es so zu sehen. STILL – Jetzt bei uns im www.buchplanet.ch erhältlich!

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