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Schön wär’s!

von Gabriel Weber

Ein Klassiker der Philosophie ist Thomas Mores Utopia.

Der englische Humanist und Staatsmann Thomas More, auch als Thomas Morus bekannt (1535 geköpft), befasst sich mit der Frage nach dem idealen Staat. Utopia ist eine Insel, bewohnt von ungemein kultivierten und gebildeten Menschen. Die 54 Städte sehen alle absolut gleich aus und jeder ist eine bestimmte Fläche Ackerland zugeteilt. Die Städter ziehen abwechslungsweise für eine bestimmte Zeit in Gruppen aufs Land, um dort den Boden zu bestellen. In der Hauptstadt Amaurotum treffen sich einmal im Jahr drei Abgeordnete jeder Stadt, um gemeinsam über politische Dinge zu beraten. Alle Würdenträger werden streng demokratisch für ein Jahr gewählt. Es ist bei Todesstrafe verboten, ausserhalb der offiziellen Versammlungen über politische Themen zu diskutieren… Das grösste Verbrechen in Utopia ist Faulenzen. Man muss arbeiten, Männer und Frauen gleichermassen, und selbst die Freizeit soll man gefälligst mit einer nützlichen Tätigkeit verbringen! Sex ausserhalb der Ehe wird streng bestraft. Wer unheilbar krank ist, dem wird (ihm selbst und der Gemeinschaft zuliebe) der Suizid nahegelegt. Will man das nicht, kann man sich auch einschläfern lassen.

Ein wahrer Klassiker, dessen Titel sprichwörtlich geworden ist. Interessante Theorien, allerdings (meiner Ansicht nach) zuweilen doch etwas fragwürdig. Ob das wirklich der ideale Staat wäre?

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