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Farben und Stimme, die das Gemüt erhellen

von Julia S.

La Lupa, die auffällig, bunte Schweizer Sänger- und Künstlerin wuchs im Onsernonetal bei Locarno im Tessin auf und verwandelt heute Zürichs Strassen in ihre tägliche Bühne. Farbenprächtig zieht sie sich an, wie ein Kunstwerk selbst präsentiert sich La Lupa in der Zürcher Innenstadt und erntet stets staunende Blicke für ihre Gewandung. Mal trägt sie einen weiten, pinken Rock mit oranger Bluse, um ihre Schultern sitzt ein blau-orange-gelb bestickter weißer Schal und zur Vollendung eine rosa Rose auf ihrem orangen Filzhut, ihr Gesicht ziert ein strahlendes Lächeln. „Das Streben nach Schönheit ist einer der vielen möglichen Wege, sich der Vollkommenheit zu nähern“, sagt La Lupa. „Hellblau? Hellblau ist schön zum roten Haar“…gelbe Jacke mit den aufgestickten Ranken, neben den blauen Rock aufs Bett gelegt – so macht sie es jeweils beim Zusammenstellen ihrer Garderobe. Silvana Schmid verfasste das Buch über La Lupa geboren als Maryli Marconi, mit Gitty Darugar und ihren brillanten Fotografien. Es erzählt wie die Künstlerin aufgewachsen ist, ihre Familiensaga, „aus Italien kamen über die Felsen die Schmuggler und gelegentlich ein Wolf.“ Grenzen müssen überwunden werden, das hat La Lupa früh gelernt. Sie erzählt vom Klettern und Singen auf dem Kirchturm. „Singen von oben wie eine Amsel…“, „von oben, nahe dem göttlichen Strom, aus dem du schöpfst. Aber von welchem, Sankt Peter, das Großmünster! Reformierte Türme allerdings… was könnte man denn singen von einem reformierten Kirchturm?“ Nicht nur draufgängerisch auch ein echtes, liebevolles Schlitzohr könnte man sagen. Silvana hielt nichts von Folklore, nahm aber die Einladung von der Pariser Fotografin Gitty Darugar an, La Lupa live zu hören in der Casa Rusca in Locarno. Schwärmend erzählt sie, wie sie mit der anfänglichen Skepsis, dann aber mit Begeisterung der gewaltigen Naturstimme gelauscht habe, diese füllte ohne Mikrofon jeden Raum, bis die Seelen schwangen. Ein gewagter, raffiniert aufgebauter zweisprachiger Mix von literarisch-musikalischen Leckerbissen von Montale bis Marcuse, präsentiert mit großer Präzision von einer mitreißenden Stimme, einfühlsam begleitet vom klassischen Gitarristen und Komponisten Walther Giger. Durch mehrere zufällige Treffen, entstand das Projekt; LA LUPA – DIE STIMME DER WÖLFIN (bei uns im www.buchplanet.ch erhältlich).

 

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