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Einer für alle – nach wie vor!

von Gabriel Weber

Die Abenteuer von Athos, Aramis und Porthos sowie dem Neuling D’Artagnan kennt jede/r. Doch mit den Drei Musketieren ist die Geschichte nicht zu Ende. In Nach zwanzig Jahren erzählt Alexandre Dumas père (siehe Blog vom 9. März 2017) von weiteren Abenteuern seiner Helden.

Manches hat sich geändert, vieles ist gleich geblieben. Der König von Frankreich heisst nicht mehr Louis XIII, sondern Louis XIV; der eigentliche Machthaber im Land ist immer noch ein Kardinal, aber nicht mehr Richelieu, sondern Mazarin; D’Artagnan, schon leicht ergraut, dient immer noch bei den Königlichen Musketieren. Und auch die Intrigen am königlichen Hof in Paris sind immer noch die gleichen wie ehedem. Die Königinmutter Anna (die zwar als Anna von Österreich bzw. Anne d’Autriche bekannt ist, aber in Wirklichkeit Spanierin war) erinnert sich noch gut an die fechtenden Helden von damals. Ihr Günstling Mazarin will die berühmten Musketiere in seine Dienste nehmen (man weiss ja nie, wann man solche Männer einmal brauchen kann), deshalb macht D’Artagnan sich auf die Suche nach seinen Freunden, die schon lange den Dienst quittiert haben. Aramis ist in ein Kloster eingetreten, nimmt es aber mit dem geistlichen Leben nicht allzu genau. Porthos hat reich geheiratet und geniesst seinen Ruhestand in vollen Zügen. Athos führt ein zurückgezogenes Leben als Landedelmann und kümmert sich um seinen Adoptivsohn Raoul. Doch nur Porthos, den D’Artagnan mit der Aussicht auf einen Adelstitel ködert, lässt sich für die Sache des Kardinals begeistern. Die Zeiten sind problematisch: Der nicht besonders populäre Mazarin hat Feinde. Selbst der König, noch ein kleiner Bub, kann ihn nicht leiden, und den kann der Kardinal ja schlecht in die Bastille sperren. Rebellion liegt in der Luft. Und bald beginnt das, was man in der französischen Geschichte die Fronde nennt…

Auch weitere alte Bekannte wie Rochfort und Planchet tauchen auf. Einer für Alle, Alle für Einen!

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