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Schachmatt!

von Gabriel Weber

Das königliche Spiel, das Schach, eines der ältesten Spiele der Welt… populär und faszinierend, schon seit Jahrtausenden. In der Literatur gibt es zunächst einmal natürlich Stefan Zweigs berühmte Schachnovelle. Aber auch in dem Thriller Das Montglane-Spiel von Katherine Neville dreht sich alles um das karierte Brett mit 64 Feldern und um die 32 Figuren.

Das Montglane-Spiel ist ein Schach, das früher einmal Karl dem Grossen gehört haben soll. Aber es besitzt nicht nur historischen und künstlerischen Wert, oh nein; angeblich sollen die Schachfiguren der Schlüssel zu einem uralten Geheimnis sein. Zu einem Geheimnis, das Macht bedeutet – grosse Macht. Deshalb waren schon sehr viele Leute auf dem Suche nach dem verschollenen Montglane-Spiel. Richelieu, Voltaire und Talleyrand haben sich damit befasst; auch Katharina die Grosse wusste davon. 1790, mitten in den Wirren der französischen Revolution, wird der jungen Novizin Mireille eine der Schachfiguren anvertraut. Sie soll das Ding in diesen turbulenten Zeiten sicher aufbewahren, was weiss Gott keine leichte Aufgabe ist. 1973 wird die New Yorker Unternehmensberaterin Katherine Velis in eine Geschichte verwickelt, an der auch der KGB, die Freimaurer und andere übliche Verdächtige, ferner der russische Schach-Grossmeister Alexander Solarin und eine mysteriöse Wahrsagerin beteiligt sind. Die Jagd nach dem verschollenen Schach wird Katherine bis nach Algerien führen, wo auch Mireille landet. Für die beiden Frauen, deren Geschichten parallel erzählt werden, wird die Berührung mit dem Montglane-Spiel weitreichende Folgen haben. Denn es suchen nicht nur viele Leute nach dem Spiel; manche würden deswegen auch töten…

Mord und Totschlag, Verschwörungstheorien, verschlüsselte Botschaften, die hohe Politik – und immer wieder die hohe Kunst des Schachs. Man begegnet Madame de Staël, Johann Sebastian Bach, Leonhard Euler, Jacques-Louis David, Maximilien de Robespierre, Jean-Paul Marat, der Familie Bonaparte und anderen Personen der Weltgeschichte. Es ist interessant, wie die Autorin historische Ereignisse, zum Beispiel die Ermordung Marats in der Badewanne, mit Fiktion verbindet.

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