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„Mein Königreich für ein Pferd!“

von Gabriel Weber

Neben Henry VIII ist er der berüchtigste Monarch, den England je hatte: Richard III. Schuld daran ist u. a. ein gewisser William Shakespeare, der ihn als skrupellosen Bösewicht darstellte. Doch wie steht es mit der historischen Wahrheit? Jetzt bei buchplanet.ch: Richard III. von Paul M. Kendall.

Geboren wird Richard 1452. Es ist die Zeit der Rosenkriege, des Machtkampfes zwischen zwei verfeindeten Linien der Dynastie Plantagenet, dem Haus Lancaster (dessen Vertreter Henry VI gerade König ist) einerseits und dem Haus York (dem Richard angehört) andererseits. Seine ersten Lebensjahre sind recht turbulent, bis sein älterer Bruder 1461 als Edward IV den Thron besteigt. Richard, nunmehr Duke of Gloucester, betritt die grosse Bühne 1483, als sein königlicher Bruder stirbt. Er wird Regent für seinen noch unmündigen Neffen Edward V und nach dessen Tod selber König. Doch bereits 1485 stirbt Richard III auf dem Schlachtfeld (der letzte englische Monarch, dem das passiert) im Kampf gegen die Truppen von Henry Tudor, dem Thronprätendenten der Lancaster-Partei.

Henry Tudor, nun König Henry VII, musste, um sein Vorgehen gegen den rechtmässigen König von England zu rechtfertigen und seinen eigenen, nicht ganz zweifellosen Thronanspruch zu untermauern, seinen Vorgänger zum Verbrecher stempeln. Das tat er, und zwar gründlich! So entstand das Bild des Schurken, der Brüder und Neffen (die legendären „Prinzen im Tower“) aus dem Weg räumte, um auf den Thron zu kommen. Henry VII heiratete Elizabeth, die Tochter von Edward IV, und beendete durch diese „Fusion“ von Lancaster und York die Rosenkriege. Seine Nachkommen sitzen bis zum heutigen Tag auf dem englischen Thron.

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