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Someone’s School Days

von Gabriel Weber

Grossbritannien ist bekanntlich das Land der Schulen, besonders der noblen Internate. Eltern, die nicht wussten, wohin mit dem Nachwuchs, konnten einst Paton’s List of Schools and Tutors 1929 zu Rate ziehen.

1000 Seiten Schulen… Da sind natürlich die ganz grossen wie Eton, Harrow und Rugby. Verschiedene Schulen wie die Linton House School in London, Dane Court in Dorset, Falconbury in Surrey und St Andrew’s in Schottland bieten an, ihre Zöglinge das ganze Jahr über (also auch in den Ferien) zu beherbergen, falls die Eltern im Ausland leben, etwa in den britischen Kolonien. In manchen Fällen werden gewisse Schüler ganz offen finanziell bevorzugt, besonders die Kinder von Offizieren oder Geistlichen, zum Beispiel in Stancliff Hall in Derbyshire oder Tettenhall College in Staffordshire. Eton in Berkshire kostet 230 Pfund im Jahr, Brentwood School in Essex nur 80. Sport spielt fast überall eine wichtige Rolle, besonders Cricket und Rugby. Viele Schulen werben mit dem gesunden Klima, der guten Luft und ihren Bemühungen um die Gesundheit der Schüler (sucht man hier eigentlich eine Schule oder ein Sanatorium?), etwa die Wells School in Yorkshire, Dauntsey School in Wiltshire und Craigend Park in Schottland. Normansal in Sussex erwähnt speziell seine Zentralheizung. Nicht ungern wird ein bisschen damit geprahlt, wie erfolgreich manche Alumni der Schule später wurden (beispielsweise die Probus School in Cornwall oder Little Appley auf der Isle of Wight). Speziell erwähnt werden jene Knaben, die mit etwa 14 Jahren die Schule verlassen und in die britische Kriegsmarine eintreten. Viele Grundschulen betonen, dass sie ihre Zöglinge nicht nur auf höhere Schulen, sondern auch auf die Royal Navy vorbereiten.

Ich habe oben nur Schulen für Knaben erwähnt; in der zweiten Hälfte des Buches sind dann die Schulen für Mädchen aufgeführt. Paton’s List ist ein faszinierender Einblick in eine Welt, die unsereiner, sofern sie überhaupt noch existiert, nur aus Büchern und Filmen kennt.

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