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Frau Chalupiec aus Lipno

von Gabriel Weber

Von Aufstieg und Fall eines Stars handelt das folgende „wahre Märchen“:

Es war einmal eine gewisse Apolonia Barbara Chalupiec aus Polen. Sie wächst in bescheidenen Verhältnissen auf und möchte eigentlich Tänzerin werden, muss diesen Traum aber schon früh aus gesundheitlichen Gründen begraben. So wird sie stattdessen eben Schauspielerin und erlebt kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland ihren grossen Durchbruch als Madame Dubarry in dem gleichnamigen Film. Wenig später wagt sie den Sprung nach Hollywood und ist damit ganz oben angekommen. In den Zwanziger Jahren gehört Apolonia zu den grössten Stars der Filmwelt. Sie lebt das Leben einer glamourösen Diva, führt einen spektakulären Zickenkrieg gegen ihre grosse Rivalin Gloria Swanson, hat Liaisons mit Charlie Chaplin und mit Rudolph Valentino (ihr dramatischer Auftritt an Valentinos Begräbnis wird legendär), heiratet für eine kurze Zeit einen dubiosen Möchtegern-Prinzen aus Georgien. Doch der Tonfilm ruiniert langsam, aber sicher ihre Karriere. Ihr starker polnischer Akzent gefällt den Leuten nicht, ausserdem sind inzwischen ganz andere Frauentypen als sie gefragt. Apolonia kämpft verbissen gegen den unvermeidlichen Abstieg an, sie hofft auf ein grosses Comeback, wenn schon nicht in Hollywood, dann eben in Deutschland. Dort, im Dritten Reich, empfängt man sie mit offenen Armen (und sei es auch nur als Ersatz für die renitente Marlene Dietrich). Aber wenn herauskommen sollte, dass in Apolonias Adern Roma-Blut fliesst, dann…

Apolonia Chalupiec aus Lipno nannte sich als Schauspielerin Pola Negri. Jetzt bei buchplanet.ch: Pola von Daniela Dröscher. Es ist ein Roman über ein Leben, das der reinste Roman war.

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